Folge 95: TV- und Starkoch Alexander Herrmann über Heimat, Sterneküche, Trauer, Resilienz und Erfolg
Shownotes
Alexander Herrmann ist bekannt für seine Sterneküche in Oberfranken und die Adressen Imperial, Fränk’ness und Palazzo in Nürnberg. Der bekannte TV- und Starkoch aus Franken zeigt sich im Podcast von seiner nachdenklichen Seite. Er spricht über seine Gastro-Familie, den frühen Tod seiner Eltern, wie er als Waise aufwuchs, seinen Weg an die Spitze der Sterneküche, was Resilienz und Achtsamkeit ihm bedeuten und über seine Krebserkrankung, die er lange geheim hielt.
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00:00:00: Erst neulich wurde mir was hingestellt, was mir sogar verboten wurde, zu probieren.
00:00:04: Und ich wollte es auch nicht.
00:00:05: Eine regionale Küche ist das Schwierigste, was du machen kannst, weil jeder Gast, der zu dir kommt, schon was damit verbindet und ist im Grunde eine Form von Experte, auch für seinen eigenen Geschmack, wie er es sieht.
00:00:17: Probierst
00:00:18: du alles oder war auch schon mal so eine richtige Panne dabei, wo es so verbrannt war, dass du gesagt hast, na ja, muss ich jetzt gar nicht
00:00:25: probieren?
00:00:25: Na ja, also ... Mit Menschen.
00:00:31: Ein Podcast des Verlags Nürnberger Presse.
00:00:34: Mit Menschen, die verändern, bewegen, unterhalten.
00:00:40: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe mit Menschen.
00:00:44: Mein Name ist Leverena Meingast und ich darf heute einen ganz besonderen Gast begrüßen und zwar einen Gast, der nämlich tief verwurzelt ist in Franken, sehr erfolgreich, auch ein Botschafter für Franken und in ganz Deutschland kennt man ihn.
00:01:00: Ich nenne mal ein paar Bezüge, das Posthotel in Würstberg, das Restaurant Aura, Das du zusammen mit Tobias Betz führst, Palazzo in Nürnberg natürlich und das Restaurant Imperial in Nürnberg und Fremdnes.
00:01:14: Jetzt klingelt es sicherlich schon bei dem ein oder anderen, mein Gast ist Spitzenkoch Alexander Herrmann.
00:01:20: Herzlich willkommen, schön, dass du da bist.
00:01:22: Also ich würde mal sagen, nach dem... Wort Palazzo, wer es Daniel gewusst hat, der geht nicht gern essen.
00:01:28: Also ich freue mich sehr, vielen Dank für die Einladung und ich bin ein sehr stolzer Franke und vor allem ich liebe Nürnberg.
00:01:36: Kommt ihr meine Mutter her?
00:01:38: Ja, genau.
00:01:38: Also das ist ja Mittelfranken, wir sind ja in Würzburg Oberfranken.
00:01:41: Aber deswegen ist für mich Nürnberg schon seit meiner tiefsten Jugend eine ganz besondere Stadt, weil immer wenn wir da waren, war es natürlich auch besonders, wir haben die Familie besucht und so weiter.
00:01:50: Also ich verbinde mit Nürnberg nur die besten Momente.
00:01:54: Und wie du gesagt hast, wer es nicht kennt, der geht nicht gern essen und wer geht bitte nicht gerne essen.
00:01:58: Also da haben wir es eigentlich schon.
00:02:02: Vorneweg, wann hast du das letzte Mal richtig gut gegessen, sodass du geflasht warst und gedacht hast, wow, das ist jetzt wirklich was ganz Besonderes?
00:02:13: Ja, das klingt jetzt... Also ich muss jetzt aufpassen, weil es natürlich in dem Moment Eigenwerbung ist, ist es aber so, weil wir im Imperial haben wir jetzt das Nürnberg-Menü gemacht.
00:02:23: Also ich wollte einfach... Also Nürnberg ist... Touristisch so wertvoll, so wertvoll.
00:02:31: Ob es die Messe ist, ist das eine, aber es kommen ja so viele Gäste nicht nur aus dem eigenen Land, sondern international her.
00:02:38: Und ich habe mir gedacht, wie blöd eigentlich, dass wir so Thema wie Scheuferler pro Laden vor der Blau nicht in ein besonderes Menü heben.
00:02:49: Und so hat der Michi und ich Wir haben uns zusammengesetzt und wollten eigentlich zehn, aber jetzt sind es elf Spezialitäten geworden.
00:02:57: Und dann haben wir so quasi ein elf, so kleine Gänge, so tapasmäßig, Nürnberg-Menü gemacht.
00:03:03: Und an der Rolladen haben wir uns die Zähne ausgebissen, weil es geht ja darum, wir müssen ja das schon modern und neu machen.
00:03:11: Also es macht keinen Sinn.
00:03:13: Wenn wir das abbilden, wie man es schon kennt.
00:03:14: Ganz klassisch.
00:03:15: Aber du musst die DNA, musst du natürlich haben.
00:03:17: Also wir haben Schäuferler, aber das ist natürlich schon anders.
00:03:20: Wir haben auch die Bratwurst, aber die ist völlig anders, wird die serviert.
00:03:25: Und trotzdem spürst du das, aber bei der Rollade war es schwierig.
00:03:29: Und dann haben wir ein bisschen diskutiert und gemacht und jetzt haben wir eine Rollade.
00:03:35: Entwickelte.
00:03:37: Entschuldigung, das ist besser, wie so original.
00:03:40: Also wie das normal geschmolte, weil wir nämlich, nein, ich kann es nicht verraten, wie wir es gemacht haben, weil das wäre jetzt blöd.
00:03:44: Das ist der Cliffhanger jetzt.
00:03:45: Ja,
00:03:46: aber das habe ich gegessen.
00:03:47: Und eigentlich hat er mich für mich zwei Pozonen vorbereitet.
00:03:51: Also eine für mich und eine für meine Frau.
00:03:54: Das war vorgestern.
00:03:55: Und jetzt hat er aber ein bisschen gebraucht, bis ich gekommen ist, habe ich die eine Pozone gegessen.
00:04:00: Und dann habe ich gesagt, ich muss die anderen auch noch probieren, habe ich alle zwei, habe ich wirklich verschlungen, weil es einfach Genau der richtige Spagat war zwischen Hirn und Herz.
00:04:10: Also ich wollte jetzt nicht einfach nur... Also es ist Eigenwerbung in dem Moment, aber es ist halt leider auch die Wahrheit.
00:04:14: Das war der
00:04:14: letzte Moment.
00:04:15: Ja, also wenn man
00:04:16: so sehen möchte, war es eine Rolade, die mich gerade vom Hocker kaut hat.
00:04:19: Aber dann höre ich raus, man kann dich noch überraschen mit Geschmackskombinationen oder...
00:04:24: Ja ja, freilich, freilich.
00:04:25: Also das ist ja... Das Schöne ist ja, an kochen, kochen, essen, dass das nie außerzählt ist.
00:04:31: Und dass es halt so hoch emotional ist.
00:04:33: Gerade Beispiel, wenn man ein Schäuferler ist, ein Schäuferler, aber du kannst trotzdem es weiterentwickeln, du kannst trotzdem neue Formen finden, weil du vielleicht andere Beilagen und so weiter hast.
00:04:43: Und das beste Beispiel ist natürlich bei The Taste, wo auf dem Löffel kleinste, sagen wir mal, aromatische Perlen so arrangiert werden, dass dieser ganze Löffel dann kylinarische Mund von den Aromen her fast schon explodiert.
00:04:58: Und das ist schon auch spannend, ist schon schön.
00:05:00: Wird nie langweilig aus.
00:05:02: Nie.
00:05:02: Kochen wird nie langweilig.
00:05:03: Es ist immer anstrengend.
00:05:05: Jetzt hast du die TV-Show, The Taste schon angesprochen.
00:05:08: Du bist ja in vielen TV-Shows und probierst auch viel.
00:05:11: Also als Juro gibt es deine Einschätzung.
00:05:14: Probierst du alles?
00:05:15: Oder war auch schon mal so eine richtige Panne dabei, wo es so verbrannt war, dass du gesagt hast, da muss ich jetzt gar nicht
00:05:22: probieren?
00:05:22: Naja, also ist ...
00:05:24: Da waren schon
00:05:25: wilde Sachen dabei, oder?
00:05:26: Ja, es gibt schon so Dinge, wo du drin rumstach hast und ich meine, wenn du Euro-Bismuss-Eis probieren.
00:05:31: Ob du jetzt willst, oder nicht, ja?
00:05:34: Aber ob du einen zweiten Löffel oder einen zweiten Bissen davon nimmst, das geht dann nicht nur bei The Taster, da hast du halt in einen Löffel, da geht es dann anders.
00:05:41: Wobei jetzt schon wieder eine kleine Perseflage, ich war bei extra drei, das ist ja ein Satire-Magazin in der ARD und da war ich quasi Gast und da ging es jetzt um die Verpflegung in Krankenhäusern und die haben mir da was vorgestellt und die haben von vornherein schon gesagt, sie erwarten nicht, dass ich es probiere.
00:05:58: weil das natürlich auch die Satire war.
00:06:00: Und deswegen kann ich jetzt schon wieder bestätigen auf die Frage hin.
00:06:03: Erst neulich wurde mir was hingestellt, was wir sogar verboten wurden, zu probieren.
00:06:07: Und ich wollte es auch nicht.
00:06:08: Okay, war einfach
00:06:10: fach.
00:06:11: Ja, das ist eine Satire.
00:06:12: Also dementsprechend kann man sich vorstellen, dass die natürlich gewisse Dinge und wir alle wissen, dass Krankenhausküche und einen hohen Kostendruck steht und damit vielleicht nicht immer die Kulinarik vorne dran steht.
00:06:23: Wobei ich jetzt auch sagen muss, wenn ich in einem Krankenhaus bin, bin ich ganz froh, wenn Das meiste Budget eher vielleicht in die Krankenschwestern.
00:06:31: Was?
00:06:31: Krankenbrüder?
00:06:32: Also Krankenschwester ist er melkweiblich?
00:06:34: Krankenpfleger
00:06:34: dann?
00:06:35: Krankenpfleger, dankeschön.
00:06:36: Ja, in die Pflege.
00:06:38: Genau.
00:06:38: Ist nur so, melkweiblich, divers.
00:06:40: Oder vielleicht einfach auch in die gute Ausbildung eines Arztes und Co.
00:06:44: läuft.
00:06:44: Weil mein mit der einen Schnitte kommt man dann schon auch einmal durch den Tag.
00:06:48: Es ist halt ein besonderer... Du hast ja dem Krankenhaus nicht viel und dann ist das Essen etwas, was dich aufmundert.
00:06:53: Aber da muss man vielleicht Kosten nutzen, ein bisschen sehen und am Schluss die Kassen sind leer.
00:06:58: Dann ist es halt so, wie es ist.
00:06:59: Und die haben das natürlich erhöht bei extra drei.
00:07:02: Das ist ja klar.
00:07:02: Und dementsprechend war man da weit weg von Essen.
00:07:05: Man hofft natürlich auch, dass man so kurz wie möglich im Krankenhaus ist und schnell wieder nach Hause darf.
00:07:09: Den drum ist so.
00:07:11: Genau.
00:07:12: Wir würden eine kleine Sonderrubrik noch machen, nämlich entweder Oder-Fragen.
00:07:18: So ein bisschen... Na ja, einfach mal zu gucken, für was du dich entscheidest und dann kannst du ja noch ein bisschen was dazu erzählen.
00:07:24: Wir starten mit deftig oder süß.
00:07:28: Ich brauche das beides.
00:07:29: Also es ist bei mir, ich hab da eine Falle, ich esse was deftiges, dann muss ich danach was Süßes essen
00:07:36: und dann brauche ich wieder was Scherzhaftes.
00:07:38: Vielleicht weiß
00:07:38: ich nicht, also es gibt diesen Sonderfall, so eine Packung.
00:07:41: Ich muss es jetzt sagen, Ferrero Rocher, wenn du die isst, dann brauchst du danach Hasalami Brot und dann brauchst du wieder Ferrero.
00:07:47: Also da muss man natürlich ganz klar sagen, das geht auch nur in einem jugendlichen Alter, weil sonst der Körper sagt, danke, dass du es mir gegeben hast.
00:07:55: Aber die dreitausend Kalorien, die schleppst jetzt auch die nächste Woche mit dir rum.
00:07:59: Aber so bin ich wirklich.
00:07:59: Also ich habe diese totale Wechselwirkung.
00:08:03: Pasta oder Pizza?
00:08:06: Ja, also vielen herzlichen Dank für diese wunderbaren Entwederoderfragen, weil du, da bin ich schon wieder ganz schwierig, weil ich natürlich Pizza unfassbar liebe.
00:08:16: Aber Pasta hat einen Vorteil, die ist variantenreicher.
00:08:21: Und deswegen würde ich jetzt aus dem Speis die Pasta mit einundfünfzig zu neunundvierzig Prozent vorziehen.
00:08:27: Okay, ganz knappe Entscheidung.
00:08:30: Jetzt ist vielleicht, naja mal gucken, Würsberg oder Nürnberg?
00:08:33: Ja, das ist jetzt auch unfair für Nürnberg, weil Würsberg, bin ich aufgewachsen,
00:08:37: das
00:08:38: ist das Zentrum allen Daseins, das gibt mir die Verwurzlung, das ist der Grund des Seins, das ist der Antrieb, das ist die Orientierung.
00:08:48: Kaffee oder Tee?
00:08:50: Nur Kaffee.
00:08:50: Also Tee ist für mich ein völliges Rätsel.
00:08:52: Ich verstehe das nicht, wie man getrocknete Blätter mit heißem Wasser aufgieß.
00:08:56: Das ist für mich einfach, muss ich einfach gestehen, habe ich... keinen Zugang zu, vielleicht noch zu diesem grünen Tee, weil der Wirkung hat.
00:09:05: Aber also, ich bin definitiv Teamcafe zu ninety-neinzig, neun Prozent.
00:09:11: Es gibt
00:09:11: halt auch Energie am Morgen.
00:09:12: Ich denke mir, so ein Tee kann gar nicht so viel Energie geben, wie mir der Kaffee gibt.
00:09:16: Ja, ich glaube, es ist so eine Liebhaber Geschichte auch.
00:09:18: Und manche trinken halt auch... Also, es Gude am Tee ist natürlich, wenn du jetzt nicht viel Zucker oder Milch rein tust, dass du natürlich damit viel Flüssigkeit aufnimmst.
00:09:25: Und manche, die kein Wasser trinken oder wenig, da haben die natürlich mit Tee Ein tollen Moment, weil ich gehöre immer wieder Wasser, trinken sie nicht gern, weil es halt nach nichts schmeckt.
00:09:34: Aber für mich ist Wasser ja auch nicht für den Geschmack, sondern es ist eine Funktion.
00:09:39: Man muss halt genügend Wasser trinken.
00:09:41: Und das ist schon so zwei bis drei Liter, muss ich ja auch trinken, wie wir alle im Grunde.
00:09:46: Schaffe ich eigentlich schon ganz gut, aber es gibt so Tage, wo ich sage, heute kann ich nicht so viel trinken, weil sonst ... Wie heute, also bei dem Podcast, sonst wenn du genug trinkst, dann bist du dreimal, gehst du dann, du musst das Wasser wieder wegbringen.
00:09:56: Ja, das stimmt.
00:09:56: Das sagt ja immer kein Arzt.
00:09:58: Er sagt, trink viel Wasser, aber plane ein, dass du es wieder wegbringst.
00:10:02: Aber da bin ich schon, deswegen verstehe ich das mit dem Tee schon, aber für mich ist es nichts.
00:10:06: TV-Show
00:10:08: oder Podcast?
00:10:09: Na ja, TV-Show.
00:10:11: Podcasts liebe ich sehr.
00:10:13: Ich mache eher wenige.
00:10:14: Das möchte ich auch an der Stelle sagen.
00:10:15: Also ich habe wahrscheinlich mehr Anfragen und mache sehr ausgewählt, weil ich es auch nicht inflationär haben möchte.
00:10:23: Ich finde, Podcast ist die Mischung aus Radio und Stammtisch.
00:10:29: Deswegen bin ich ein hoher Verfechter davon.
00:10:31: Keine Fragen möchte ich vorher wissen.
00:10:33: Ich möchte von vornherein, dass man mir durchaus zugesteht, dass wir nichts schneiden.
00:10:39: Ich finde Podcast lebt von der Echtheit.
00:10:42: Und wenn du jetzt eine Frage stellst, die ich jetzt doof finde, dann liegt es an mir nicht zu antworten.
00:10:48: Ja, und auch das ist zum Beispiel, glaube ich, was wichtig ist, was beim Podcast es so toll macht.
00:10:54: Es ist ja die Wendung, es ist ja die Überraschung.
00:10:56: Und das hat eine ganz spezielle Form von Kreativität.
00:11:00: Deswegen liebe ich ihn ja auch sehr, aber es gibt auch wenig Gute.
00:11:06: Das muss ich leider auch gestehen.
00:11:08: Ich höre auch nicht so viel, weil es mich dann irgendwann aufregt oder relativ schnell.
00:11:12: Und bei einer TV-Show, das ist halt ganzheitlich.
00:11:15: Da geht es nicht nur darum, was du sagst, sondern wie du sagst, welche Gäste dabei.
00:11:20: Das ist dreidimensional, würde ich mal behaupten.
00:11:23: Dass es wie im Buch lesen oder im Film sehen.
00:11:26: Ja, natürlich ist beim Buch lesen mehr Fantasie, aber beim Film hast du... ganz klar, das gemachte Bild eine andere Form von Ausdruck.
00:11:35: Deswegen TV.
00:11:38: Und als letzte Frage, wenn man so an den Feierabend jetzt denkt, zu Hause im Film gucken oder ins Kino gehen, weil du liebst doch Filme.
00:11:47: Ja, ins Kino muss ich sagen, gehe ich unfassbar gerne.
00:11:51: Unfassbar.
00:11:52: Ich muss auch sagen, dass es toll ist, was in den letzten Jahren passiert ist, dass du diese Super-Sitze hast, diese Deluxe-Kinos
00:11:58: und so weiter.
00:11:58: Ganz bequem.
00:11:58: Ganz toll,
00:11:59: wirklich toll.
00:12:01: Was mich manchmal aufregt ist, wenn das dann mit dem Essen im Kino überreizt wird, weil dann hast du den Eindruck, jetzt sitzt Entschuldigung, dass ich sage, in so einem Raum, wo nur so gefressen wird.
00:12:11: Also das ist jetzt, Marc, das ist für mich die Grenze.
00:12:15: Wenn es überall
00:12:16: raschelt und man riecht, was die anderen zu essen.
00:12:20: Also, diese Nachos zu essen oder dieses Popcorn und wenn der eine dem Mund nicht richtig zu machen, die Trio und das so sagt,
00:12:28: das ist schon auch... Ich glaube, das kennt jeder.
00:12:29: Das ist schon so einer im Tal, wo man denkt, ein bisschen leiser vielleicht.
00:12:33: Und du hoffst, dass irgendwann dieses, sagen wir mal, was auch immer als knusper Detail gegessen wird, dass es irgendwann leer ist.
00:12:41: Deswegen ist es ganz wichtig, dass man das ganze Essen bekommt.
00:12:44: zehn Minuten Viertelstunden, bevor der Film startet.
00:12:47: Also ich gehe sehr gerne ins Kino, aber aus Zeitgründen und der Bequemlichkeit bin ich natürlich da oft, dass ich das zu Hause schaue.
00:12:53: Und es gibt auch Filme, die ich im Kino gar nicht sehen möchte.
00:12:56: Andererseits gibt es Filme, die muss ich sehen, wie zum Beispiel Ballerina.
00:12:59: Ich großart schon wie Fanlogisch.
00:13:02: Die muss ich natürlich da drin sehen.
00:13:03: Geht ja gar nicht anders.
00:13:04: Und dann wiederholst du das witzigerweise zu Hause, weil du es nochmal anschaust.
00:13:09: Andersrum, machst es nicht.
00:13:11: Weil ja auch der Kinofilm meistens danach noch einmal kommt.
00:13:14: Aber so finde ich das ja.
00:13:17: Außer
00:13:17: so in den letzten Jahren Autokino.
00:13:19: Da war ich dann in der Corona-Zeit zum ersten Mal im Autokino und dann waren natürlich auch ältere Filme.
00:13:25: Das fand ich eigentlich auch ganz cool.
00:13:27: Irgendwie reizt mich das auch voll, weil das ja auch ... Also Autokino ist ja eher so eine amerikanische Geschichte.
00:13:34: Und man verbindet damit immer das Knutschen im Auto und vielleicht ein Bier dabei trinken.
00:13:39: Jetzt ist es halt ... Ich fahre ja siebzig Tausend Kilometer im Jahr.
00:13:42: Darf man nicht unterschätzen?
00:13:44: Also, ich meine, Würstberg, Nürnberg hin und zurück sind zwei Hundert Kilometer.
00:13:48: Einmal nach München und zurück sind fünfhundert.
00:13:50: Also von Hamburg, das fliege ich ja da meistens.
00:13:54: Aber du hast ja ganz schnell, auch jetzt war ich vorgestern da in Berlin, rauf und runter sind siebhundert Kilometer.
00:14:00: Also, das heißt, da leverts sich was zusammen.
00:14:02: Wenn ich im Autokino sitze, dann denke ich mir nicht schon wieder Auto.
00:14:06: Ja, das wär so.
00:14:07: Verständlich, ja, total.
00:14:10: Wir sind so schon auf Pasta und so auch gekommen, was jetzt für mich so ein richtiges Soul-Food ist.
00:14:16: So eine richtig schönen Soße und so.
00:14:20: Was ist denn vielleicht so ein Soul-Food aus deiner Kindheit?
00:14:24: Weil ich finde, man verbindet da immer ganz viel damit, wie man aufgewachsen ist.
00:14:29: Bei mir ist es, ich bin auch mit meinen Großeltern aufgewachsen und meine Oma hat immer so Kriesprei gemacht und dann hat sie auch Zimt und Zucker.
00:14:38: Initialen von dem Vornamen jeweils auf den Teller drauf und es ist so immer eine Tradition geblieben.
00:14:44: und es so wenn es das gibt und das am Tisch steht dann geht jedem das Herz auf.
00:14:48: Vor allem ist es so das ist jetzt auch die die beste Erklärung wenn Omas, Opas, Mütter, Väter zuhause etwas servieren.
00:14:59: Dann hast du eine so große emotionale Energie.
00:15:02: Also, was war's, Griespreis?
00:15:04: oder was war's?
00:15:05: Griespreis.
00:15:06: Egal, egal, wo du sonst Griespreis ist, der wird niemals diese emotionale Kraft haben, der wird auch diesen besonderen Geschmack geteilt haben.
00:15:12: Und jetzt spring ich nochmal auf unseren Nürnbergmenü.
00:15:16: Eine regionale Küche ist das Schwierigste, was du machen kannst, weil jeder Gast, der zu dir kommt, schon was damit verbindet und ist im Grunde... eine Form von Experte, auch für seinen eigenen Geschmack, wie er es sieht.
00:15:29: Die Erwartung ist auch hoch.
00:15:30: So ist es.
00:15:32: Und jetzt ist es so, dass da liegt oft ein emotionaler Wert drin.
00:15:35: Die musst du auch eigentlich ein bisschen mitpacken.
00:15:37: Das ist die große Herausforderung.
00:15:38: Das weißt, wenn du kommst, würde ich dir niemals ein Grießbrei kochen.
00:15:42: Bestimmt nicht, weil ich kann es nur falsch machen.
00:15:43: Schwierig, ja.
00:15:45: Und bei uns zu Hause, also in Würzberg, ich bin im Hotel aufgewachsen.
00:15:48: Das heißt, ich kenne das nicht.
00:15:52: eine Oma an Opa kocht, sondern das war halt damals im Grunde mein Vater plus Brigade oder dann später eben der Jürgen Bayer, unser Küchenchef.
00:16:00: Und deswegen habe ich eine andere Form von emotionaler Verbindung.
00:16:03: und jetzt gab es damals zwei Lebspeisen für mich.
00:16:06: Das eine ist natürlich Kloß mit Zoos gewesen, das andere war Wiener Schnitzel.
00:16:09: Und dann habe ich mir gedacht, ja, warum sich denn entscheiden?
00:16:13: Und deswegen gab es bei mir immer ein Wiener Schnitzel mit Kloß und dann also mit einer Natursauce, also von der Ente zum Beispiel, also eher so eine Schü, so eine Fleischsauce.
00:16:23: Also sauer Braten, das ist zu dick, sondern so eine richtig Schweinsbraten-Sauce zum Beispiel, so was würde gehen.
00:16:29: Aber meistens habe ich die Enten-Sauce gegessen, ist natürlich jetzt auch ein bisschen wild für das Schnitzel.
00:16:35: Aber, wobei
00:16:36: ich... Die alle, die sich sonst entscheiden mussten, haben sich gesagt, das ist doch jetzt mal eine einfache
00:16:41: Wahl.
00:16:41: Ich habe ein Guilty Pleasure, nennt man das ja heutzutage, ja.
00:16:45: Und das gibt bei uns in der Gegend ein Wirtshaus, die machen das immer für mich.
00:16:50: Da kriege ich immer ein richtiges Kalbschnitzel und Pommes, die dünnen Pommes.
00:16:56: Es gibt ja, je nachdem, wie du die einkaufst, die dünnen Pommes.
00:16:59: Und dann kriege ich dazu einfach eine Raumsauce, Pilzraumsauce, aber ohne die Pilze quasi, so richtige Raumsauce.
00:17:06: Und wenn du der Schnitzel, Pommes drauflegst, die Raumsauce drüber und dann schnell ist, vielleicht noch ein paar Breiselbeeren, die kriege ich auch noch dazu.
00:17:13: Ja, stimmt.
00:17:14: Also, mir läuft Wasser im Mund zusammen.
00:17:16: Das ist, also, das werde ich nie wieder, also das werde ich keinem verraten.
00:17:21: Das ist das Exclusive Diggler.
00:17:22: ...
00:17:27: bist im Hotel aufgewachsen und hast auch ... ... ist so eine richtige Kindheit im Gastgewerbe ... ... eigentlich auch gewesen, oder?
00:17:33: Also so ein richtiger Familienbetrieb.
00:17:35: Seit eighteenhundertneunundsechzig ... ... ist das Hotel im Besitz der Familie ... ... des Prosthotel in Würsberg im Landkreis Kulmbach.
00:17:42: War das dann so richtig auch ... ... mit den Mitarbeitern sozusagen wie eine Familie?
00:17:47: Alle packen an?
00:17:49: Ja, also ... ... wenn ich jetzt so gute Fünfzig Jahre zurückgehe, also jetzt ... Ich würde mal sagen, ja, mit vier, fünf Kapierst du ja langsam auch die Welt oder auch ein bisschen später.
00:18:03: Natürlich waren früher, ich sage mal, das Miteinander in solchen Betrieben, die Familie geführt waren, auch mit den Mitarbeitern, etwas anders, etwas vielleicht sogar herzlicher, wobei das ist schwierig.
00:18:19: Es gibt auch andere Betriebe, da war es patriarchisch, diktatorisch, bei uns war es herzlich.
00:18:25: Dementsprechend bin ich eigentlich in einem sehr wertvollen Umfeld aufgewachsen.
00:18:29: Also, das muss ich sagen, es gab Mitarbeiter, die waren da zwanzig, dreißig Jahre da, die haben also einen Teil des Betriebes, ist auch ihre Lebensleistung.
00:18:40: Und so hat man sich auf eine ganz andere Form von Augenhöhe ist man miteinander um.
00:18:44: Also, wenn ich an die Monika Lott ist, unsere Hausdame denke, damals, wenn meine Eltern Urlaub gefahren sind, dann war ich bei der eine Woche zu Hause mit.
00:18:52: Die hat mich auch mit zum Kindergarten gebracht.
00:18:55: Und wenn die jetzt dann nachmittag freigekriegt haben, die vergessen mich, um Kindergarten abzuholen.
00:18:59: Und ich möchte dazu einsagen, psychisch ist mir überhaupt nichts passiert.
00:19:03: Weil das überhaupt nicht, weil was heute geschiss gemacht wird.
00:19:06: Also es gibt so Sätze wie... Also unser Kind wird nicht als Letztes vom Kindergarten abgeholt, weil man weiß ja nicht, ob es am psychischen Schaden gibt.
00:19:15: Meine Güte, Entschuldigung muss ich echt sagen.
00:19:17: Ich habe keinen Schaden genommen, es hat mir nicht geschadet.
00:19:20: Ich war eigentlich eher dann der VIP-Gast im Kindergarten, weil ich war dann der Letzte.
00:19:25: Und dann habe ich die Kindergärtnerin heimgebracht.
00:19:26: Also, hallo.
00:19:30: Das heißt, mit der Monika, also sprich unsere Hausdame und ich, das war wie ein familiäres Verhältnis.
00:19:37: mit diesem kleinen Moment Distanz, dass ich nicht ganz ihr Buu war und sie nicht ganz, ich sag mal, meine Oma oder Tante wäre.
00:19:46: Und diese kleine Distanz war eigentlich eher wertvoll, weil sie hat sich... Also, es gibt doch Mann und Frau, ist es ja gerne auch mal so, dass sie sagt, ihr hättest du so und so machen müssen.
00:20:05: Und er sagt, ja, aber woher soll ich das wissen?
00:20:06: Ja, das musst du spüren.
00:20:08: Das ist so eine typische Sache.
00:20:10: Das musst du spüren.
00:20:12: Wo du als Mann, wir Männer, wir spüren doch nichts.
00:20:14: Ja, Hunger.
00:20:14: Wenn man
00:20:14: es nicht gesagt hat.
00:20:16: Und manchmal muss man es auch dreimal sagen, damit man es spürt.
00:20:20: Und genau diese kleine Distanz hat verhindert, dass man vom anderen immer etwas erwartet, dass man es spüren müsste.
00:20:27: Das heißt, wir haben es eher ausgesprochen, ausgedrückt.
00:20:31: Und das war, das ist eigentlich so ein kleines Sicherheitsventil für die Reinheit der Zuneigung.
00:20:38: Ist das was, also dieses Miteinander und auch auf Augenhöhe, sagen wir so, alles, was ich so gesehen habe von den Häusern auch, die du führst und ja auch geprägt hast, da herrscht es auch.
00:20:50: Ist das was, wo dir bewusst ist, dass du das vielleicht quasi mitgenommen hast?
00:20:55: Ja, also natürlich Retroperspektiv, also das habe ich jetzt nicht mit achtzehn, habe ich nicht gewusst.
00:21:01: Entscheidend ist, glaube ich, ich habe mein Unfeld damals und Wir werden sicher nachher noch mal darauf kommen, dass, wie ich neun Jahre war, meine Eltern verunglückt sind.
00:21:11: Das ist ja auch kein Geheimnis, ich habe jetzt beim... bayerischen Fernsehen, Lebenslinien ja jetzt auch gemacht, weil ich einfach sage, Biografie haben wir ja auch geschrieben, das war der Andy Hock, der hier ein Ur-Nürnberger auch ist, der hat es ja mit und für mich geschrieben, getextet und dementsprechend ist es ja schon im Umlauf und deswegen Lebenslinien, wenn der BR Lebenslinie anfragt, dann kannst du eigentlich nicht nein sagen, weil das ja von, das kann man nicht einfach werden, da entscheidend schon wieder ein Kremium drüber, also puh.
00:21:40: Und dementsprechend ist es so, dass In den letzten Jahren hat mich dieses Hotel mit den Mitarbeitern, die ja schon meine Struktur waren, aufgefangen.
00:21:52: Und heute, also in dem Fall, vierzig Jahre später, kann ich sagen, das Entscheidende ist, ich habe dadurch gelernt oder vielleicht das Vermögen, vertrauen zu können.
00:22:06: Weil ich früher sehr vertrauensvoll ja auch von denen behandelt wurde.
00:22:10: Das bedeutet, oft scheitern gewisse Dinge.
00:22:14: dass man nicht vertraut.
00:22:15: Wenn man nicht vertraut, dann wird immer die Kontrolle größer.
00:22:17: Und dann irgendwann herrscht immer nur zwischen Kontrolle und vielleicht nicht Vertrauen.
00:22:22: Das ist so in unserer gesamten Gesellschaft.
00:22:24: Also ich möchte niemanden anprangern.
00:22:26: Ist es manchmal so ein Thema, dass man am Fehler gemessen wird zum Beispiel.
00:22:29: Und das habe ich jetzt intrinsisch nicht.
00:22:32: Das heißt, mir fällt es leichter, mit jemandem zu sagen, ich vertraue dir, du machst es jetzt.
00:22:40: Und schau, lass uns das so und so machen.
00:22:41: Und dann rede ich mit denen viel, unterstützt sie natürlich auch.
00:22:45: Und dann wachsen die auch, weil sie ein wenig freire Unterstützung kriegen.
00:22:50: Es klingt jetzt vielleicht ein bisschen so esoterisch oder philosophisch.
00:22:53: Vielleicht hat es auch einen Hauch von Philosophie.
00:22:55: Aber es ist vor allem, dass ich da angstfrei bin.
00:22:59: Oder angstfrei, ja.
00:23:00: Natürlich wirst du auch einmal enttäuscht, aber ich würde lieber ... versuche ich ... Wenn ich den Charakter eines Menschen so für mich verstanden habe und seine Stärken und Schwächen für mich gelesen habe, gehe ich lieber her und vertraue.
00:23:16: Und habt dann nachher das Risiko, dass es vielleicht nicht so geht, als dass ich nicht vertraue und mit dem Risiko lebe, dass es nie was wird.
00:23:22: Das stimmt, ja.
00:23:23: Und dann fragt man sich wahrscheinlich immer, was wäre gewesen, wenn...
00:23:26: Ja, das ist sowieso, also die Warum-Frage.
00:23:28: Das bleibt ja
00:23:28: immer.
00:23:29: Das ist so, das ist auch so etwas, merkt man ja auch immer bei uns in den Medien und Kohlen überall, wenn irgendwas passiert, dann wird wochenlang über das Warum diskutiert, als wird es was ändern.
00:23:39: Ja.
00:23:39: Wenn du weißt, warum, dann weißt du für die Zukunft, was du vielleicht verhindern könntest.
00:23:45: Aber am Schluss, ich sage mal so, ob Frauen, da habe ich den Eindruck, wenn sie lang genug über das Warum nachgedacht haben, haben sie das Problem gelöst.
00:23:54: Und das ist eben nicht so.
00:23:56: Du musst das Problem lösen und das Warum musst du erkennen.
00:23:59: Das ist manchmal so ein bisschen, wo ich mir denke, meine Güte, warum abstreifen, weitermachen.
00:24:05: Der Zusammenhalt ist ja bei euch groß und ich hab auch gelesen, gesehen, ihr habt auch so eine Art Power Briefing, wo ihr so einen Glaubenssatz, so richtig auch zusammen, sag ich mal, auch fast rausschreit oder halt so, was einen halt auch so Motivation geben kann und so.
00:24:23: Bis auf einem extremen, vielleicht, der wichtigste Punkt in den letzten zehn, fifteen Jahren.
00:24:32: Power Briefing, so ist der ... Ist das richtige Wort?
00:24:36: So ist es eingetragen.
00:24:37: Ich nenne es mittlerweile gerne Stand-up Briefing, weil wenn ich mit anderen Menschen über dieses Stand-up Briefing gesprochen habe und hab's halt als Power Briefing bezeichnet, dann haben die immer die Schotten dichtgemacht und gesagt, das kann ich nicht, will ich nicht.
00:24:49: Weil das ist so wie dieses Chaka auf der Bühne, wo einer gesagt hat, die schafft das Chaka und das ist schmarren.
00:24:55: Das Power Briefing, oder jetzt wechseln wir zum Wort Stand-up Briefing, ist das, was in den letzten Ich weiß nicht mehr genau, wann wir das eingeführt haben.
00:25:05: Der wichtigste Systemlöser für die Arbeitsmoral-Motivation von meinem Team.
00:25:13: Und ich bedauere, dass ich früher nie in einem Betrieb gearbeitet habe, wo die das schon gemacht haben.
00:25:19: Das Standard Briefing ist, und ich sage das, die Lösung für alles.
00:25:24: Punkt.
00:25:25: ist es.
00:25:25: Es ist wirklich.
00:25:26: Und es ist egal, ob es Gastronomie ist oder ein Autohaus, völlig wurscht.
00:25:30: Und die Funktionsweise ist, dass man ja im Grunde in einem Kreis steht und das machen wir jeden Tag, jeden Tag.
00:25:37: Fünf Minuten würden ausreichen und wir sind immer so bei zehn Minuten manchmal auch eine Viertelstunde.
00:25:42: Wir haben aber da natürlich unsere eigene Traktik entwickelt.
00:25:45: Aber entscheidend ist, du sprichst da keine Probleme.
00:25:48: Sondern das ist wie, als würden sich Sportler im Mittelkreis zusammenstellen und sagen, jetzt gewinnen wir.
00:25:55: Das ist eigentlich ein Push nach vorne.
00:25:57: Aber der wirkliche Effekt ist, dass es ein horizontales, jetzt nehme ich mal das Wort Kontrollfunktion, System eigentlich ist.
00:26:07: Ich muss jetzt aufpassen, dass ich nicht so weit abgleite, weil es ist eigentlich unkompliziert, aber ich fange selber an zu verkomplizieren, weil ich möchte es möglichst richtig erzählen.
00:26:17: Wenn du in diesem Kreis zusammenstehst, geht es um irgendein Thema und dann wird das besprochen und dann wird auch so ein Ball hin und her geworfen und dann wird dieses Thema einfach immer wieder weiter besprochen.
00:26:27: und immer der den Ball hat, muss noch einmal die Antwort geben auf eine Frage oder kann eine Frage stellen und durch dieses spielerische hin und her werfen.
00:26:34: und der den Ball hat darf nur der darf reden, kein anderer sonst, aber du bildest es im Kopf mit.
00:26:41: ab und durch dieses hin und her werfen Sagt das bei allen ins Herz und ist sofort in der Dynamik und zwar bei allen.
00:26:51: Und da gibt es keinen Unterschied von der Hierarchie, ob du zwei Tage oder zwanzig Jahre da bist, das wurscht.
00:26:57: Und ich mach das jetzt wirklich ein bisschen kürzer, weil sonst wird es vielleicht zu strapazös, das sich anzuhören.
00:27:02: Aber das ist der wirkliche Systemlöser, wenn wir dieses Power Briefing gemacht haben und wir starten den Abend, wir machen das immer kurz vor achtzehn Uhr.
00:27:13: Dann ist die Energie da, wir sind alle eins in dem Moment und wir gehen quasi raus und als würdest du in eine Arena gehen und dein Spiel spielen.
00:27:22: So wie kurz, kurz bevor man auf eine Bühne geht irgendwie nochmal sich sammeln und dann ist man fokussiert und man weiß es geht los, man freut sich auch drauf.
00:27:30: Und jetzt wegen dem Glaubenssatz, da möchte ich ein bisschen Zeit investieren, weil ich glaube, Mindset ist das Wichtigste, was du heutzutage in deiner In dieser Gesellschaft, was wir alle haben, es sind so viele Anforderungen und so viele Reize von draußen ist so schwierig.
00:27:49: Und deswegen ist das mein Set für einen echt wichtig.
00:27:52: Und ich habe jetzt noch nicht wieder was gelesen, dass wenn du Glück erwartest, dass es von Professor nachgewiesen wurde, dass letztendlich elektrische Ströme einfach auch dabei sind, die dich auch wirklich unterstützen, Glück zu finden.
00:28:07: Ich will jetzt... Ich weiß schon, das ist ganz schnell, dass man sagt, Wasser schmarrn.
00:28:11: Aber ich mach das jetzt einmal in einer anderen, ganz klaren Erzählung.
00:28:16: Also wir haben am Schluss immer gerufen, wir geben Gas, reach for the stars.
00:28:23: Das war unser, wir sind mir, wie bei den Bayern jetzt, ja, ich sag's im Nürnbergland, ist halt so.
00:28:29: Und dann hatten wir, wir wollten ja den zweiten Stern erreichen, und im Jahr zwei Tausendsechzehn und siebzehn haben wir den nicht bekommen.
00:28:35: Und dann habe ich mir gedacht, na klar.
00:28:38: Ja, unser Mindset war nicht richtig, weil mentales wird reales.
00:28:41: Und wenn wir alle rufen, wir geben Gas, Reach for the Stars, wir greifen nach den Sternen, dann ist es nicht richtig.
00:28:48: Und jetzt machen wir einen kleinen Switch in die Vergangenheit.
00:28:52: Es gibt einen Politiker, der heißt Pär Steinbrück, SPD.
00:28:56: Und der wollte irgendwann Mike Hansler werden.
00:28:58: Ja, klar.
00:29:00: Wir wissen es alle noch, also ich denke die meisten.
00:29:02: Ich glaube, manche vielleicht noch, aber der hatte ein... Bild gemacht, ich weiß es nicht mehr für welche große Tageszeitung, was die Süddeutsche, was die Frankfurter, was die Zeit, ich weiß es nicht mehr, die Welt, ich weiß es nicht mehr.
00:29:16: Jedenfalls ganzzeitig eher schwarz-weiß mit dem Stinkefinger.
00:29:20: Ja.
00:29:21: Und alle haben gesagt, so einer kann den Bundeskanzler werden.
00:29:24: Hat er jetzt hiermit die Wahl schon verloren?
00:29:27: Der war im Wahlkampf.
00:29:29: Zwei, drei Tage später gab es eine große Doppelseite in dieser Zeitung, wo immer ganz kleines, wie so ein Passbild, ein Prominenter war mit Bezeichnungen daneben und dann hat er einen Satz dazu gesagt.
00:29:40: Und die ganze Seite war voll.
00:29:42: Und jetzt ist natürlich klar, wenn du bei einem Prominenten sage mal Tagesschaussprecher bist, dann weißt du schon, was der sagt.
00:29:49: So, das geht ja gar nicht.
00:29:50: Und dann kommt der eine oder andere Schauspieler daher und sagt, nein, also sowas geht ja gar nicht in den Kulturkreis.
00:29:56: Und dann bin ich über den Bassisten.
00:29:58: gesteuert und da habe ich mir gedacht, das muss ich lesen und zwar entweder Ärzte oder Tote Hosen.
00:30:03: Und das ist ja eine Punkrock Band.
00:30:05: Die sind ja wirklich links orientiert.
00:30:08: Also das heißt, ich habe mir jetzt gedacht, da ist jetzt einer, der sagt,
00:30:12: geil
00:30:13: ist mein Mann.
00:30:14: Und jetzt war der Satz sinngemäß so, für ihn ist klar, dass er nicht mal Bundeskanzler werden kann, denn wenn du es werden möchtest, musst du ab dem Moment, wo du das vornimmst, dich so verhalten als wärst du es schon.
00:30:27: Das sind zwanzig Jahre, würde ich sagen.
00:30:30: Also, wir rufen, geben Gas, reach for the stars.
00:30:33: Und dann fällt mir das, wir schuppen von den Augen und haben gedacht, wir sind so plate.
00:30:37: Wir haben genau das in unser Mindset rein, was wir im Grunde auch dann bekommen haben.
00:30:45: Und dann bin ich zum Tobi-Bz, dann habe ich gesagt, Tobi, wir müssen das anders machen.
00:30:49: Wir müssen uns so fühlen, als wären wir es schon.
00:30:52: Und dann haben wir den Satz kreiert, an uns kommt keiner vorbei, wir haben zwei.
00:30:56: Wir haben das quasi nicht mehr in Frage gestellt für uns unterbewusst.
00:31:00: Und dann haben wir ein Jahr später auch den zweiten Stein gehabt.
00:31:03: Ich weiß schon, kann man darüber reden, ja, da ist es richtig, ist es nicht richtig.
00:31:08: Ich kann sagen, dass alle Erfahrungen, die ich in den letzten dreißig Jahren bewusst gemacht habe.
00:31:16: Ja, bewusst.
00:31:17: Und auch immer, wenn ich das so kontrolliert habe, wie habe ich mich da gefühlt, gedacht und gemacht.
00:31:24: So viel mit einem Inneren.
00:31:27: zusammenhängt.
00:31:27: Das ist wirklich unglaublich.
00:31:30: Und gerade in den letzten Jahren habe ich das für mich noch mehr analysiert, kann man eigentlich sagen.
00:31:36: Das ging so im Jahr zwei tausend neunzehn, zwei tausend zwanzig dann los.
00:31:40: Und habe da, deswegen kann ich auch oder rede jetzt auch da so klar darüber.
00:31:44: Das habe ich vorher noch nicht gemacht.
00:31:46: Man muss das erstmal durchdenken
00:31:49: auch.
00:31:50: Du fragst sich, war es ein Zufall, ist es keiner?
00:31:53: Und das hat ein bisschen, das braucht ja reife Zeit.
00:31:56: Das ist, aus meiner Sicht, ich kann nur sagen, ist mein Set.
00:32:01: Ich nehme es jetzt, ich sage es jetzt wirklich so, ist erst mal alles.
00:32:05: Und der Rest gibt es sich schon.
00:32:07: Ist doch nicht verkehrt auf jeden Fall.
00:32:10: Jetzt ist das Umfeld ja auch von Spitzenküche, sage ich mal schon, allgemein eher bekannt, als dass es eben hart zugeht und man auch viel Druck aushalten muss und solche Sachen.
00:32:25: Hast du das für dich gelernt, damit umzugehen?
00:32:29: oder würdest du sagen, das hat man oder man hat es nicht?
00:32:33: Wenn man anfängt und sagt, ich mache eine Lehre als Koch, dann wird man das recht schnell spüren, ob man damit klarkommt oder nicht.
00:32:41: Na ja, also erst einmal ist es ja so, aus der heutigen Zeit würde ich gerne mal, es gibt ja keinen einfachen Job mehr.
00:32:50: Gibt's ja nimmer.
00:32:51: Also Lea, wenn du jetzt, ohne dass du es mir erzählst, wenn ich mir vorstelle, was dein Alltag ist, was du mittlerweile auch für ein Druck hast, was du alles machen musst, auch der Podcast hier hat Druck.
00:33:03: Wenn er nicht läuft, wenn er genügend, sagen wir mal, ich nenn es mal Abonnenten oder Einschaltquoten, nicht abrufe, jetzt ist es nicht.
00:33:09: Ja, absolut.
00:33:10: Ja, dann hast du ein Problem.
00:33:12: Du hast den Druck auch.
00:33:13: Ja.
00:33:13: Den Druck haben wir mittlerweile alle und an jeder Position.
00:33:17: in unterschiedlichen Darstellungsformen.
00:33:19: Das ist klar.
00:33:20: Je höher du kletterst, umso höher ist der Druck auch.
00:33:24: Aber es gibt eben keinen einfachen Job mehr für mich, wenn ich mit Leuten aus dem Lebensmittel-Einzelhandel rede, die dann teilweise früh um fünf oder sechs Jahre anfangen müssen.
00:33:34: Und wenn du dann den Dienst hast, weil du die Tiefkühle einräumen musst und du musst eine Dreiviertelstunde zwischen Tiefkühle und Tiefkühle die Sachen da einräumen und immer halb gebückt.
00:33:46: Entschuldigung mal, bitte.
00:33:47: Das ist hart.
00:33:48: Die urtigt.
00:33:49: Man hat auch den Druck.
00:33:51: Überall.
00:33:51: Und das ist überall so.
00:33:53: Deswegen möchte ich auch sagen, dass das, was mir immer von Gastronomie und Küche gesprochen hat, so aus heutiger Zeit auch nicht mehr stimmt.
00:34:05: Und wir auch genau so viel aushalten wie alle anderen auch.
00:34:09: Also wir haben uns eigentlich eher angenehrt.
00:34:11: Und ich glaube, um mit ... Was ist der Druck in der Gastronomie oder sprich in der Küche, ist die Erwartungshaltung, dass du deinen Job sehr gut machst.
00:34:20: So, und das wäre die Definition.
00:34:23: Und heutzutage, wo wir alle an ein gewisses Limit gepusht wurden, das sind die gesellschaftlichen Einflüsse, das sind die wirtschaftlichen Einflüsse, ein Mindestlohn wurde ja im Grunde eingeführt, zum einen, weil dadurch mehr in die Sozialkassen reinkommt, weil das gibt ja verschiedene Töpfe.
00:34:42: Also das heißt, von der SPD, Grüne und Co.
00:34:45: hat man sich damals gedacht, hey, von acht auf zwölf Euro, die Sozialkassen werden wieder voll.
00:34:50: Den Rest muss die Wirtschaft irgendwie regeln.
00:34:53: Hat sie auch?
00:34:54: Ob das richtig oder falsch ist, möchte ich gar nichts darüber sagen, weil das steht mir gar nicht zu, weil ich das am Schluss gar nicht überblicke.
00:35:00: Aber eins kann ich sagen, es hat natürlich die Arbeitszeiten verdichtet.
00:35:04: Weil du jetzt, wo du früher vielleicht doch einmal wo man gesagt habt, ja komm.
00:35:09: halbe Stunde länger, es wurscht, was auch immer.
00:35:11: Das gibt's nicht mehr.
00:35:11: Und zwar überall.
00:35:13: Dann kommt ein bisschen ein Mangel mit dazu, dass du vielleicht eigentlich ein, zwei Mitarbeiter mehr bräuchtest, vielleicht auch gar nicht hast, aber dir vielleicht auch gar nicht leisten kannst.
00:35:20: Also das heißt, wir sind alle unter Druck.
00:35:21: Und jetzt ist dieser Druck allgegenwerklich, das merkst du auch, dass Gäste sich einfach anders verhalten, Kunden sich anders verhalten.
00:35:29: Mit Leuten, wenn du telefonierst, vielleicht mit Kunden, die du bräuchtest für dein Podcast, sie verhalten sich alle anderen, alle anders, weil da so ein... Grunddruck einfach da herrscht.
00:35:41: Wir müssen ja alle irgendwo schauen, dass wir das alles packen.
00:35:44: Und wenn du dann zu vielen sozialen Medien blätterst, dann bist du ja eigentlich Suizid gefährdet, weil sozialen Medien lernen uns, dass wir unser Leben an Dauern vergleichen.
00:35:52: Und wenn du etwas, wenn du etwas kaputt machen willst, beginne es zu vergleichen.
00:35:56: Also soziale Medien, gerade für Kinder.
00:35:59: Also ich bin zum Beispiel, ich werde total dafür, dass die immer jede Schule die Handys abgeben müssen, alle.
00:36:05: Und am Schluss ging es wieder, weil wenn sie es alle machen, dann ist es auch für alle gut.
00:36:08: Das stimmt ja.
00:36:10: Und da wieder zurück, das heißt, damit wir mit dieser Erwartungshaltung des Gastes, und es hat ja was mit Qualität, Preis, alles zu tun, müssen wir unsere Struktur sehr, sehr gut haben.
00:36:23: Deswegen machen wir Probe kochen von den einzelnen Menüs, dass wir das Nürnberg Menü nicht einfach aufschreiben und dann wird es schon, sondern wir feilen das aus.
00:36:32: Das heißt, wir haben da einen großen Aufwand, aber er schafft dann die Rahmenbedingungen, dass jeder den Zielvorgaben auch entsprechen kann.
00:36:42: Und dann kannst du damit umgehen.
00:36:44: Das ist ja das Wichtige, dass du dem Stand halten kannst und das sind die Rahmenbedingungen.
00:36:49: Und die kannst du selber setzen.
00:36:51: Ja, das stimmt natürlich.
00:36:52: Jetzt wurdest du jüngst auch von einem Branchenmagazin zum besten Koch Deutschlands gewählt.
00:36:58: Das war die hundert besten Chefs, die gekürt wurden zusammen mit Tobias Betz, mit dem du das auch in Würstburg auch führst.
00:37:07: Wie sehr hast du dich gefreut?
00:37:09: Also jetzt muss man, es gibt natürlich verschiedene Dimensionen von Auszeichnungen.
00:37:15: Da gibt es so ein paar Orts wie ... Arbeitgeber des Jahres, würde ich mal innerhalb der Branche.
00:37:21: Ja, das ist so ein Singular betrachtet, der Moment.
00:37:24: Natürlich, also der bayerische Verdienstorten, das ist schon sehr persönlich ganz toll.
00:37:29: Also das war für mich ganz, ganz, ganz, also, wach, habe mich sehr gefreut drüber.
00:37:35: Und dann gibt es natürlich so was wie Michelin.
00:37:37: Ja, und zwei Sterne zu haben.
00:37:40: Das haben wir uns erarbeitet.
00:37:41: Wir haben nichts geschenkt bekommen.
00:37:43: Gar nichts.
00:37:44: Das war natürlich für uns.
00:37:45: also Ich weiß noch, als damals der Chefreaktor angerufen hat und hat mich eingeladen zu dieser Veranstaltung und hat mir dann schon verraten, dass wir zwei Steine haben.
00:37:54: Ich darf aber nichts sagen.
00:37:56: Dann habe ich zu ihm, ich weiß noch, fast am Telefon geweint.
00:37:59: Ich habe fast gesagt, also Herr Flingenflügel, ich glaube, es ist der einzige Mann, der mich zum Weinen bringt am Telefon.
00:38:05: Und jetzt kommen wir zu Rolling Pin, diesen Branchenmagazin.
00:38:08: Und die machen das jedes Jahr, dass sie eine Liste für sie hundert besten Chefs Deutschlands im Grunde nominieren, also du wirst von denen nominiert und dann tut aber in erster Linie die Branche, also Köche-Servicemitarbeiter, Leute an der Bar wie in der Spüle völlig egal, die können abstimmen, weil du musst dann relativ komplexen Bogen ausfüllen oder du bist schon Mitglied bei Rolling Pin.
00:38:33: Und das ist eine ganze Simpel.
00:38:34: Das heißt, es gibt kein Publikumspreis.
00:38:36: So, und wenn die Branche für jemanden abstimmt, dann geht es ja immer in zwei Richtungen.
00:38:40: Das eine ist, was machen die handwerklich inhaltlich?
00:38:44: Ist das bewundernd oder beachtenswert?
00:38:47: Und dann ist natürlich das zweite.
00:38:49: Was ist denn das für ein Typ?
00:38:50: Was sind das für Menschen?
00:38:52: Sind es Leute, also ich sage mal so, an Arsch auf Platz eins, wäre jetzt schon überraschend.
00:38:58: Ja,
00:38:58: wäre nicht so
00:38:58: schön.
00:38:59: Ja, glaube ich auch nicht.
00:39:00: Also das heißt, du musst eigentlich beide Felder musst du einen.
00:39:04: Und das ist der Tobi und ich mit der ganzen Brigade.
00:39:06: Wir nehmen das nicht auf uns als Person, sondern es ist natürlich eine wirkliche Teamleistung, dass wir da auf Platz eins gekommen sind.
00:39:15: Das ist natürlich, also das ist auch once in a lifetime und das ist auch so ein besonderer Moment, dass die Branche dich da so sieht.
00:39:25: Also... Das Herz und Seele, also es ist mehr Herz und Seele ist weniger hören, das ist schon, da habe ich auch eine große Demo davor.
00:39:36: Ja.
00:39:37: Wann hast du denn gewusst, dass du kocht werden willst?
00:39:41: Na ja gut, also ich wollte eigentlich erst Tierarzt werden, weil mein Vater war Jäger und ich bin immer mit dem Jagdhund aufgewachsen, aber der hat er mal genießt, habe ich gedacht, er hat Schnupfen und dann habe ich Eukalyptoseibe.
00:39:52: Benutzt und habt ihn damit eingegremt.
00:39:54: Er fand es eigentlich cool beim cremen aber mit den eukalyptus dämpfen Das fand er mit seiner hundernase noch nicht so toll.
00:39:59: Wobei der ist er durch die wohnung gesprungen.
00:40:02: Ich habe gedacht ich bin ein wundereiler.
00:40:05: Und dann hatte der ja eine Not-OP in der Badewanne von meinem Vater.
00:40:07: dann und dann hat mein Vater gesagt, ich hätte mehr Talent, Schnitzel zu panieren.
00:40:11: Und ich glaube, dann ging es damit los.
00:40:12: Und jeder, der da keine Ausbildungsstelle bekommen, dann habe ich den Film Rainbow gesehen.
00:40:17: Wollte ich Einzelkämpfer werden.
00:40:19: Das war die O-Bahn nicht so gut.
00:40:21: Aber es haben wir keine Reihe geredet.
00:40:23: Ja, Rennfahrer war genauso mit dabei.
00:40:26: Und aber einfach koch, ich bin da.
00:40:29: Ich habe da meine ersten Erfolge als kleines Menschlein.
00:40:34: als Person gemacht und das war eigentlich, glaube ich, das Wertvollste.
00:40:37: und so kam ich dann da rein, ja.
00:40:39: Und dein Sohn ist auch koch geworden.
00:40:41: Genau, genau.
00:40:42: Und wird man euch irgendwann auch mal zusammen im Fernsehen sehen oder macht da jeder so sein Ding?
00:40:49: Also ich könnte mir das sehr gut vorstellen, dass man uns irgendwann nochmal sieht, aber der Zeitpunkt ist ja nicht meiner, sondern sein Zeitpunkt.
00:40:56: Und ich glaube, jetzt geht es darum, dass er sich maximal erst einmal von mir soweit abkapselt, also nicht als Vater, sondern als Kochberuf und einfach seinen eigenen Weg macht, weil das Problem bei Väter und Söhnen ist, dass es ja immer so eine Vergleichsstruktur gibt und die würde ich gerne scheuen wollen und zwar deshalb, weil mein Respekt ihm gegenüber viel zu hoch ist, ich möchte ihm nicht im Wege stehen und ich möchte auch nicht, dass er Man muss aufpassen, mit wem man sich im Leben auch vergleicht.
00:41:31: Und ich hatte gewisse Dinge, da hatte ich echt Glück.
00:41:34: Und da kann er vielleicht hinschauen, welchen Weg ich gegangen bin.
00:41:38: Aber ich finde, da soll das sich nicht vergleichen.
00:41:40: Ich habe auch Dinge gemacht, wo ich sage, bitte, übernimmt das
00:41:43: nicht.
00:41:44: Ja,
00:41:44: also ich möchte auf gar keinen Fall der perfekte Über... Vater oder vielleicht auch Fachmann daherkommen.
00:41:51: Deswegen ist es wichtig, dass er seinen Weg macht und seine Stärken findet.
00:41:56: Es geht ja in erster Linie im Leben geht es darum seine eigenen Stärken rauszukristallisieren.
00:42:01: Denn wenn du jemanden fragst, was kannst du besonders gut, dann ist es in der Regel so, dass er das nicht artikulieren kann.
00:42:06: Wenn ich sage, was kannst du nicht gut, dann
00:42:08: können sie... Dann fallen einem sofort sagen.
00:42:10: Genau.
00:42:10: Und da müssen wir aufpassen, sind wir wieder bei Mindset.
00:42:14: Bitte überlegt alle miteinander, was macht ihr besonders gut?
00:42:18: und haltet euch das vor Augen, weil dann werden auch einfach vielleicht die Fehlerquote bei gewissen Dingen auch kleiner, weil man sich mehr aus positive Konzentriert auf seine Kraft.
00:42:28: und wenn man das findet, dann kann man auch seinen Weg natürlich auch besser gehen.
00:42:32: Und das möchte ich, dass er macht.
00:42:34: Und wenn er dann nochmal entscheidet, er würde das ganz gerne machen, dann können wir drüber reden.
00:42:38: Aber ich bin sicherlich nicht der, der ihn ins Fernsehen zerrt.
00:42:42: Du hast es vorhin schon erwähnt, als Kind hast du deine Eltern sehr früh verloren, als du neun Jahre alt warst, sind sie bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
00:42:52: Wie hast du die Trauer für dich verarbeitet?
00:42:57: Ja, das ist natürlich, wenn man in den Neunzehnundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund dass man das nicht einfach so
00:43:15: wegsteckt.
00:43:16: Und ich mache jetzt auch mal, glaube ich, etwas Wichtiges zum Thema Trauer auf.
00:43:22: Ich vergleiche Trauer gerne mit einem reißenden Fluss.
00:43:26: Und in die fällst du jetzt hinein.
00:43:28: Und jetzt kannst du versuchen, gegen diesen Fluss anzuspimmen.
00:43:32: Das kostet viel Kraft, ja.
00:43:33: Und du wirst wahrscheinlich die Kraft verlieren und gehst eher in dieser Trauer unter.
00:43:38: Also du musst Trauer auch zulassen können.
00:43:40: Jetzt darfst du aber nicht einfach nur dich mitreißen lassen, weil dann wirst du auch irgendwann einmal hier.
00:43:48: Wasserfall stürzt du auch ab.
00:43:50: Du musst schon weiter schwimmen und musst schauen, dass du so schnell wie möglich an Land kommst.
00:43:57: Und deswegen ist es so, dass wenn ich Menschen sehe, die so in einer Trauersituation sind, zulassen.
00:44:05: aber nicht die Dynamik verlieren.
00:44:06: Also du kannst gegen Trauer nicht einfach ankämpfen, du musst sie verarbeiten.
00:44:10: Und so war das bei mir so, dass ich damals erst so nach einem halben Jahr im Grunde das so richtig gespürt habe.
00:44:16: vorher nicht, weil das Korsett war ja da.
00:44:20: Und ich habe eigentlich mein Leben so gelebt.
00:44:22: Und da war es natürlich dann so, dass zum damaligen Zeitpunkt die Erwachsenen eigentlich aus der Trauer zu einem hohen Prozentsatz wieder draußen waren.
00:44:30: Und da ging die bei mir erst so richtig los.
00:44:32: Aber da muss ich auch ein Kompliment schon machen an meine Familie.
00:44:35: Die haben das dann schon auch gemerkt und zum damaligen, zur damaligen Methodik auch gut gemacht.
00:44:41: Ja, muss man sagen.
00:44:42: Aber es ist ein Prozess, ist so.
00:44:46: Nach der Lehre hattest du ja auch Stationen überall im Grunde.
00:44:51: Ganz verschiedene auch in Europa.
00:44:54: Und
00:44:54: bis dann aber mit vierundzwanzig Jahren wieder zurück nach Wirsberg zum Familienhotel.
00:45:00: Hast du gewusst, dass du irgendwann zurückkehren wirst?
00:45:04: Also hattest du immer diese Heimatverbundenheit, dass du wusstest, dass auf lange Sicht wird das wieder?
00:45:11: Ja, das war quasi für mich klar.
00:45:13: Also mit dem ersten Moment, wo ich gesagt habe, jetzt werde ich kochen, war für mich klar, dass ich da zurückkomme.
00:45:20: Und das ist natürlich Fluch und Segen.
00:45:22: Es ist insofern ein Segen, weil du alles, was du tust, automatisch ausrichtest, bringt es dir was später mal für zu Hause oder nicht.
00:45:29: Aber es ist natürlich auch der Fluch, weil du musst aufpassen, ob deine sich vielleicht Türen für Chancen geöffnet haben, die ich gar nicht gesehen habe.
00:45:36: Also deswegen ist es eine Medaille und es sind zwei Seiten.
00:45:42: Aber ich bereue nichts, aber das ist jetzt, kommen wir wieder zurück zu meinem Sohn, weil von ich möchte ihm Orientierung geben, dass ich sage, ja, mach das mit im Koch.
00:45:52: Und wie das mit Würsberg, oder vielleicht wird es Nürnberg oder was auch immer, ist, das kann man auch sehen.
00:45:58: Da muss man jetzt sich noch keine Gedanken machen.
00:46:02: Ich gebe Ihnen eher das Gefühl, dass Sicherheit zurückkommen könnte.
00:46:05: Aber ich möchte, dass es, dass alle Türen, die sich vor ihm öffnen, dass er jede nutzt, um darüber nachzudenken, ob er da durchgeht.
00:46:15: Und deswegen für mich war klar Würsberg und es war auch gut so.
00:46:18: Du hast ja dann auch viel weiterentwickelt und hattest deine Ideen auch einfach umsetzen wollen.
00:46:25: Warst du damals schon so selbstbewusst, dass du eben wusstest, wir müssen auch was verändern, mit der Zeit vielleicht gehen und uns einfach verändern?
00:46:33: Hast du da so selbstbewusstsein gehabt, da so ran zu gehen?
00:46:37: Oder wie war das?
00:46:40: Ich bin ja quasi nach Hause gegangen.
00:46:43: Sollte eigentlich erst nur so drei Monate bleiben.
00:46:46: Ich hatte gerade Küchenmeister hinter mir.
00:46:48: Und wollte dann eigentlich nochmal los.
00:46:50: Damals hat dann aber unser langjähriger Kükenchef, der schon über zwölf Jahr da war, gesagt, er nimmt eine Position in einem anderen Projekt an.
00:47:00: Das hatte viel mit Bauern zu tun, die sich dann so hat, selbstständig gemacht haben mit einem ganz tollen Projekt.
00:47:07: Und dann war ich eigentlich zu Hause und dann war ich schon da.
00:47:10: So, war so.
00:47:11: Und wenn man sich das mal vorstellt, also man muss da, glaube ich, so kurz mal sich bewusst werden und eintauchen, neunzig, ging es so ein bisschen ums Internet.
00:47:19: Ja, also ja, Computer schon, aber nicht jeder Arbeitsplatz.
00:47:24: Laptop braucht man gar nicht darüber reden.
00:47:26: Ja, da kann ich mir noch überlegen, meinen ersten Laptop habe ich von Aldi gekauft damals, weil der im Angebot war und mit Aldi da was hatte.
00:47:32: Weiß nicht, zweitausend Mark oder so, also schon viel Geld.
00:47:35: Ich weiß noch, der erste Computer war so ein Familiencomputer, der stand bei uns im Wohnzimmer, dann bis der Router sich eingewählt hat, dieses Geräusch und so.
00:47:43: Das war ja noch eine ganz andere Zeit.
00:47:45: Ja, und das war es, und das muss man mal verstehen.
00:47:48: Also, zwei tausend sieben wurde das erste Smartphone, also das iPhone.
00:47:54: Also wenn man das jetzt mal so anschaut, was das für ein kurzer Zeitraum ist und was das massiv verändert hat in der Gesellschaft, bei uns allen, was das verändert hat, und davor war alles ein bisschen simpler eigentlich.
00:48:09: Ich hatte eine andere Geschwindigkeit gehabt.
00:48:11: Und dementsprechend, mir war klar, ich muss was ändern.
00:48:15: Das ist logisch, das ist ja auch, wenn du dahin kommst, dann möchtest du ja auch was ändern.
00:48:19: Und ich konnte das eigentlich auf der einen Seite im geschützten Raum machen, weil es halt noch keiner mitgekriegt.
00:48:24: Also meine Fehler hat keiner mitgekriegt und das was gut war, hat aber succinach keiner mitgekriegt, aber zumindest sind die Leute gekommen.
00:48:30: Also das war ganz einfach eine Struktur.
00:48:33: Und ich weiß auch noch damals, wenn ein Artikel irgendwo in der Zeitung von einem Gastronom, Hotel oder Koch oder was auch immer erschienen, das hatte eine ganz ganz besondere Wertigkeit auch.
00:48:44: Und das war für uns schon wichtig.
00:48:45: Und ich bin da reingewachsen.
00:48:47: Es hat aber schon auch gedauert.
00:48:48: Also ich kann jetzt nicht sagen, dass ich so nach drei Monaten Bescheid wusste, ich rede jetzt eher davon.
00:48:54: Den ersten Stern haben wir gekriegt, glaube ich, im Jahr two-tausend acht.
00:48:58: Und ich würde mal behaupten, so fünf bis zehn Jahre habe ich echt noch gebraucht, um zu Hause zu kapieren, wie ich manche Sachen auch machen möchte.
00:49:09: Hat auch damit was zu tun.
00:49:10: Heute hast du einen an der Spektrum auch Informationen dafür zu holen, hast natürlich auch einen hohen Konkurrenzdruck.
00:49:16: Also für und wieder, aber das war so, hat schon gedauert.
00:49:20: Also ich war kein Schnellsprinter, kein Blitzmerger.
00:49:25: Und zwischen dem ersten Stern, im Jahr zwei Tausend acht und dem zwei in zwei Tausend neunzehn ist ja eine Zeit und auch ist ja auch nicht einfach überhaupt den ersten Stern zu halten.
00:49:37: Wie war das für dich?
00:49:40: Würdest du sagen, man muss Geduld haben und es lehrt einem auch Demut?
00:49:45: Na ja, man muss jetzt aufpassen, dass man nicht selber eine Art Überheblichkeit verfällt, die kontraproduktiv ist.
00:49:55: Natürlich, der erste Stern, das waren schon so vier, fünf Jahre, wo ich da drauf hingearbeitet habe.
00:50:00: Und der war schon sehr wichtig, sehr, sehr wichtig.
00:50:04: Weil das war ein Ziel, das wollte ich haben.
00:50:07: Zweite und dritter Stern ist schon etwas... Mote der Dengst.
00:50:11: Ja,
00:50:12: schaffen wir das vielleicht mal.
00:50:14: Oh, ich weiß auch noch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das war auch so, das Sondern nur, wie wollen wir sein?
00:50:40: Welche Werte wollen wir haben?
00:50:41: Welche Haltung?
00:50:43: Und das war auch für mich wichtig mit dem Tobias zusammen, weil für mich war klar, wenn ich auch mit dem Betrieb weiter wachsen möchte, ich als Mensch, so wie der Betrieb, dann muss ich einen Schritt weitergehen.
00:50:56: Das heißt, ich muss einen Schritt weiter aus der Küche rausgehen.
00:50:59: Und dadurch bin ich ja ein Vakuum, wo der Tobias hineinschreitet.
00:51:02: Das machen wir eigentlich seit über sechzehn Jahren so.
00:51:05: Also auch so gesehen.
00:51:07: Wenn jetzt heißt, dass das Aura ist, Hermann und Bäts, da stehen unsere Namen, das ist wichtig und auch richtig.
00:51:16: Aber wir haben auch zusätzlich schon noch mal auch einen Kükenchef und einen Zuschäft weiter.
00:51:20: Also es ist nicht so, dass wir da alles mal allein machen, das Quatsch.
00:51:26: Aber entscheidend ist, irgendwann haben wir uns schon auch das Ziel gesetzt, einen zweiten Stern erreichen zu wollen.
00:51:34: Jetzt musst du aufpassen, dass du nicht überheblich wirst, dass du sagst, das machen wir mal locker, dann musst du bei dir bleiben.
00:51:39: Und wir haben so, so wir haben so und so überlegt, das wäre ein wirklich und auch ein wichtiges Ziel, weil du musst sehr steigern.
00:51:46: Kannst du nicht immer nur bei dem bleiben, was du hast, das Leben.
00:51:49: Es gibt ein Gesetz, das ist Wachstum.
00:51:51: Wenn ein Baum sagen würde, ich will jetzt nicht mehr wachsen, dann wachsen die anderen drüber, kriegt der Kerl nicht mehr.
00:51:55: Also er muss, Wachstum ist ein Lebensgesetz.
00:51:58: Und so haben wir in den Zwei-Sterne-Restaurant zum Essen gegangen.
00:52:00: Und dann haben wir so in den Zwei-Sterne-Restaurant zum Essen gegangen.
00:52:03: Und dann haben wir so in den Zwei-Sterne-Restaurant zum Essen gegangen.
00:52:06: Und dann haben wir so in den Zwei-Sterne-Restaurant zum Essen gegangen.
00:52:08: Und dann haben wir so in den Zwei-Sterne-Restaurant zum Essen gegangen.
00:52:10: Und dann haben wir so in den Zwei-Sterne-Restaurant zum Essen gegangen.
00:52:13: Und dann haben wir so in den Zwei-Sterne-Restaurant zum Essen gegangen.
00:52:15: Und dann haben wir so in den Zwei-Sterne-Restaurant zum Essen gegangen.
00:52:19: Und dann haben wir so in den Zwei-Sterne-Restaurant zum Essen gegangen.
00:52:23: Und dann haben wir so in den Zwei-Sterne-Restaurant zum Essen gegangen.
00:52:26: Und dann haben wir so nach außen sagen und ihnen nicht überzeugt sein.
00:52:29: Deswegen brauchst du diese zwei Welten.
00:52:31: Und so ist es dann entstanden und ich bin schon sehr dankbar, dass wir den zweiten Stern erreicht haben.
00:52:37: Und ja, natürlich, du kannst alles wieder im Leben verlieren.
00:52:41: Aber ich lebe lieber mit dem Risiko, etwas zu verlieren, als mit diesem unerfüllten Wunsch, es sehr erreicht zu haben.
00:52:49: Das stimmt, ja.
00:52:50: Und das Leben ... ist unvorhersehbar, man weiß nicht, wie es kommt und auch so, dann muss man improvisieren, je nachdem, was dann die Situation ist, vielleicht.
00:52:59: Genau.
00:53:01: Ich habe gelesen, dass du damals in einer Zeitungsannonce gelesen hast, dass ein TV-Koch sozusagen oder ein Koch gesucht wird für eine Fernsehsendung.
00:53:11: War das damals ein spontaner Impuls, das du dann gesagt hast, das probiere ich jetzt?
00:53:15: Oder hast du schon geahnt, dass das auch wirklich ein... Bedeutender Türen öffner werden.
00:53:20: Die Bedeutung war damals nicht ansatzweise zu spüren.
00:53:23: Das war fürs Koch-Duell und eigentlich war die Anfrage so, dass die Romantico-Tay-Corporation, der wir waren, hat gesagt, bei Vox gibt es eine Sendung und da kann man Gutschein spenden für den Sieger.
00:53:36: Und da musste man, glaube ich, drei tausend Mark zahlen, dass die hier alles abfilmen und so weiter.
00:53:41: Und drei tausend Mark damals.
00:53:44: Es war so wie als würde ich heute sagen, sechstausend Euro.
00:53:48: Ja, also so von der Wehrigkeit her, wo du sagst, boah, drei tausend Magesen und schon überlegen.
00:53:52: Ja.
00:53:55: Und dann hat mir ein Romantik-Kollege gesagt, da schau mal her, die haben in der Zeitung auch eben diese Annonce drin.
00:54:02: Sie suchen auch Fernsehköche.
00:54:03: Und dann habe ich mir gedacht, na ja, dann gehe ich halt einmal hin.
00:54:06: Da habe ich mich da beworben.
00:54:07: Ich habe halt ganz naiv gedacht, da ist man halt dann mal dabei.
00:54:11: Ja, also ich wusste nicht, dass die eigentlich... Mir
00:54:12: so once in a lifetime, dass man sagt, ach, das mache ich jetzt halt
00:54:15: mal.
00:54:15: Ja, machen wir mal.
00:54:15: Also es gab das ja vorher nicht.
00:54:18: Als... ... tägliche Kochsendung.
00:54:22: Vor uns war ... ... Max Inzinger ... ... in der Drehscheibe damals ... ... natürlich auf den dritten Programmen ... ... auch ein Lafer im ZDF-Mal ... ... und natürlich Schubeck.
00:54:34: Ja, und dann wurde es eigentlich schon dünn ... ... und dann kam Biolack.
00:54:37: So.
00:54:38: Und das war's.
00:54:38: Also viel mehr fallen wir jetzt nicht ein.
00:54:40: Es gibt natürlich noch ... ... paar andere auch, aber das waren dann ... ... im Norddeutschen Rundfunk, ... ... war's vielleicht Rainer Sass oder was auch immer.
00:54:47: Und nun also, das heißt, es gab schon ... paar Köche aber im Großen und Ganzen.
00:54:51: Ja, es war noch vor einer täglichen Sendung bei einem Privat-Sender.
00:54:58: Und dann bin ich da, habe ich mich beworben, bin hingefahren und dann mit seinem klassischen Casting und dann habe ich die einfach überzeugt.
00:55:06: und dann haben die gesagt, der kommt wieder und dann ging es scheibchenweise, kann man sagen, los.
00:55:11: Es ist ja schon auch ein riesen Standbein.
00:55:14: Hast du Fans, die auch so alles verfolgen und sich auch bei dir melden und so?
00:55:20: Also eine Fanin gibt es wirklich, die hat mir jahrelang jedes Jahr ein Fotoalbum immer geschickt, wo sie zum Beispiel vom Fernseher Sendungen abfotografiert hat, die hat alles, was in Nürnberg in den Zeitungen war, ausgeschnitten, reingeklebt und so weiter.
00:55:35: Also das war echt toll, ich glaube es waren zehn Jahre oder sowas.
00:55:39: Villaweinkrieg ist nicht mehr, aber naja.
00:55:41: Und das war schon toll und die habe ich auch noch.
00:55:46: Das ist jetzt
00:55:46: nicht
00:55:48: besonders schön fotografiert gewesen, aber mit viel Liebe gemacht.
00:55:52: Also es gibt schon ein paar, die das tun, aber ich habe da irgendwie, es wird mir wenig kommuniziert, weil ich laufe ja nicht hin und schaue alles.
00:56:03: Das wäre jetzt auch doof, weil ich nicht komisch vorkomme.
00:56:06: Aber hattest du am Anfang in dieser TV-Welt sozusagen auch ein bisschen Sorge, wenn so ein großes Publikum ist, wie sich das vielleicht auswirkt oder wie die Leute auf dich reagieren?
00:56:19: Ja, meine Hoffnung war eher, dass viele Leute zum Essen kommen nach Würstberg.
00:56:22: Das war eigentlich ganz banal die Hoffnung.
00:56:25: Also das war das, was angetrieben hat.
00:56:29: Weil das war ja schnell zu erkennen, ein Fernseherauftritt, wie ich vorhin schon gesagt habe, ein einziger Journalist, der mal in der Tageszeitung was geschrieben hat, war eine wichtige Währung.
00:56:39: Heutzutage mit Social Media ist ein Artikel ja nix.
00:56:45: Das ist ja schon das Verrückte.
00:56:46: Und ich weiß auch noch, wie ich beim Kochtuell war.
00:56:48: Wenn es immer ausgestrahlt wurde, dann habe ich immer am nächsten Tag gefragt, und wie ist es gelaufen?
00:56:53: Da haben die an der Rezeption gesagt, Chef, super, gestern haben.
00:56:56: Dreiundvierzig Leute haben angerufen und sich einen Prospekt bestellt.
00:57:00: Das war damals die Währung.
00:57:03: Das wäre so, als hättest du ein Post und es gäbe dreiundvierzig Likes drunter.
00:57:07: Und es war für uns, ich habe mir gedacht, weil wenn dreiundvierzig Leute einen Prospekt wollen, dann habe ich schon gesagt, dann sind es bestimmt sechsohnundachtzig Personen, die zum Essen kommen, die kommen zu zweit.
00:57:15: Und so habe ich gerechnet.
00:57:17: Und habe mich gefreut darüber, weil Wurstberg, ich meine irgendwo zwischen Beirut und Kulmbach, da ist weder Industrie noch, noch Großtourismus, das ist schon, ja, ja.
00:57:28: Also, dass wir ... mit zwei Steinen, mit all dem, ... ... soweit gekommen sind in Würsberg ... ... hat, ... ... mit zwei Dingen zu tun, ... ... dass wir wirklich ... ... ... dreißig Jahre oder sagen wir mal ... ... fünfzehn Jahre ... ... mit, ich nehme jetzt mal so ... ... ab dem ersten Stern so mit dazu, ... ... ganz konsequent ... ... an der Qualität gearbeitet haben.
00:57:50: Und zwar ... ... jeden Tag so ... ... als gäbe es gefühlt kein Morgen, ... ... also ich überspitze es jetzt ein bisschen.
00:57:57: Wir haben aus ... ... aus all den finanziellen ... ... Situationen, die wir hatten, ... Wir haben oft wenig Mittel gehabt und mussten viel machen.
00:58:03: Wenn die Leute bei uns angehalten haben, haben sie hohe Erwartungen gehabt durchs Fernsehen.
00:58:08: Die mussten wir, vor allem dann durch menschliche Qualität, durch Emotionen und Persönlichkeit, mussten wir die noch ein bisschen abfangen.
00:58:14: Wir mussten besonders werden.
00:58:16: Das heißt, die letzten fifteen Jahren waren für uns schon auch Trainingslager besonders zu werden.
00:58:23: Nicht aus der Hybris, was Narzissisches oder aus dem Ego heraus, nein, für den Gast.
00:58:30: Damit uns das gelungen ist, haben wir also quasi unsere Hausaufgaben gemacht, war Fernsehe natürlich schon extrem wichtig, weil jetzt reden wir davon, dass es in der Koch-Duell los ging.
00:58:41: Ich glaube, die erste Ausgestalt von mir, also ich bin fast dreißig Jahre dabei und auch immer noch darf man auch nicht unterschätzen.
00:58:48: Und da bin ich schon sehr dankbar.
00:58:50: Und das war für uns die größte Unterstützung.
00:58:53: Wir haben also die Unterstützung von außen.
00:58:55: gemacht, haben eine Erwartungshaltung aufgebaut und in Würzberg.
00:58:59: Und dann jetzt, eben seit dem Jahr hier in Nürnberg, muss die erfüllt werden.
00:59:03: Du hast es gesagt seit dreißig Jahren und immer noch, das ist auch was Besonderes.
00:59:07: Und du hast in deiner Autobiografie auch thematisiert, dass du durch eine Diagnose kurz vor dem vierzigsten Geburtstag dann, also Hautkrebs und OP, dann war und du kurzzeitig den Geschmackssinn verloren hattest.
00:59:24: und das aber sehr lange ja geheim gehalten hast, auch weil man ja nicht wissen konnte, wie sich dann alles weiterentwickelt.
00:59:35: Na ja, es war, also man muss es vielleicht, das war ein merklig, Zellkarazinom am Oberarm, es ist so ein Hautkrebsart.
00:59:42: Also, das haben wir durch Zufall eigentlich so ein bisschen rausgeschnitten und dann haben wir es halt untersucht und dann ist es rausgekommen.
00:59:50: Am Anfangsstadion, naja, dann hast du gleich einen OP, lümpfe raus an die eine, die es betrifft und so weiter.
00:59:56: Und dann hast du halt auch Bestrahlung.
00:59:58: Also, ich hatte keine Chemo gebraucht, Gott sei Dank, dass dann wäre es nicht stoppen zu, also da kann man es nicht verheimlichen.
01:00:05: Aber so habe ich es quasi keinen gesagt, vielleicht drei, vier Leuten, weil ich wollte eins verhindern.
01:00:11: Das ist ja jetzt vierzehn Jahre her, also kann man das selber mal zurückdatieren.
01:00:15: Zum damaligen Zeitpunkt, das war so der Beginn der Social Media Geschichten und so weiter.
01:00:19: Und ich wollte nicht, dass das publik wird, weil ich auch nicht wollte, dass zum Beispiel Leute zu Hause sitzen, schauen CDF damals Küchenschlacht, hab ich viel gemacht und sehen dann, ach Gott, der arme Herr Mandascha, den geht's ja gar nicht so gut.
01:00:35: Und dann kommt nämlich ein Sender auf die Idee.
01:00:38: Und sagt, Mensch, kümmern Sie sich erst mal um Ihre Gesundheit, erholen Sie sich gut.
01:00:42: Ja, und dann hatte ich eine Angst, wenn ich rausrotiert werde.
01:00:48: Und bin vielleicht der halbe, ich sage nicht mehr dabei.
01:00:49: Also abgesehen davon, dass das auch eine gewisse Form von Verdienst war.
01:00:52: Also es ist so, Fernsehen zu arbeiten, manchmal ist es erstaunlich wenig.
01:00:58: Wo Leute denken, da kriegt man viel mehr, da kriegt man manchmal bloß wirklich, also das ist nicht wirklich.
01:01:04: nicht zu beachten.
01:01:06: Und es gibt natürlich auch diese Big Points, die sind sehr rar.
01:01:10: Aber entscheidend ist, ich hatte echt Angst, dass wenn ich rausgenommen werde, nicht wieder zurückgenommen werde.
01:01:20: Wenn der Platz gefüllt ist, man weiß nie.
01:01:22: So
01:01:22: ist es.
01:01:23: Und deswegen habe ich das einfach auf Heimlicht.
01:01:26: War halt auch schmerzhaft, weil wenn du den Oberarm und die Achsel bestrahlst.
01:01:32: Das ist dann irgendwann unangenehm, es war damals so, es ging im Juni, Juli, August war das in der Zeit und dann ist es auch ganz warm draußen.
01:01:40: Also war nicht witzig, aber notwendig.
01:01:46: Du stehst auch für Franken und repräsentierst Franken auch im Fernsehen.
01:01:51: Was würdest du denn sagen, was die fränkische Seele ausmacht?
01:01:59: Ich komme jetzt mal mit Bayern, damit man das versteht.
01:02:04: Bayern hat ja damals für die Loyalität und die Treue beim Kampf gegen Napoleon Franken geschenkt bekommen, als Belohnung.
01:02:16: Wenn du also jemanden als Belohnung irgendetwas schenkst, dann schenkst du was besonders Schönes.
01:02:22: Ja, was sehr wertvoll ist.
01:02:24: Jetzt haben also die Bayern Franken geschenkt bekommen.
01:02:27: Und jetzt waren die Jahrzehnte lang, die sind ja südlicher, also sind sie unter uns, haben die aufgeschaut zu uns und haben sich gedacht, Gott, wir haben dieses schöne Franken, noch besseres Bier, den Wein, dann haben die mit den Nürnberger Brotwürsten und den Lebkuchen, haben die Weltruhm, wir haben die besseren Metzger, die größeren Brotstücke, die schöneren Damen und Herren natürlich und die Kultur, die wir haben.
01:02:52: Ja, also die Kultur.
01:02:54: Jetzt hasen die da unten, die haben ja nur eine weise Wurst.
01:02:57: Wir haben die ja nicht.
01:02:58: Und die können halt der Brezen zampf halten.
01:02:59: Das können sie schon ausgezeichnet sein.
01:03:01: Das lassen wir ihnen.
01:03:02: Und dann schauen die dann auf.
01:03:03: Und dann waren die natürlich erzählange in einer Art Schockstarre.
01:03:05: Die konnten das gar nicht verstehen, dass sie so was Tolles geschenkt kriegt haben.
01:03:08: Und mir waren jetzt da und hab gesagt, na jetzt kommt's halt her.
01:03:11: Und hab zu uns halt auch gern, wenn wir schon besonders wertvoll sind.
01:03:15: Und dieser Kontrast hat uns über Jahre hinweg auch so ein bisschen, wo wir gedacht haben, na ja, wenn sonst, obwohl wir so schön sind.
01:03:23: Ein bisschen mehr Händens uns jetzt schon mögen können.
01:03:25: Ich meine jetzt seit Mittlerweile haben wir es ja geklärt.
01:03:28: Jetzt ist Franken Bayern, die Geschichte ist für mich erledigt.
01:03:31: Ja, also auch dass der Markus jetzt da unten in der Staatskanzlei sitzt, jetzt wissen sie mal wie es läuft.
01:03:38: Aber entscheidend ist dabei, wir Franken haben nie was einfach nur so geschenkt kriegt.
01:03:46: Also weder touristisch noch sonst irgendwas.
01:03:48: Wir müssen uns das immer alle erarbeiten.
01:03:50: Auch jahrzehntelang, es ist einfach so durch die Grenznähe mit natürlich damals zur DDR, haben wir ein bisschen mehr Schatten gehabt, weil so ein Mauer wirft ein wenig an Schatten.
01:04:00: Und wir mussten uns da immer ein bisschen daraus befreien.
01:04:02: Das heißt, wir sind auf der einen Seite bodenständig und jetzt kommt etwas sehr sympathisches.
01:04:07: Wenn wir Erfolge haben, dann übertreiben wir es nicht.
01:04:10: Ja, also ich sage immer so, man macht nicht aus einem Stück Kaka-Kaka-Schokomus.
01:04:14: Wir sind ehrlich und wir haben immer noch einen Hauch demut.
01:04:19: Und haben aber trotzdem die Chance, wirklich beim Weltraum oben mitzuschwimmen.
01:04:24: Aber es sind dann nicht unsympathisch.
01:04:26: Wir sind nicht die Aufgracher.
01:04:27: Das ist doch gut.
01:04:27: Also, uns muss man mögen.
01:04:29: Ja, man muss uns einfach mögen.
01:04:31: Als Dialekttechnisch ist es halt auch so, wie wir, wir haben halt halt didaktisch reduziert, das einfach beten, weil D und D, B und B oder G und G.
01:04:39: Aber wir kommen zu Recht.
01:04:40: Voll.
01:04:41: Ja.
01:04:42: Oder was ich zum Beispiel auch, was mir mal auffällt, wir fragen, sagen ja statt das, wir sagen ja dess.
01:04:50: Das ist zum Beispiel, das sag ich schon wieder, das ist zum Beispiel auch so, also ich krieg das auch nicht weg.
01:04:55: Wenn man Dr.
01:04:56: Markus Söder mal reden hört, dann sagt er immer öfters mal das.
01:05:00: Und da sieht man mal, dass wir auch mit unserer Sprache sind wir auf der politisch obersten Stufe angekommen.
01:05:08: Absolut.
01:05:10: Wenn man jetzt so in die Zukunft blickt, was hast du alles noch vor?
01:05:19: Also die Zukunft, da muss ich sagen, die wird mir manchmal auch echt deswegen Angst und Bange, weil ich bin ein sehr politischer Mensch, also mich erreicht Politik total.
01:05:32: was passiert.
01:05:33: Zum Beispiel Wetter ist mir egal, ja.
01:05:35: Also es gibt ja wetterfühlige Menschen, die sagen, ah, das Wetter ist so schlecht, mir geht es nicht gut, das ist mir egal, weil ich kann im Wetter nichts ändern.
01:05:40: Also, Vikal, Valentin, wenn es regnet lächlich trotzdem, weil wenn es nicht regnet, wenn ich nicht lächle, regnet es weiter.
01:05:48: Also, da bin ich ähnlich.
01:05:51: Ich nehme das Teil, weil es gar nicht wahr, nur ist die Jagd so dünn oder zu dick.
01:05:54: Aber politische Dinge triggern mich schon und Es ist halt einfach auch faktisch, wenn man sich das anschaut und deswegen bin ich auch von manchen Medien auch echt enttäuscht, dass manchmal journalistische Jobs besser gemacht werden, weil mein Deutschland ist quasi pleite.
01:06:12: Also die Kohle ist weg, wir stehen wirklich in einer ganz blöden Geschichte einfach da und ich finde einfach, man muss sich mal auf Dinge konzentrieren, die eigentlich wertvoller sind als immer.
01:06:21: nur, ich möchte jetzt nicht sagen, Auflage zu machen.
01:06:24: Das gehört schon dazu, verstehe ich auch.
01:06:27: Aber da müsste manchmal etwas mehr journalistischer Geist, würde ich mir da wünschen.
01:06:31: Aber vielleicht schrampt der auch an mir vorbei.
01:06:34: Manche Veröffentlichungen, die ich nicht so mitkriege.
01:06:36: Deswegen ist es schon so, dass ich, was die Zukunft angeht, mir schon genau überlegen muss, was müssen wir tun.
01:06:43: Und ich kann eins ganz klar sagen, wir strukturieren gerade Würsberg, unser Gourmet-Restaurant.
01:06:50: Bin ich schon dabei, was ist aus unserer Sicht?
01:06:54: die ein Gourmet Restaurant haben, besucht der Zukunft.
01:06:57: Und da haben wir ja dieses Jahr schon mit zwei Pop-up-Momenten mit dem Anime Unchained begonnen.
01:07:03: Das ist so ein Pop-up-Restaurant, wo wir zweimal fünf, also zweimal zehn Tage haben wir das gemacht.
01:07:10: Wo wir austesten, was wir unser nächstes Level ist.
01:07:14: Und das wollen wir nächstes Jahr auch nochmal machen.
01:07:16: Also wir arbeiten jetzt zwei Jahre im Grunde dann daran, unsere neue Lösung zu finden.
01:07:22: Ich brauche die auch.
01:07:23: Ich brauche die deshalb, weil du kannst, also die Kosten steigen und steigen und steigen.
01:07:28: Ich weiß auch gar nicht mehr, ich weiß gar nicht mehr, wie das machen soll.
01:07:30: Also wenn ich jetzt auch wieder höre, neuer Mindestlohn nächstes Jahr und sieben und zwanzig Jahr wieder und dann weiß ich schon, und da ist zum Beispiel so, ich verstehe die Aufklärungs, sagen wir mal, den Nachlass da nicht, dass der nicht richtig funktioniert.
01:07:43: Wenn jemand in der einfachsten Stufe so und so für Prozent ...durch von mir aus nur ein Euro oder ... ...achzig Cent mehr verdient.
01:07:51: Und es sind von mir aus sieben Prozent ... ...kommt jeder Einzelmeter bei daher und sagt ... ...der sieben Prozent mehr, ich sieben Prozent mehr.
01:07:57: Hat er recht, ja.
01:07:59: Das heißt, ein Mindestlohn-Anhebung ... ... bedeutet, dass eine gesamte Anhebung ... ... überall stattfindet.
01:08:06: Und die ist ... ...wahrscheinlich aus Rechtens, ... ...die ist auf alle Fälle fair ... ...und sie gehört dazu.
01:08:11: Die muss ich jetzt als Unternehmer ... ...aber auch rechtfertigen.
01:08:14: Und jetzt kommen wir natürlich ... ...irgendwann wird's absurd.
01:08:17: weil du Preise führen, Essen auch nimmer zahlen willst, wo du sagst, jetzt spinnst.
01:08:21: Also, das heißt also, die neue Mehrwertsteuer, die jetzt so hoff ich wirklich kommt, die wird das auch ein bisschen abpuffern.
01:08:29: Wir werden auch gewisse Preise auch senken können.
01:08:31: Das ist sehr, sehr gut, das wollen wir machen.
01:08:33: Aber auf langfristig gesehen wird das, wenn andere Kosten kommen und das wird uns wieder, also das wird uns einen guten Puffer geben, uns allen als Gesellschaft, als Gastronom.
01:08:45: Aber entscheidend ist, ich muss jetzt drüber nachdenken, wie bin ich in zwei oder drei Jahren aufgestellt, dass ich auch wieder die Chance habe, Kostenstruktur und auch so wertig zu sein, dass ich das abbilden kann.
01:08:59: Und da sind wir im Grunde grad dran, für Würstberg genauso, für Nuremberg auch.
01:09:04: Und das ist die größte Herausforderung, die wir im Grunde grade machen.
01:09:07: Also sie sind, ist eine Mischung aus Kreativität und ... Kosten.
01:09:12: also das immer wieder bei dem Druck wo wir ganz am Anfang gesprochen haben.
01:09:16: Das heißt der Druck das Problem zu lösen muss über Kreativität kommen.
01:09:22: Und die muss so schön sein dass jeder Gast der bei uns war sagt geil das habe ich auch gern ausgegeben und bin ich komm wieder.
01:09:28: Und das kannst du niemanden anders geben das ist deine Aufgabe.
01:09:33: Und das ist wo wir gerade schrauben und manchmal wird's mal angst und bang.
01:09:37: muss ich auch ganz klar sagen, es gibt schon auch Nächte, wo du musst dann auch aufhören, gewisse Sachen zu weit durchzudenken, weil es auch Quatsch ist.
01:09:45: Also man kann sich Sachen ja auch selber kaputt denken.
01:09:48: Und da bin ich aber Gott sei Dank jemand, der das ganz gut machen kann.
01:09:51: Und dann gibt es natürlich auch andere Situationen, wo ich sage, boah, wir haben auch so viele Chancen und in dieser, sagen wir mal, diese zwei Leitplanken, da schraube ich immer links und rechts immer ein bisschen hin und her und versuche Fahrt aufzunehmen, dass wir das alles lösen.
01:10:06: Und gibt's noch, ich sag mal, sei es jetzt Fernsehprojekte oder andere Sachen, oder auch einfach was, wo du sagst, einmal im Leben das wollte ich schon immer machen, hab's überhaupt noch nie gemacht?
01:10:17: Ja, mit einem Heidhauchen.
01:10:19: Also, ich würde gerne mal so ein Hei wirklich erleben.
01:10:23: Habe ich aber auch so viele Schüsse davor.
01:10:26: Und ich wüsste auch gar nicht.
01:10:27: Ich wüsste jetzt auch gar nicht, man, da muss ja nach Südafrika oder so.
01:10:31: Aber so ein Hei finde ich einfach atemberaubendes Tier.
01:10:36: Also ja, das würde ich schon mal machen.
01:10:39: Vielleicht kommt es ja noch.
01:10:40: Fernsehprojekt ist auch ganz interessant, weil es gibt natürlich Pläne, Ideen und Gedanken eigentlich schon immer, aber Fernsehen ist ja dem größten Umbruch.
01:10:55: Seit Jahrzehnten auch.
01:10:56: Aus zwei Richtungen auch hier wieder.
01:10:58: Die Automobilindustrie ist im Moment für den Werbemarkt sehr stark weggebrochen und die haben ja früher sechzig Prozent des Werbemarkts ausgemacht.
01:11:06: Vielleicht nicht in der Menge, aber in der Qualität und mit den teuersten Werbemomenten.
01:11:11: Und das gibt es jetzt gerade.
01:11:14: Fürs Fernsehen so gut wie nicht.
01:11:15: Und dann kommt noch mit Streaming eine völlig neue Konkurrenz rein, die natürlich durch Corona neu erlernt wurde.
01:11:20: Und dann wurde ja ganze Zeit lang kaum was produziert wegen Abstand und konnte es da nichts produzieren in Corona Zeit.
01:11:26: Das heißt, da gab es so ein bisschen einem Vakuum an Neuigkeiten.
01:11:28: Das war echt schwierig.
01:11:30: Und Fernsehen steckt da gerade in dieser Situation drin.
01:11:33: Wie gehen Sie damit um?
01:11:36: Und deswegen ist er auch, dass alle ihre eigene Streaming-Formate oder Plattformen schaffen, was sehr sinnvoll ist.
01:11:42: Das heißt, ich weiß noch nicht, wo in zwei, drei, vier Jahren fernsehen, wie stehen wird.
01:11:46: Und auch ich mache mir natürlich meine Gedanken, welche Richtung ich wie auch im Moment schon vielleicht jetzt schon einleuten muss.
01:11:53: Aber manchmal bist du auch nicht her, der Dinge manchmal geschehen sie und du musst es, du musst dann eher überlegen, wie setzt du das Segel in dem Sturm.
01:12:03: Ja, das ist, das ist ja der Punkt.
01:12:05: Absolut.
01:12:07: Wir sind gespannt, was noch kommt.
01:12:09: Wir werden zwar folgen auf jeden Fall.
01:12:11: Ich sage ganz herzlichen Dank, dass du da warst, dass du dir die Zeit genommen hast.
01:12:15: Vielen Dank fürs Gespräch.
01:12:17: Es war mir ein großes Vergnügen.
01:12:18: Danke für die Einladung.
01:12:19: Und ich drück natürlich dem Podcast generell die Daumen.
01:12:24: Und ich mag vor allem in so regionale, bedeutsame Situationen entstehen, wie so ein Podcast, der sich nicht immer nur mit der ganzen großen Welt befasst, sondern mit dem, was wir so sind.
01:12:37: Also, das ist für mich ein Gefühl, wie so ein Zusammenrücken.
01:12:41: Und der Podcast hat die Möglichkeit, eine Art Stammtisch für zu Hause zu sein.
01:12:46: Ein bisschen, vielleicht, viele hören es ja, glaube ich, im Auto, wird mir immer wieder berichtet.
01:12:49: Und wenn es... Na ja, beim
01:12:51: Kochen, beim Putzen auch.
01:12:52: Ja, beim Putzen ist jetzt bei mir raus.
01:12:56: Da bin ich zu schnell fertig für Podcast.
01:12:58: Und beim Kochen ist es auch schwierig.
01:13:00: Aber das finde ich irgendwie, das ist besonders wertvoll.
01:13:03: Deswegen vielen herzlichen Dank, was ihr da macht für dieses Projekt.
01:13:05: Ich drücke euch weiterhin die Daumen.
01:13:07: Dankeschön, liebe Lea, für die Einladung und Grüße mir bitte nicht nur hier unseren Jonas.
01:13:13: Heißt das, dass ihr die Aufzeichnung geleitet habt?
01:13:14: Jonas, vielen herzlichen Dank.
01:13:16: Nein, bitte die ganze Redaktion auch noch einmal grüßen.
01:13:20: Das mache ich.
01:13:20: Dankeschön.
01:13:24: Mehr von uns gibt's auf Nordbayern.de und NNDE.
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