Folge 94: Vom ersten Training zum Weltrekord: Sandra Bradley über Motivation, Kraft und mentale Stärke

Shownotes

Strongwoman Sandra Bradley aus Nürnberg ist amtierend stärkste Frau Deutschlands. Es gab aber auch Zeiten, in denen sie sich gar nicht stark fühlte. Im Podcast Mit.Menschen verrät die ehemalige Polizistin, wie ihr der Kraftsport aus einer Magersucht half. Ehrlich, reflektiert und sympathisch erzählt die fränkische Strongwoman, wie ihr der Kraftsport auch im Alltag Stärke verleiht, was sie macht, wenn sie gerade keine Steine herumwuchtet und was die heute stärkste Frau Deutschlands in der Schulzeit mit der sportlich eher minderbegabten Kolumnistin Röckl gemeinsam hatte: die Abneigung gegen die Bundesjugendspiele.

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00:00:18: Ja, also ich freue mich, heute die Sandra Bradley zu Gast zu haben.

00:00:24: Sie betreibt den Kraftsport Strongman und ist amtierend die stärkste Frau Deutschlands.

00:00:31: Sie kann Lkw ziehen und Autos heben.

00:00:35: Sie war Europas stärkste Frau in ihrer Gewichtsklasse und hat bei Arnold Schwarzeneggers Wettbewerb den Titel World Champion bei den Amateuren geholt.

00:00:44: Die Liste ihrer Erfolge wäre noch lang.

00:00:47: Gerade hat sie einen eigenen Rekord gebrochen.

00:00:50: Aber darüber sprechen wir jetzt gleich.

00:00:53: Liebe Sunny, ich freue mich total, dass du da bist.

00:00:55: Hallo, ich mich auch.

00:00:57: Sehr schön, dass du die Zeit gefunden hast zwischen deinen Aktivitäten.

00:01:04: Was muss man tun, um Deutschlands stärkste Frau zu werden?

00:01:08: Wie schaut so ein Wettbewerb aus?

00:01:11: Also den Titel kann man erreichen in der Sportarzt Strongman.

00:01:14: Da erstmal so ein bisschen den Hintergrund zu geben, warum ... bekommt man den Titel in der Sportart?

00:01:18: und wo kommt die Sportart überhaupt her?

00:01:20: Die Sportart hat sich so Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre so als Fettkampfsportart entwickelt, weil jede Kraftsportart hat damals gesagt, wir haben den stärksten Mann der Welt.

00:01:29: Also die Kraftdreikämpfer, die Gewichtheber, die Kugelstoßer, die Bodybuilder, jeder hat gesagt, unser Weltmeister ist der stärkste Mann der Welt.

00:01:36: Und dann hat man sich überlegt, wie können wir jetzt testen?

00:01:38: Wer von allen in der stärksten Mann der Welt ist?

00:01:40: damals halt nur Männer?

00:01:42: Und dann haben sie sich ganz verrückte Diszipline überlegt, eben Lkw-Szin, dann hatten sie ganz am Anfang noch Sumo-Ringen dabei, Baumstämme werfen, Stämmen, schwere Gegenstände tragen, Waschmaschinen weitwerfen.

00:01:56: Also total verrückte Sachen.

00:01:58: einfach, um zu testen aus dem Gewichtheben.

00:02:02: Explosivkraft aus dem Kraftdreikampf, die Maximalkraft und die Kraftausdauer.

00:02:06: Also alle Komponenten der verschiedensten Kraftsportarten sollen in der Strongwindsportart abgeprüft werden.

00:02:12: Ich sage immer, das ist so ein bisschen der Zehenkampf aller Kraftsportarten.

00:02:15: So ein bisschen.

00:02:16: Es geht wirklich um Maximalkraft, aber halt nicht nur Maximalkraft, sondern eben auch um Kraftausdauer und Schnelligkeit.

00:02:21: Und das wird in verschiedenen Disziplinen getestet.

00:02:23: Das ist von Wettkampf zu Wettkampf unterschiedlich, also nicht wie jetzt beim Olympischen Gewichtheben, in der Disziplin man zwei Events hat, also ... Reisen und Stoßen.

00:02:31: Bei uns haben wir super viele Events, die immer wieder anders abgeprüft werden.

00:02:36: Das heißt, wir müssen zum Beispiel Gegenstände... so schnell wie wir können von A nach B tragen, dann gewinnt das Event, wer das in der schnellsten Zeit geschafft hat.

00:02:45: Und was für Gegenstände sind das?

00:02:47: Sandzecke, sperrige Gegenstände.

00:02:50: Manchmal muss man ein Ambus tragen oder eine Schiffskette ziehen zum Beispiel oder man muss irgendwas auf einen Schlitten draufladen, einen Schlitten ziehen.

00:02:57: Dann tragen wir Gestelle auf dem Rücken, die nennen sich auf Englisch Jogh, auf Deutsch Joch.

00:03:01: So wie man es früher kennt, so auf dem Bauernhof noch das Joch mit den Wassereinwand dran.

00:03:05: Sowas muss man tragen und das wird eben in verschiedensten Arten ab... entweder man muss es zum Beispiel auf maximal Gewicht machen, dann gewinnt derjenige, der das schwerste Gewicht getragen oder gestemmt hat, oder man muss es auf die schnellste Zeit schaffen, dann gewinnt derjenige, der am schnellsten war, oder es geht auch um die Kraftausdauer, dann kann es zum Beispiel sein, man muss einen Sandzack gefüllt mit Sand, recht schwer auch, dann auf Distanz tragen und dann trägt man das so lange hin und her, bis man halt nicht mehr kann und es runterfällt und dann wird die Distanz gemessen.

00:03:31: So die Standarddisziplinen, die man kennt, das lief so früher noch auf Eurosport und DSF eben das Lkw ziehen, dass man an den Lkw geschnallt wird und dann muss man den Lkw ziehen über zwanzig Meter.

00:03:41: Oder dann Baumstammstemmen, das wirklich so, man hat in Baumstämme dann auch Löcher reingeschnitten, Griffe angebracht, dass man den Baumstamm umsetzen und über Kopf ausstoßen kann.

00:03:50: Kreuzheben, also ein Gewicht vom Boden wegheben.

00:03:52: Und was auch sehr bekannt ist, sind diese Atlassteine, diese runden Betonkugeln, so wie beim Atlas, der die Welt auf den Rücken trägt.

00:03:59: in verschiedensten Gewichten, die man dann meistens vom Boden auf ein Podest heben muss.

00:04:05: Hast du da nicht als erste Frau einen dieser, ich sage jetzt mal, leihenhaft unheimlich schweren Steine bewegt?

00:04:12: Nicht als erste Frau, aber ich habe in meiner Gewerksklasse auch einen Weltrekord gehabt.

00:04:15: Der wurde jetzt aktuell gebrochen, ist jetzt vier Kilogramm höher von einer Bekannten von mir, von der Nancy aus den USA.

00:04:22: Ich bin aber die erste Frau in der aufgezeichneten Geschichte, die in Island zwei sehr berühmte historische Steine gehoben hat.

00:04:28: Das ist einmal der Hursafelstein, da wiegt hundertsachzig Kilo.

00:04:32: Und der Full-Stair-Quest-Stein, der Viktor, hat in der aufgezeichneten Geschichte noch keine Frau gehoben.

00:04:38: Und ich war die Erste, die das getan hat.

00:04:40: Und dazu auch in der Geschichte der Menschheit hat man schon immer Kraft getestet, entweder man ist im Kampf gegeneinander angetreten, oder man hat zum Beispiel Steine benutzt, um zu testen, wie stark man ist.

00:04:49: Und so gibt es auf der ganzen Welt verteilt eben so historische Steine, die seit hunderten oder teilweise auch seit tausenden Jahren schon benutzt wurden, um die Kraft von Menschen zu testen.

00:04:57: Und so eben auch in Island.

00:04:58: Und diese zwei Steine haben eine sehr lange Geschichte.

00:05:00: Zum Beispiel der Full-Stack-O-Stein hat eine Geschichte, die man zurückdatieren kann bis zu vierhundert, vierhundertfünfzig Jahre.

00:05:07: Und der ist Teil einer Steinserie, die früher Fischermänner in Island benutzt haben, um die Kraft zu testen.

00:05:13: Und es war so ein bisschen das Bewerbungsgespräch.

00:05:16: werde ich dann zum Fischermann, weil damals auch die See dort oben ist sehr rau.

00:05:20: Und man musste natürlich beweisen, dass man stark genug ist, ein Teil der Fischer Crew zu werden.

00:05:24: Und dann hat man eine Auswahl von verschiedenen schweren Steinen gehabt und musste die heben.

00:05:28: Und je nachdem, welchen

00:05:29: man

00:05:31: geschafft hat, hat man dann einen bestimmten Posten dann in der Mannschaft bekommen und dementsprechend wurde man noch bezahlt.

00:05:38: Und ich habe den schwersten Stein der Serie gehoben.

00:05:41: Das heißt, ich wäre ein vollwertiges Mitglied der Fischermann Crew gewesen und hätte die höchste Bezahlung bekommen.

00:05:47: Super, das ist toll, auch diese Geschichte, die dahinter steckt.

00:05:52: Tolle Sportart, aber sehr außergewöhnlich.

00:05:56: Wie zum Teufel kommt man da drauf?

00:05:58: Bist du auf die Idee gekommen, das zu machen?

00:06:01: Ich habe das als Teenager schon damals auf Eurosport und DSF verfolgt und habe damals diese World Strongest Man gesehen, wie die eben auch diese Atlas-Stanne gehoben haben.

00:06:08: Das hat mich auch so am meisten fasziniert, weil ich mir das einfach nicht vorstellen konnte, wie man so eine Hundertsechzig Kilo Betonkugel vom Boden aufheben kann und auf den Podest laden.

00:06:17: Das war für mich unvorstellbar und ich fand das super faszinierend.

00:06:19: Ich habe mir damals schon vorgestellt, wow, wie cool wäre das denn.

00:06:22: wenn ich das als Frau auch machen könnte.

00:06:24: Einfach so eine krass schwere Betonkugel heben oder so ein Lkw ziehen, um nicht nur mir selber noch anhand zu beweisen, so, hey, wir Frauen können auch stark sein.

00:06:31: Und hab dann mehr oder weniger so ein bisschen davon geträumt, hab dann noch irgendwann mit dem Kraftsport angefangen, mich im Fitnessstudio angemeldet mit sechzehn, hab dann so meine eigene Kraftsportreise angefangen und... Über Umwege bin ich dann übers Crossfit dann zu vielleicht zum Strongman gekommen, weil ich damals bei einem Trainerschein, die damals stärkste Frau Deutschlands kennengelernt habe, das war im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier im Jahr hier hier im Jahr

00:07:04: hier hier im Jahr hier hier im Jahr hier hier im Jahr hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier.

00:07:09: Und wie hat dein Umfeld damals reagiert?

00:07:10: Was hat denn, hat deine Mama gesagt, Kind, heb nicht so schwer.

00:07:11: Du, könnte ich mir jetzt vorstellen.

00:07:12: Ja,

00:07:12: definitiv.

00:07:13: Also meine Eltern waren natürlich besorgt, natürlich, wie die Eltern so sind.

00:07:16: Weil sie natürlich auch Angst hatten, auch ein Kind ja eben verletzt dich nicht und passt bloß auf.

00:07:20: Haben aber dann auch festgestellt, dass ich das auch wirklich mit Sinn und Verstand mache und mich da jetzt nicht komplett kaputt mache oder direkt gegen die Wand laufe, sondern dass ich schon noch auf meinen Körper höre.

00:07:29: Und je mehr Wettkämpfe ich gemacht habe und auch wirklich alles immer gut verlaufen ist, das zu mehr Vertrauen haben sie auch gefasst, aber natürlich waren sie auch ein bisschen besorgt.

00:07:37: Wie hebt man denn bitte so eine Monsterkugel hoch?

00:07:40: Also gibt es da Gurte oder was?

00:07:42: Oder wie bewegt man das?

00:07:44: Ja, also da gibt es keine Gurte, das eben auch die Herausforderung, dass du keinerlei sonstige Hilfen hast.

00:07:50: Außer das einzige, was man nutzen darf, ist Handballerharz.

00:07:54: Kennt die Handballer meistens so ein bisschen, wirklich so Baumharz, das klebt so ein bisschen.

00:07:58: Man kennt meistens das Magnesia, aus dem Klettern und aus dem Fitnessstudio, was man nutzen kann, kann man auch.

00:08:04: Aber da rutscht du trotzdem noch so ein bisschen weg.

00:08:05: Und was man zur Hilfe nehmen darf, ist dieses Handballerharz, das klebt so ein bisschen, damit man nicht gleich abrutscht, aber ansonsten hat man keinerlei Hilfe.

00:08:11: Das ist dann wirklich, man muss die Kraft eben entwickeln, diese Drückkraft, diesen Stein einfach aus purer Drückkraft zusammenzuhalten und dann natürlich ganz Körperkraft rücken, unterer Rücken, Beine, Po.

00:08:24: Das muss natürlich alles auch genauso mit aufgebaut werden, damit man dann schafft den Stein vom Boden zu heben und dann auf den Podest.

00:08:29: Jetzt hast du ja gerade deinen eigenen Rekord gebrochen.

00:08:34: Und also das Gewicht, ich weiß es nicht ganz, aber es war es über zweihundert Kilo oder was weiß es, war jedenfalls eine verrückte Zahl auch schon wieder.

00:08:43: Ja, das war jetzt auch in einer anderen Disziplin.

00:08:45: Es war zum Wochenende auf der FIBO, der Fitness- und Bodybuilding-Messe in Köln und zwar im bayerischen Steinheben.

00:08:50: Das ist eine ganz klassische, traditionelle Kraftsportdisziplin aus Bayern.

00:08:56: mal auf dem Oktoberfest angefangen hat.

00:09:00: Das bayerisches Steinheben muss man sich vor so vorstellen.

00:09:02: Mit obersten Eingreben.

00:09:04: Besonders schwierig.

00:09:07: Ein bayerisches Steinheben stammt eben von einem Steinheben, was mal auf dem Oktoberfest stattgefunden hat, mit einem Stein, der fünfhundert acht deutsche Pfund gewogen hat.

00:09:16: Das sind zweihundertfünfzig Kilo.

00:09:19: Und zwar war das ein Stein, also wirklich ein Stein mit einem Ring dran, den man dann vom Boden auf ein ein Meter hohes Podest heben musste.

00:09:26: Und weil man das auch schlecht nachbauen kann und auch das jetzt nicht anfängerfreundlich ist, hat man dann irgendwann gesagt, okay, wir schauen jetzt mal, wie kann man das vielleicht in in ein Equipment umbauen, dass man das dann auch für Wettkämpfe nutzen kann.

00:09:41: und dadurch hat sich dann das wettkampfbarische Steinheben entwickelt.

00:09:44: Und man steht quasi auf einer Plattform, weil man hat, auf der Plattform, auf der man steht, hat man zwischen den Beinen einen Griff.

00:09:51: Und an dem Griff ist dann unten entweder ein Stein, wirklich ein Stein festgemacht, so Granitstein, der ist dann eine Führungsschiene und den muss man dann hochheben in dieser Führungsschiene.

00:10:01: Und weil damals eben das auch war, man musste auf einen Meter, um diese Challenge zu gewinnen, musste man diesen Zweiundfünfzig Kilo Stand auf einen Meter hochheben, hat man eben so ein Gestell gebastelt, dass man das auch messen kann mit so einer Führungsschiene, dass man messen kann, wie hochhebt man das?

00:10:14: Und die Essenz von bayerischen Steinheben ist, man muss auf diese Höhe kommen und dann kommen wir in die nächste Runde und dann wird das Gewicht erhöht.

00:10:19: Bei den Männern fängt es tatsächlich bei twohundfünfzig Kilo an, weil das eben das ursprüngliche Steingewicht war.

00:10:25: Bei den Frauen ist das Startgewicht aber niedriger.

00:10:27: Das heißt wir steigen mit einem viel niedrigeren Gewicht ein und steigen dann jedes Mal, wenn wir es geschafft haben, auf diese Mindesthöhe zu heben.

00:10:34: Bei Frauen ist es allerdings achtzig Zentimeter, bei Männern ein Meter.

00:10:36: Dann kommen wir in die nächste Runde.

00:10:39: Das heißt ich habe angefangen mit hundertundzwanzig Kilogramm.

00:10:42: habe ich gehoben aufs Achtzig Zentimeter, dann wird das erhöht um Fünfundzwanzig Kilo und so steigert man sich hoch, bis man dann eben nicht mehr dieses Achtzig Zentimeter erreicht.

00:10:50: Und mein letzter Weltrekord war ein Zweihundertundundzwanzig Kilo aufs Sechzig Zentimeter und jetzt am Wochenende habe ich die Zweihundertundundzwanzig aufs Sechzig Kommaach Zentimeter gehoben, also um drei Zentimeter erhöht.

00:11:01: Das ist absolut nicht erwartet, ich habe eigentlich mich gar nicht darauf vorbereitet, weil ich eigentlich erst beim nächsten offiziellen Wettkampf das nochmal angehen wollte, aber habe jetzt dann schon im Bayerischen Steinheben einen neuen Rekord gemacht.

00:11:13: Ausversehen,

00:11:13: nebenher.

00:11:14: Kann halt passieren.

00:11:15: Man

00:11:15: kann auch über die Geschichte von bayerischen Steinheben noch mal nachlesen.

00:11:18: Wir haben auch einen Landesverband der bayerischen Steinheber.

00:11:21: Auf der Internetseite kann man die ganze Geschichte zum Steinheben und auch die Regeln noch mal nachlesen.

00:11:24: Toll,

00:11:25: der Wahnsinn.

00:11:25: Ich habe es auf Social Media gesehen.

00:11:28: Und frag mich, was geht in dem Moment in dir vor?

00:11:32: Also du musst dich ja ultimativ motivieren.

00:11:34: Klar musst du dich dauernd motivieren, wie alle Leistungssportler halt.

00:11:39: Aber in dieser Situation, was bringt so der Extra-Kick?

00:11:42: Gibt es da was an, dass du da speziell denkst?

00:11:47: Ich konzentriere mich, also ich versuche mich immer komplett auf mehr, auf mich innen drin zu konzentrieren.

00:11:52: Ich blende eigentlich so um mich herum eigentlich komplett aus.

00:11:55: Man bekommt es schon voll mit.

00:11:56: Also wenn du dann auf der Wettkampfläche oder du oben auf der Plattform stehst und du bekommst du den Startschuss oder so.

00:12:01: Jetzt geht's los.

00:12:03: Das Adrenalin kommt von alleine.

00:12:04: Also das musst du eigentlich gar nicht so wirklich versuchen zu produzieren.

00:12:07: Das kann man schon so ein bisschen mit aufhypen, aber das mache ich relativ ungern, weil ich eigentlich eher mehr in mich gekehrt rein hören möchte.

00:12:16: dass ich merke, ich habe die Spannung komplett, ich konzentriere mich auf mein Lift, ich stelle mir das noch mal vor, den Bewegungsablauf, dass ich einfach zu einhundert Prozent konzentriert bin, also voller Fokus auf das, was ich jetzt gleich mache.

00:12:28: Das ist eigentlich das Einzige, was mich konzentriere.

00:12:30: und was automatisch noch dazu kommt, ist, du hörst schon die Leute, wie die ein Anfeuern und dann so ein bisschen das Adrenalin kommt dazu, das macht alleine den Rest, dass man noch mal so ein bisschen so den Kick bekommt.

00:12:39: Das ist im Training natürlich ganz anders, da hat man das noch deswegen.

00:12:42: ist meistens so eine Weltkampf-Performance auch ganz anders, deswegen habe ich mich auch selber überrascht, wie im Training.

00:12:46: Beim Training kann man das meistens nicht so nachstellen, eben dieses Anfeuerung, das Adrenalin.

00:12:51: Aber das darauf ich mich immer, egal ob im Training oder im Weltkampfkonzentriere, ist zu einhundert Prozent Fokus auf die Technik und alles, was ich jetzt gleich sofort machen werde, weil das ist das, was ich beeinflussen kann.

00:13:03: Das drumherum kann ich nicht beeinflussen, ich kann nur beeinflussen, was ich jetzt gleich sofort machen werde in den nächsten Sekunden.

00:13:08: Das erklärst du total toll.

00:13:11: Trotzdem, jeder Mensch hat ja auch mal schwache Momente.

00:13:14: Nicht jeder Tag ist gleich gut.

00:13:16: Das nehme ich jetzt einfach bei dir auch mal an.

00:13:18: Ja.

00:13:19: Und

00:13:20: wie, wo

00:13:21: holst du dann trotzdem die Motivation her?

00:13:23: Also du, trotzdem, du gehst da in deine innere Stärke, wenn ich das so halte.

00:13:27: Ja, du blendest alles weg.

00:13:29: Es war in dem Tag tatsächlich auch so.

00:13:30: Ich hatte keinen guten Tag.

00:13:31: Also das war wirklich eigentlich ein Tag, der jetzt nicht wirklich optimal war.

00:13:36: Wenig geschlafen, habe mich nicht so gut gefühlt, weil Zyklus bei Frauen spielt natürlich auch mal mit rein.

00:13:43: Die Hormone waren gerade nicht gerade da, wo man jetzt seine Best Performance abliefert.

00:13:48: Aber das Einzige, worauf ich mich dann eben versuche, zu konzentrieren, ist eben das, was ich beeinflussen kann.

00:13:52: Und das ist halt einfach die Technik.

00:13:53: Das Skillset, was ich mir erarbeitet habe über die Jahre und Motivation, das ist immer ein schwieriges Wort, weil ich bin auch nicht jeden Tag motiviert.

00:14:02: Aber es ist dann eher mehr die Disziplin und das versprechen dann mich selber, dass ich gesagt habe, ich mache diese Arbeit, also Gott, bis jetzt Training oder Wettkampf ist.

00:14:09: Ich habe mich für eine Sache entschieden und dann mache ich die Sache und dann ... ... gebe ich einfach das, was ich in dem Moment geben kann.

00:14:15: Und wenn ich an einem Tag halt keine hundert Prozent geben kann ... ... und ich kann nur vierzig Prozent geben, ... ... aber ich gebe diese vierzig Prozent, ... ... dann habe ich trotzdem hundert Prozent gegeben, ... ... weil das alles war, was ich tun kann.

00:14:24: Und bevor ich dann sage, ... ... so, ah nee, und ... ... heute ich fühle mich einfach nicht so, ... ... ich gehe dann trotzdem ins Training ... ... und so, okay, ich gebe einfach das, ... ... was ich heute geben kann ... ... und das ist dann auch genug.

00:14:33: Und ... ... wichtig, um Erfolg zu haben, ist einfach ... ... konstant am Ball zu bleiben, ... ... über eine lange Zeit ... ... nicht aufzugeben und ... Auf Englisch sagt man immer so, show up imperfectly.

00:14:44: Es wird nie perfekt sein.

00:14:45: Sich einfach trauen, auch nicht perfekt aufzutrauchen.

00:14:48: Das ist das Wichtigste.

00:14:49: Ich glaube, das ist ein super wichtiger Ratschlag.

00:14:51: Du bist ja auch Strength Coaching.

00:14:56: Also du trainierst Menschen und da geht es ja viel auch um diese mentalen Strategien und diese Angst vor Perfektion hindert ja viel.

00:15:06: Also hier im Sport aber generell bei allen möglichen, bei kreativen Sachen, bei allen möglichen Dingen zu dieser Druck von außen, da finde ich das super beruhigend und das gibst du ja sicher auch an deine Klienten sozusagen, die du trainierst weiter.

00:15:21: Ja, total.

00:15:22: Und ich finde, das ist auch so die Hauptessenz, die der Kraftsport einem geben kann, was man dann ins normale Leben übertragen kann, weil egal, was ich mache in meinem Leben und ich finde, jeder Mensch sollte sich so ein bisschen als Künstler sehen, weil ich bin der Künstler meines eigenen Lebens und ich kreiere mein eigenes Leben und ich muss einfach auch mutig sein, in meinem eigenen Leben nicht perfekt jeden Tag aufzutauchen, weil es wird nicht jeder Tag perfekt sein.

00:15:46: Man ist schon mal perfekt.

00:15:47: Wir müssen uns wirklich trennen von diesem Perfektionismus.

00:15:50: Und auch ich hab Probleme mit immer perfektionistisch zu denken und zu sagen, es geht noch besser hier, noch besser hier.

00:15:56: Und die Stimme ist ja auch gut, diese Stimme ist auch positiv, weil diese Stimme des Perfektionismus, die uns immer wieder antreibt, die stichelt und sagt, hey, bist nicht zufrieden, mach weiter und verbessert dich.

00:16:05: Aber diese Stimme darf halt nicht überhand bekommen und darf uns nicht im Weg stehen, weil das ist dann eben das Problem.

00:16:11: Weswegen manchmal auch denkt so, nein, ich hab keine Motivation.

00:16:14: Oftmals ist es nicht die fehlende Motivation, sondern die Angst davor, nicht eben eine Sache perfekt absolvieren zu können.

00:16:20: Ich finde auch, gerade wir Deutschen sind eh so, wenn ich irgendwas mache, muss es sofort perfekt sein.

00:16:24: Dann muss es gleich zu hundert Prozent funktionieren.

00:16:26: Und so funktioniert das Leben aber nicht.

00:16:27: Ich muss den Mut haben, auch einfach mal Dinge anzufangen, nicht gut in etwas zu sein und einen Fuß von den anderen zu setzen.

00:16:35: Und das gibt man auch den Mut und das Vertrauen, weiterzumachen.

00:16:38: was dann letztendlich meine Motivation ist, weiterzumachen, weil ich einfach merke, ich baue dadurch halt Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein auf und zu sehen, so, hey, ich kann das ja doch, auch wenn es jetzt nicht jeden Tag super läuft, es läuft auch mal schlecht, ganz normal, das gehört dazu, aber ich schaffe es trotzdem ein Fuß voneinander zu setzen und ich werde gesamt im Gesamt Trajectory, wollte ich jetzt ja sagen auf Englisch, eine Gesamtprognose wird es einfach dann besser, wenn ich dran bleibe.

00:17:02: Ich wollte dich eben auch schon fragen, du beantwortest es damit quasi schon, wie dich das auch im Alltag.

00:17:08: stärkt.

00:17:09: Weil es lässt sich ja auf alles übertragen, so diese Herangehensweise, dass wenn ich vierzig Prozent gebe und das ist das alles, was ich heute geben kann, dann ist es trotzdem super.

00:17:19: Und es besser das zu geben als zu sagen, ich schaffe es eh nicht, ich werde meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht, dann lass ich es gleich bleiben halt.

00:17:26: Also das beeinflusst ja dann dein gesamtes Leben.

00:17:29: Richtig,

00:17:29: genau.

00:17:30: Das kann man auf die Arbeit übertragen, das kann man auf andere private Dinge übertragen.

00:17:33: und das ist für mich auch das Schönste, was ich aus dem Kraftsport mitgenommen habe.

00:17:37: Mein Leben ist eben auch genau das.

00:17:39: Und genauso war das eben auch in dem Tag, wo ich jetzt spontan den Rekord gezogen habe, was ich überhaupt nicht erwartet habe, weil ich hätte an dem Tag, mir ging es wirklich nicht so sonderlich gut.

00:17:48: So, ich hatte am Tag davor, ich finde es übrigens auch ein Tabuthema, was kein sein sollte, meine Periode bekommen.

00:17:54: Ich habe auch immer ... Super viel Gelenkschmerzen, die Szenen tun weh.

00:17:59: Und man fühlt sich einfach der Träge, Schwindel ist ein bisschen mehr da.

00:18:03: Vor allen Dingen so der Tag, bevor meine Periode anfängt, ist so der schlimmste Tag.

00:18:06: Das war zum Glück zwei Tage davor.

00:18:07: Einen Tag davor hat dann meine Periode angefangen.

00:18:09: Ich dachte, oh Gott, das wird heute ja mal gar nichts.

00:18:11: Ich fühle mich überhaupt nicht gut.

00:18:13: Und hab gedacht, egal, völlig egal, ich mach jetzt einfach, weil ich war da, ich wollte aber jetzt lange nicht mehr an diesem wirklichen Stein vom Bayerischen Steinheben trainiert, sondern halt nur im Gym-Fitnessstudium mit anderen Übungen.

00:18:26: Und weil eben bald ein Wettkampf ansteht, dachte ich mir, ich nutze die Gelegenheit, weil auf der Fibu die eben so einen Stein da hatten, um das jetzt mal wieder als Training zu nutzen.

00:18:33: Und bin dann dahin und hab halt einfach weiter gemacht und weiter gemacht, eben wie im Training auch und hab mich einfach auf die Sache konzentriert, die ich jetzt machen wollen und gesagt, okay, ist heute kein toller Tag, aber ich mache einfach das, was ich machen kann und bin in Selbstvertrauen geblieben.

00:18:45: Und wenn ich jetzt das aber ... mir vorher mit den Kopf gemacht hätte schon so, ich will jetzt heute ein Weltrekord machen.

00:18:52: Aber oh nein und Mist und ich fühl mich nicht gut.

00:18:54: Und was mache ich jetzt?

00:18:54: Dann kommt man in diese Gedankenspirale und im Endeffekt war es gut für mich, dass ich eigentlich gedacht habe, es ist kein guter Tag, weil ich dann einfach ohne mir selber Druck zu machen, einfach gemacht habe und habe mir damit an dem Tag wieder selber bewiesen, dass das wieder genau der Schlüssel zum Erfolg ist, einfach das Ego vor der Tür zu lassen, zu sagen, so, hey.

00:19:12: Egal, was jetzt heute kommt, ich mach jetzt einfach trotzdem und ich hab mich selber brascht und gemerkt, oh, es geht doch wieder viel mehr, als ich eigentlich gedacht hab.

00:19:19: Also nebenher den Rekord zu brechen, das ist schon eine coole Nummer für sich.

00:19:23: Das ist absolut

00:19:23: cool, weil ich jetzt halt auch gesehen habe, so wow, es scheint ja dann doch über die letzten Jahre, dass das Training wirklich was gebracht hat, gebracht zu haben, obwohl ich nicht an diesem Stein halt trainieren konnte.

00:19:31: Und da sieht man auch wieder, manchmal ist es auch gut, mal Abstand zu einer bestimmten Sache zu haben, bisschen rauszusuchen, andere Sachen zu machen und dann ist wieder zu einer Sache zurückzukennen, um dann festzustellen, wow, und die ganze Arbeit, die ich jetzt reingesteckt habe, hat auch einen guten Übertrag auf die andere Sache gehabt.

00:19:45: und Tabuthema, vermeintliches Tabuthema.

00:19:48: Ja, danke, finde ich auch.

00:19:50: Also ich bin gerade hoch PMS, um es einmal zu sagen.

00:19:53: Und ich sage, wenn Männer das hätten, ja, Periode, da gäbe es Feiertage oder irgendwas, Special Leistungen, glaube ich, ja, weil Hallo ist beeinflusst ein, ja.

00:20:03: Aber das, ja, also umso mehr macht das aber Mut halt, ja, und dass du auch sagst, hey, ja, ich habe das auch, ja, fühle mich da dann vielleicht nicht top.

00:20:12: Und trotzdem kann dann So eine super Leistung dabei rumkommen.

00:20:17: Muss ja auch nicht immer.

00:20:18: Aber in dem Fall war es halt so.

00:20:19: Muss auch nicht.

00:20:20: Zwei Tage davor ging es mir überhaupt nicht gut.

00:20:22: Also den Tag, bevor ich meine Periode bekommen habe, Freitag in der Früh war ich noch im Training.

00:20:25: Da ging gar nichts.

00:20:27: Wenn das der Tag gewesen wäre, an dem Tag, wo ich den Rekord gemacht habe, also nur zwei Tage Unterschied hat, wahnsinnig viel Unterschied gemacht.

00:20:33: Zwei Tage davor, no way.

00:20:35: Hätte ich nie geschafft, weil da ging es mir nicht gut.

00:20:37: Aber da war es irgendwie im Endeffekt jetzt optimal für dich.

00:20:42: Wie geht es dir kurz danach?

00:20:44: Also körperlich, ja?

00:20:46: Also natürlich, du trainierst ja da drüber, sprechen wir dann gleich noch bitte, wie so dein Training ausschaut.

00:20:52: Aber man denkt natürlich jemand, der so enorme Leistungen erbringt, ja?

00:20:58: Also, allein beim Zuschauen, ja?

00:21:00: Glaub ich, baue ich Muskeln auf, ja?

00:21:02: Da gibt es so eine Theorie.

00:21:04: Weil man mit anspannt halt.

00:21:06: Ich habe mir dein Video angeschaut zweimal.

00:21:08: Und dabei dachte ich, man spannt ja auch mit an auf seine kümmerliche Art und Weise halt.

00:21:13: Aber wie geht es dir danach?

00:21:16: Mir ging es tatsächlich erstaunlich gut.

00:21:18: Das letzte Mal, als ich das gleiche Gewicht gehoben habe, ging es mir wesentlich schlechter.

00:21:23: Also natürlich, man merkt schon, Gelenke tun dann so ein bisschen weh, weil es ist schon... Richtig eine Maximalleistung.

00:21:28: Also ich merke dann auch Muskelkater.

00:21:30: Das ist jetzt nicht so wirklich.

00:21:31: Es ist eher so der Erschöpfungsschmerz so ein bisschen.

00:21:34: Das hält dann so ein paar Tage an und dann wird es wieder besser.

00:21:37: Das war dieses Mal tatsächlich weniger präsent.

00:21:40: Aber gerade nach so auch einem Wettkampf, man merkt schon, vor allem das zentrale Nervensystem ist komplett überlastet.

00:21:45: Das kann man nicht so mit Pumpen im Gym vergleichen, wenn man viele Wiederholungen macht, weil man hat dann weniger Muskelkater.

00:21:51: Das ist mehr wirklich die... zentrale Nervensystema-Schöpfung, weil du halt so viel Gewicht bewegst.

00:21:55: Und was heißt es?

00:21:57: Ist man

00:21:57: dann einfach müde?

00:21:58: Genau, müde, Schlappträge.

00:22:01: Du merkst halt so, du hängst so ein bisschen in den Seilen drin.

00:22:02: So

00:22:03: wie man sich das vorstellt, einfach nach einer großen Anstrengung.

00:22:06: Richtig,

00:22:06: genau.

00:22:07: Also weniger Muskelkrat, aber halt einfach mehr.

00:22:08: so allgemeine Systema-Schöpfung einfach.

00:22:11: Man ist einfach K.O.

00:22:13: Ja, zu deinem Training.

00:22:16: Du machst es ja schon viele Jahre, ja, über ein Jahrzehnt oder... Erzähl einfach mal, seit wann trainierst du und wie viel trainierst du?

00:22:25: Ja,

00:22:26: also das erste Mal ins Fitnessstudio gegangen bin ich vor zwanzig Jahren.

00:22:32: Da habe ich mich angemeldet und wollte damals natürlich abnehmen.

00:22:37: Und mir gedacht zu, oh ja und jetzt gehe ich erst mal ins Fitnessstudio und will ein bisschen dünner werden, obwohl ich eigentlich so grundlegend immer das Ziel hat, ich möchte eigentlich stark sein.

00:22:45: Aber das war so ein so teenager Alter Anfang der zweitausende.

00:22:48: Ich wollte eigentlich stark sein, aber mir wurde die ganze Zeit erzählt, aber du darfst aber eigentlich nicht, du musst ja dünn sein und du musst ja abnehmen und bin dann auch in diese Falle reingeraten und hab dann aber relativ schnell festgestellt so, ich will eigentlich gar nicht dünn sein, mir macht es Spaß eben, die Grundübungen zu machen, also Kreuzheben und Bankdrücken und habe gemerkt so wow und Ich stecke hier Arbeit rein und ich merke so, in den nächsten Wochen kann ich irgendwie mehr Gewicht bewegen oder zwei Wochen später und auf einmal kann ich eine Wiederholung mehr.

00:23:16: Und das hat mir super viel Spaß gemacht und da wollte ich einfach dran bleiben.

00:23:19: Und dann hat sich das eine zum anderen ergeben, dann habe ich noch viele andere Sportarten gemacht, noch American Football.

00:23:24: Ich habe ein bisschen Kraftdreikampf gemacht, bisschen Crossfit und bin dann so über die Zeit, habe ich mich halt durch die verschiedensten Sportarten geschlängelt, habe mal so Spaß halber mal Wettkämpfe gemacht, aber eigentlich nur so für mich trainiert und bin dann... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... Es kommt immer ganz drauf an, in welcher Phase ich mich gerade befinde.

00:23:57: Also je nachdem, ob ich jetzt gerade in der Wettkampfvorbereitung bin oder mich in der Phase bin, in der ich jetzt eher ein bisschen entspannter trainiere, weil es kein Wettkampf ansteht, ändern sich auch meine Trainingstage.

00:24:07: Weil je näher ich an einen schweren Wettkampf komme, desto weniger Trainingstage habe ich tatsächlich, weil jede einzelne Trainingseinheit länger dauert.

00:24:15: Weil dadurch, dass Strongman ja sehr schwer ist und wir so außergewöhnliche Disziplinen haben, dauert zum einen der Aufbau relativ lange, bist du bei deinem Arbeitsgewicht.

00:24:23: ... bist, dauert auch sehr, sehr lange.

00:24:26: Weil, wenn ich jetzt zum Beispiel ... ... ein dreihundert Kilo Gestelllaufen im Rücken trage, ... ... das fange ich jetzt nicht ohne Mommaband.

00:24:31: Sondern da muss ich mich erst mal ordentlich aufwärmen, ... ... dann fange ich mit dem Gestelltragen an, ... ... dann fange ich aber auch mit bei dreihundert an, ... ... sondern vielleicht bei hundert.

00:24:38: Und dann muss ich mich halt langsam hocharbeiten, ... ... weil ich kann jetzt auch keine fünfzig Kilo Sprünge machen, ... ... das wäre auch zu viel.

00:24:43: Das heißt, so eine Trainingseinheit kann dann schon mal ... ... manchmal sogar vier Stunden dauern, ... ... aber jetzt nicht vier Stunden durchpowern, sondern ... ... bis halt eine Übung.

00:24:50: zum Beispiel dauert dann ... ... alleine nur eine einzig Übung dort eine Stunde.

00:24:54: Wow.

00:24:54: Und da brauchst du dann sehr lange, um dich davon zu holen.

00:24:57: Deswegen sind es dann meistens nur so drei Trainingseinheiten in der Woche.

00:25:01: Aber in den meisten Phasen, so wie jetzt aktuell zum Beispiel, sind es vier Krafttrainingseinheiten.

00:25:05: Plus dann noch Yoga, ein bisschen ab und zu dann auch noch dann nochmal einen Lauf noch, wenn ich den noch unterbringe.

00:25:11: Aber eine Nichtwettkampffase, dann schon eher meistens fünf, weil ich dann eben auch noch ein bisschen mehr Cardio mache.

00:25:16: Ich gehe mal schwimmen oder ich gehe laufen.

00:25:18: Ich mache Yoga.

00:25:19: Das gehört auch genauso mit dazu.

00:25:20: Und um diese Kraft aufzubauen, das geht ja nicht schnell, sondern das ist schon eher was.

00:25:26: ... für den langen Run oder ... ... man muss da länger dran bleiben.

00:25:29: Ja.

00:25:30: So.

00:25:31: Also ... ... wenn jetzt jemand denkt, er könnte das schnell irgendwie ... ... bewerkstelligen, ... ... dann sind vielleicht auch ein bisschen andere ... ... Mittelchen oder so irgendwie halt im Spiel.

00:25:38: Ja.

00:25:39: Und ... ... ich finde auch, dass es ein bisschen auch der Fehler ... ... unserer Werbeindustrie ... ... immer mit diesen ... ... Ten Weeks Body Change ... ... und in acht Wochen die Traumfigur.

00:25:47: Das ist so völlige Humbug, ... ... weil das kannst du an oft nur erreichen ... ... mit radikalen Maßnahmen, ... ... die aber nicht ... ... dauerhaft haltbar sind.

00:25:54: Und das ist dann auch der Grund, warum viele ... Menschen unzufrieden sind mit ihrem Training, weil sie merken, ich hab nicht so schnell Erfolge, wie was mit dem Fernsehen versprochen werden, weil so ist es in der Realität einfach.

00:26:03: Da musst du schon extreme Maßnahmen treffen, um dann so schnell Erfolge zu haben.

00:26:07: Und die sind halt auch nicht dauerhaft haltbar, weil klar kann ich mich für sechs, acht Wochen einfach mal durch eine Kuhlsuppen, die jetzt quälen oder nur die Hälfte essen oder innerhalb von sechs Wochen, fünf mal die Woche ins Studie zu gehen.

00:26:20: Aber das kann ich halt nicht dauerhaft beibehalten.

00:26:21: Und wenn ich dauerhafte Folge haben will, muss ich eine Routine finden, die ich dauerhaft einbauen kann.

00:26:26: Und es ist auch vollkommen okay, wenn es für den einen Menschen bedeutet, ich kann in der Woche nur zweimal eine halbe Stunde machen.

00:26:30: Aber zweimal eine halbe Stunde ist mehr als keine.

00:26:33: Aber dann dementsprechend dauern natürlich die Folge ein bisschen länger.

00:26:35: Aber das ist halt auch so, wie es tatsächlich wirklich ist.

00:26:37: Und ich hatte jetzt am Wochenende erst mit den Frauen dort auf der FIBO gesprochen, weil es war jetzt seit elf Jahren wieder der erste Strongwoman-Wertkampf auf der FIBO.

00:26:47: Und ich hab vor elf Jahren eben den letzten Strongwellen-Weltkampf auf der Fibo gemacht.

00:26:50: Und hab mit denen so ein bisschen gesprochen, weil damals hatte ich als Maximalgewicht Baumstammstemmen, das ist dieser Baumstamm, den man über Kopf drücken muss, hatte ich damals fifty-fünfzig Kilo vor elf Jahren.

00:26:59: Jetzt ist mein Deutscher, nein, jetzt hab ich nicht mehr den deutschen Rekord, der hat jetzt die Sabrina.

00:27:04: Zuletzt war er bei meiner mit hundert sechs.

00:27:06: Ich hab elf Jahre gebraucht oder zehn Jahre gebraucht, um das halt so hoch zu bekommen.

00:27:11: Manche haben natürlich vielleicht ein bisschen schnelleren Progress, Genetik, Jünger.

00:27:15: Recover schneller.

00:27:17: Da spielen natürlich viele Faktoren mit rein, aber ich sag immer, Kraftsport ist ein Marathon und kein Sprint.

00:27:21: Man braucht einfach sehr, sehr lange, um halt die Kraft und die Muskulatur aufzubauen und es auch auf eine sicheren Art und Weise zu machen, um sich halt nicht dann irgendwann an die Wand zu fahren.

00:27:29: Wie viele Frauen sind's denn inzwischen?

00:27:31: Also anfangs, du hast mir irgendwann mal erzählt, da waren's zwei Frauen beim Wettbewerb.

00:27:36: Wie schaut die Lage denn inzwischen aus?

00:27:38: Ja,

00:27:38: viel besser.

00:27:39: Ich freue mich wahnsinnig, dass der Strongwindsport immer größer wird.

00:27:43: Also schau da, da war ein Strongwoman.

00:27:45: Ich hoffe doch, dass meine Pionierleistung vielleicht das letzte Jahrzehnte dazu beigetragen hat, dass wir doch jetzt mehr Frauen geworden sind.

00:27:51: Und wir sind schon eine ganz schön große Anzahl.

00:27:54: Wir werden dieses Jahr auch wieder die Deutsche Meisterschaft veranstalten.

00:27:57: Und ich hoffe auf zahlreiche Teilnahme.

00:27:59: Also wir sind damals, als ich angefangen habe, mühe und nur zusammengekratzt, vielleicht sechs, sieben Frauen überhaupt gewesen.

00:28:05: Und jetzt sind wir schon insgesamt über vierzig, fast fünfzehn Deutsche in den Sport machen.

00:28:10: Und das werden immer mehr, also wahrscheinlich sind sogar noch mehr, von denen ich auch gar nicht weiß.

00:28:15: Aber wir haben schon definitiv jetzt fünf, sechs Mal so viel, wie ich damals angefangen habe.

00:28:19: Das ist erfreulich.

00:28:20: Aber vierzig, fünfzig ist es trotzdem eine sehr überschaubare Gruppe.

00:28:25: Das heißt, sowieso was ganz Besonderes.

00:28:30: Aber ich denke mir, der Zusammenhalt muss da natürlich auch ganz toll sein.

00:28:35: Ihr kennt euch vermutlich alle und.

00:28:38: macht dann auch, wie muss man sich das vorstellen, wenn auf den Weg bewerben?

00:28:42: Ich meine, seit einerseits Konkurrentinnen, aber hängt man dann auch zusammen ab,

00:28:48: macht dann was Spaß,

00:28:49: Steine werfen oder was

00:28:50: weiß ich?

00:28:50: Ja, auf jeden Fall, doch auf jeden Fall.

00:28:52: Und das finde ich das Schöne an das Strongman, Strongwoman-Sportart, dadurch, dass es eben auch so eine verrückte Randsportart ist, ist die Gemeinschaft und die Community sehr eng.

00:29:03: weil wir alle einfach dieselbe Leidenschaft teilen und jeder freut sich für den anderen und ihr folge über die anderen von den anderen und weil wir einfach alle gerne verrückte Gegenstände durch die Gegend tragen und Steine schleppen und das verbindet einfach und wir sind einfach... Ich sage mal Strength Nerds, die sich zusammenfinden.

00:29:21: Und von daher ist auch die Community sehr willkommen heißen, sehr herzlich.

00:29:26: Und ja, jeder kann wir uns Spaß haben und wir unterstützen uns gegenseitig.

00:29:30: Man freut sich auch für die anderen und für die Erfolge der anderen.

00:29:31: Weil auch jeder weiß, wie viel Arbeit es ist, die man reinsteckt.

00:29:34: Und ich kann mich auch genauso für diejenige freuen, die nach mir die stärkste Frau Deutschlands wird und die mich dann ablöst, weil ich weiß, wie viel harte Arbeit wir alle reinstecken, um eben an den Punkt zu kommen.

00:29:44: Und was es bedeutet eben ... dann auch wirklich dafür zu kämpfen, dann den Titel zu erreichen.

00:29:48: Und ich freue mich für alle anderen Strongwomen und alle anderen, die auch nach mir dann kommen, weil das war auch mein Hauptziel.

00:29:54: Ich wollte nie die Einzige bleiben so.

00:29:56: Das macht auch gar keinen Spaß.

00:29:57: Ich möchte ja, dass andere Frauen nachkommen und auch genauso viel Spaß an dem Sport haben und das Gleiche auch aus der Sportart rausziehen können für ihr restliches Leben.

00:30:06: Dein Freund, wenn ich richtig orientiert bin, der ist Strongman auch.

00:30:11: Neda ist kein Strongman, der macht selber ein bisschen Kraftsport, aber macht jetzt wettkampfmäßig mehr Armdrücken.

00:30:17: Okay, aber auf jeden Fall, er macht auch was in diese Richtung.

00:30:23: Muss vielleicht auch so sein, oder ich weiß nicht, dass man sich richtig versteht.

00:30:26: Jetzt auch so, weiß ich nicht, dein Freundeskreis oder dein engster Freundeskreis.

00:30:33: Sind die auch in dieser Szene quasi?

00:30:36: oder gibt es da auch Leute, die überhaupt nichts mit Sport zu tun

00:30:39: haben?

00:30:40: Alles.

00:30:40: Also bunt gemischt.

00:30:42: Ich sag mal dir das Grund.

00:30:43: Verständnis muss da sein, dass man eine Leidenschaft teilt oder das Verständnis hat.

00:30:48: Wirklich auch.

00:30:51: Vieles, nicht alles, aber viel in eine Sache zu stecken.

00:30:54: Und zu sagen, ich will nicht einfach an dem Punkt stehen bleiben, wo ich jetzt bin, sondern ich will weiter wachsen, ich will weiter lernen, ich will mehr aus mir machen, ich will mit offenen Augen nach vorne gehen und schauen, wo die Reise des Lebens hingehen.

00:31:06: Und ich habe Freunde aus dem Strongman-Sport, außerhalb des Strongman-Sports.

00:31:10: Und viele, die natürlich auch Sport machen, aber jetzt nicht unbedingt Strongman-Sport, aber vielleicht auch Allgemeinsport.

00:31:16: Und eigentlich geht es ja vielleicht auch darum, okay, jemand, der eine Leidenschaft hat und dafür dann auch einfach unheimlich viel Zeit halt investiert.

00:31:23: Dafür muss dann das Umfeld oder Partner oder Freundinnen auch einfach Verständnis haben.

00:31:28: So, sonst funktioniert es nicht.

00:31:29: Richtig.

00:31:30: So.

00:31:30: Wie mein Freund könnte auch Marathon laufen.

00:31:32: Also im Endeffekt ist das Grundgefühl ja dasselbe.

00:31:37: Es ist halt einfach nur eine andere Sportart.

00:31:38: Wenn er Extreme Couching machen würde, wäre es vielleicht schwierig.

00:31:43: Okay, vielleicht wenn er trotzdem so lange Verständnis dafür hat, dass du einfach das Hofer dann halt durch die Gegend drehst.

00:31:54: Zum Thema Körperbild noch mal, um darauf zurückzukommen.

00:31:57: Darüber sprichst du ja auch, hast schon aufgesprochen, dass du als Teenie Magersucht hattest und das auch lange gedauert hat, bis du dich da wieder rausgekämpft hast.

00:32:07: Inwieweit hat dir der Kraftsport dabei geholfen?

00:32:10: War der das Wichtigste, um dir dabei zu helfen, da wieder rauszukommen?

00:32:14: Ich würde sagen definitiv ja, weil das wirklich war, was ich nur für mich gemacht habe.

00:32:17: Das habe ich für niemand anders gemacht und dass die Erststörung Da bin ich durch viele Faktoren reingerutscht.

00:32:23: Es wird jetzt zu lange dauernd darauf einzugehen.

00:32:25: Aber der Kraftsport, da habe ich wirklich gemerkt, so oder mache ich was für mich.

00:32:29: Ich merke, da bekomme ich direkt Resultate raus, mit der Arbeit, die ich reinstecke.

00:32:33: Ich merke, dass ich positive Erfolge habe, mit auch auf meinen Körper ach geben und dann auch wirklich auch, ich muss ja auch, um dort Erfolge zu erziehen, muss ich auch was essen.

00:32:42: Und man festgestellt habe so, hey, dünn sein ist halt nicht alles, aber ich kann stark sein.

00:32:47: Und wenn ich stark sein kann, das war für mich am Anfang, was wirklich so ein Schutzschild.

00:32:51: Weil das war auch so, dass das Stahl stärker wird und das Muskeln aufbauen, war erst mal so meine, eben meine Ritterrüstung mehr oder weniger.

00:32:59: Ich hab mir versucht, erst mal eine Ritterrüstung aufzubauen und hab dann dadurch gemerkt, so nachdem ich dann diese Rüstung so ein bisschen aufgebaut hab, hey, diese Rüstung verleiht mir total viel Freiheit.

00:33:08: Und jetzt kann ich eigentlich wirklich der Mensch sein, der ich immer sein wollte.

00:33:12: der ich aber früher nie sein konnte, weil ich mir einfach selber auch im Weg gestanden bin oder halt auch das, was mir von der Gesellschaft erzählt wurde, mir im Weg gestanden ist.

00:33:19: Und durch alles, was ich im Kraftsport gelernt habe und die Rüstung, die ich mir erst mal aufgebaut habe, gemerkt habe, so, jetzt kann ich die imaginäre Rüstung auch irgendwie ablegen und einfach der Mensch sein, der ich bin, der ich schon immer sein wollte.

00:33:30: Das ist toll.

00:33:31: Also kann man sich so eigentlich gar nicht unbedingt vorstellen, weil man wirkt natürlich total super selbstbewusst.

00:33:38: Und es macht dich aber auch total sympathisch.

00:33:42: dass du auch über das andere sprichst halt und sagst ja okay die Menschen starten vielleicht nicht alle als super stark aber das ist ja eben der witz dass man sich entwickeln kann und diese rüstung wie du das so schön beschreibst dir zu legst und das dann Was ganz anderes ist, sondern du wirst du selbst dann, brauchst die Rüstung gar nicht, nicht mehr halt.

00:34:02: Ja.

00:34:02: Was wie findest du denn gesellschaftlich?

00:34:05: Wie auf welchem Weg sind wir denn da so deiner Meinung nach?

00:34:09: Also Frauen, Gleichberechtigung?

00:34:12: Ist das so wie bei einem Rollback irgendwie?

00:34:16: Das ist doch wieder sehr, ich weiß nicht, in den Social Media sehe ich auch wieder schon auch sehr viel des Thema Dünnen sein und so weiter, aber wie siehst du es?

00:34:26: Ja, also ich habe auch mitbekommen, dass es jetzt leider wieder immer mehr wird, dass es jetzt wieder im Trend ist.

00:34:31: Ich finde, Körperformen sollten niemals Trend sein, niemals.

00:34:36: Das ist jetzt wieder, wie die Gefahr laufen, wieder in alte Muster zurückzufallen.

00:34:40: Und die Quinte ist dann das wirklich... Versuche das auch bei allen meinen Coaches zu predigen.

00:34:44: Wir haben alle mehr Macht über uns selber, als wir denken.

00:34:49: Manchmal denkt man sich so, ich bin eigentlich dem ausgeliefert, was um mich herum passiert.

00:34:53: Aber nein, wir haben zu jedem Zeitpunkt die Macht, selbst zu entscheiden, was ich mit mir selbst und meinem Leben anfange.

00:34:58: Und man wird es nie jedem recht machen können, nie.

00:35:03: Meistens sind wir auch gesteuert durch... Ich sage jetzt einfach Propaganda von Firmen, weil im Endeffekt, was wird uns Frauen verkauft?

00:35:10: Du hast Falten kauft, dieses Produkt, um die Falten zu beheben.

00:35:13: Du hast hier Zellulite kauft, dieses Produkt, um die Zellulite zu beheben.

00:35:16: Das ist überall irgendwo eine Maschinerie im Hintergrund, die mit uns Geld verdienen will, mit unseren Körpern.

00:35:21: Und ich muss mich dessen nicht sagen und klanglos ergeben und ausliefern.

00:35:26: Und wenn irgendjemand mich nicht akzeptiert, weil ich nicht jetzt dem aktuellen Modetrend entspreche, Dann ist das Problem von der Person und nicht meinen Problem, weil die Person mich nicht als Mensch sieht und akzeptiert, sondern nur ein Bild von mir akzeptieren würde, was ihnen gesagt wurde, was akzeptabel ist.

00:35:45: Aber es ist nicht das, was ich sein möchte.

00:35:48: Wir sollten uns alle mehr versuchen, darauf zu besinnen, was wir innen drin in uns wollen und nicht, was wir denken, was die Gesellschaft für uns erwartet.

00:35:56: Das Ultimativ würde dazu führen, dass wir alle ein bisschen glücklicher durchs Leben gehen.

00:36:00: Vielleicht ein bisschen weniger ... Finger zeigen auf andere ein bisschen weniger Hass in die Welt bringen, weil auch so auf Social Media, wenn man negative Kommentare bekommt fürs Aussehen.

00:36:10: Das sagt mir aber die Person aus, die mir das entgegenbringt als über mich, weil ich würde niemals zu ihm sagen, wie schaust du denn aus, das ist ja grauenvoll.

00:36:21: Was bringt mir das?

00:36:23: Ja, klar.

00:36:23: Es bringt mich

00:36:24: schon eine

00:36:24: eigene Unzufriedenheit

00:36:26: raus.

00:36:26: Total.

00:36:26: Und da merkt man halt, dass die Person mit irgendwas mit sich selber unzufrieden ist.

00:36:29: oder man strahlt selber irgendwas aus, was die Person vielleicht gerne hätte oder gerne wäre, aber sich selber im Weg steht und nicht sein kann.

00:36:34: Also es ist den ihr... Ersatzhandlung ist, lieber mit dem Fingerzeichen und dann sagen die Person ist aber, ich hasse die Person als ganz schlecht, was die Person macht, anscheinend mal, was sich selber anzufangen.

00:36:45: Man muss ein bisschen mehr vor seine eigene Tür kehren und schauen, was kann ich dann bei mir positiv beeinflussen, bevor ich versuche, irgendwelchen anderen Trends hinterher zu rennen oder sagen, was will ich denn eigentlich selber wirklich?

00:36:54: Und dazu muss man auch entschleunigen.

00:36:56: Dazu muss man auch Social Media mal ausmachen.

00:36:58: Dazu muss man die Werbung in den Fernsehen ausmachen und mal wirklich sich selber ... in sich selber gehen und gucken, was ist das eigentlich, was ich wirklich möchte von meinem Leben?

00:37:06: Was möchte ich denn?

00:37:08: Mit was bin ich denn zufrieden?

00:37:10: Was will ich denn eigentlich?

00:37:11: Denn ich will nicht so aussehen wie das Marge-Model auf dem Bild.

00:37:14: Ja, dann versuch dich da nicht rein zu quetschen.

00:37:16: Sei die Person, die du sein willst, weil wir brauchen mehr Authentizität.

00:37:19: Ist super.

00:37:20: Also toll.

00:37:22: Einige Sprühe von dir könnten wir einfach zack,

00:37:24: Bums,

00:37:24: Wort an die Wand.

00:37:25: Die Welt

00:37:26: braucht mehr Authentizität.

00:37:27: Ja,

00:37:27: die Welt braucht mehr Authentizität, so ist es.

00:37:29: Social Media ausmachen ist halt oft schwer, gelingt dir das.

00:37:34: Es ist definitiv schwer, weil es ist einfach wirklich definitiv so ein Dopamin sucht.

00:37:38: Es ist halt du scrollst und es ist schnelles Dopamin.

00:37:40: Es ist super gefährlich.

00:37:41: Die Glücksspielautomat habe

00:37:43: ich

00:37:44: mal wo gelesen.

00:37:45: Das macht super süchtig.

00:37:46: Das

00:37:48: macht super süchtig.

00:37:49: Die Aufmerksamkeitsspanne wird immer geringer.

00:37:51: Das merke ich auch so.

00:37:52: Wenn man viel Zeit auf Social Media verbringt, merke ich auch, wie ich innerlich unruhig werde, wie ich wieder anfange mich zu vergleichen, wie ich wieder denke, oh, und jetzt das und jetzt auch so im Business.

00:38:00: Und jetzt muss ich vielleicht das machen, jetzt muss ich, nein.

00:38:03: sich nicht ausmachen, weil wenn ich zu sehr die ganze Zeit brieze werde, auch vom Content von anderen, klar, da findet auch viel positive Sachen auf Social Media statt.

00:38:11: Und ich vernetzen wir uns, wir können Ideen austauschen machen, aber man muss halt schauen, dass man das nutzt wie jegliches Tool, sodass ich das halt einfach als Werkzeug nutze und was Positives für mich rauszuziehen, aber wenn ich merke, so, oh.

00:38:22: Jetzt merke ich, es hat jetzt gerade keinen positiven Nutzen mehr.

00:38:25: Für mich ist es eher negativ.

00:38:26: Soll ich merke, so die innere Unruhe kommt.

00:38:28: Ich fange schon wieder an, Gedanken zu haben.

00:38:29: So, wie sollte ich denn was machen?

00:38:31: Was denken denn?

00:38:32: Nee.

00:38:33: Ich muss mich auf mich konzentrieren und wissen, okay, was ist mein Ziel?

00:38:35: Was ist mein Fokus?

00:38:36: Wo will ich hin?

00:38:37: Ich möchte Social Media nutzen, um mich zu vernetzen und vielleicht Inspiration zu ziehen, aber sobald ich merke, so ist das kontraproduktiv, ausmachen.

00:38:44: Man kann inzwischen schon so Timer einstellen, dass das Handy ein Erinnert ausmachen.

00:38:48: Du kannst Apps auch so einstellen, dass dich auch nach einer bestimmten Zeit sich wieder schließen.

00:38:53: Andere nutzen es mit teilweise dann Löschen vom Handy für eine Woche zum Beispiel, dass man sich auch mal eine Auszeit gönnt, aber das ist wahnsinnig wichtig, dass man einfach mal ein bisschen den ganzen, wir werden die ganze Zeit bestrahlt nur von... Radio und Fernsehen und Instagram.

00:39:08: Und wenn man nie Zeit hat, mal wirklich die eigenen Gedanken zu sortieren und immer nur konstant input hat von außen, hat man gar keine Zeit überhaupt, sich klar zu werden, was man selber eigentlich will, wenn man nur ständig input hat, das man verarbeiten muss.

00:39:19: Ja, total wichtig.

00:39:21: Kann ich auch so nur unterstreichen.

00:39:24: Manche stellen es auch auf schwarz-weiß oder man kann es auch auf schwarz-weiß stellen, weil man dann nicht diese ... Farben hat die einem Anzeigen boom alert, du hast eine neue Message und so.

00:39:34: Und langeweile war ja auch mal was Schönes.

00:39:37: Also wenn mal ganz kurz mal nichts war und das ist ja die Gefahr auch inzwischen, dass das jetzt langsam, dass es das einfach nicht mehr gibt, diese sogenannte Totezeit irgendwie.

00:39:47: Das war ja mal was, wo einem auch Dinge eingefallen sind.

00:39:50: Richtig.

00:39:51: Im Kreativ

00:39:52: fertig zu werden und vor allen Dingen auch sich selber und seine Emotionen, seinen Nervensystem zu regulieren, weil wenn ich keine ... keine Stand-by-Zeit habe und immer nur Input hat, ... ... mein Gehirn ist die ganze Zeit am Sachen verarbeiten ... ... und meine Emotionen sind die ganze Zeit am Sachen verarbeiten.

00:40:06: Ich brauche auch mal eine ... ... eine Levelingsphase, ... ... wo ich halt einfach auch mich wieder selber regulieren kann, ... ... wenn ich mich nie selber regulieren kann.

00:40:13: Natürlich sind wir alle gestresst ... ... und depressiv und genervt und ... ... emotional an der Grenze, ... ... weil wir einfach die ganze Zeit berieselt werden, ... ... einfach keine Zeit mehr haben, das überhaupt zu verarbeiten.

00:40:23: Glaub

00:40:23: ich auch.

00:40:24: Wie entspannst du denn?

00:40:25: Was machst du zu deiner Entspannung am liebsten?

00:40:28: Zu Entspannung am liebsten in die Natur gehen.

00:40:30: Das ist auch mein bester Tipp.

00:40:31: Ich liebe

00:40:32: die Natur auch zum Beispiel.

00:40:33: Du

00:40:33: bist ja eigentlich Oberpälzer.

00:40:35: Eigentlich Oberpälzer, genau.

00:40:36: Aber ich liebe zum Beispiel auch das Walberle auf das Walberle rauflaufen.

00:40:40: Macht immer Spaß.

00:40:40: Aber raus in die Natur gehen, wenn ich kann, so vieles geht.

00:40:44: Oder noch einfach mal auf dem Balkon setzen, meditieren, ein Buch lesen, auch... Prosa mal wiederlesen, nicht nur dann Selbst-Helb-Bücher, selbst für Bücher lesen, sondern auch mal Prosa lesen, wieder träumen, mal wieder ein bisschen Abstand nehmen von dem ganzen gehetzten, einfach ein bisschen entschleunigen und deswegen meditieren, rausgehen in der Natur, mit Hohenspitzen gehen.

00:41:08: Wohnt ihr in Nürnberg?

00:41:09: Oder ihr wohnt in Nürnberg?

00:41:11: Und gibt es irgendeinen Ort in Nürnberg, den du gerne magst oder wo du oft bist, wo du gerne entspannst oder?

00:41:19: In Nürnberg tatsächlich nicht.

00:41:21: Also drumherum ein bisschen, dann schon ein bisschen so außerhalb.

00:41:26: Die Familie von meinem Freund wohnt ein bisschen außerhalb Richtung Neunkirchen am Brand.

00:41:30: Dass auch der Wald dort ist wunderschön, dort ein bisschen im Reichswaldspazien zu gehen.

00:41:34: Oder wir fahren dann zum Beispiel dann mal raus entweder in die Oberpfalz oder wir fahren irgendwo in Wald und mieten uns eine Waldhütte.

00:41:42: Gerade eben so auch zwischen dem anstrengenden Training und den Weltkampfphasen, haben wir, versuchen wir auch immer, wirklich feste Zeiten am Wochenende einzuplanen, sondern das Wochenende ist geblockt.

00:41:51: Da machen wir nur was zu zweit.

00:41:52: Da schnappen wir den Hund, fahren irgendwie raus in die Natur und machen was.

00:41:56: Der Hund, der ist jetzt ja kein riesiger Hund.

00:41:58: Noch immer vielleicht.

00:41:59: Der taugt nicht zum Training.

00:42:01: Nein, da taugt nicht zum Training.

00:42:03: Der ist aber ein süßer Trainings-Buddy, weil der ist eigentlich sehr gerne im Dimm.

00:42:07: Der lässt sich gerne von allen Leuten streicheln und der Superentspannte liegt auf seinem Bettchen.

00:42:12: Und entspannt, wenn ich trainiere, ist er auch immer ganz gerne mal im Fitnessstudium dabei.

00:42:15: Und welche Größe hat das so ungefähr?

00:42:17: Der wiegt acht Kilo.

00:42:21: Man könnte sich quasi vorstellen, dass das wie ein Minidobermann ist.

00:42:24: Also ganz, ganz klein geschrumpft.

00:42:26: Es ist ein Bodeguerro, eine spanische Hunderrasse.

00:42:30: Haben wir aus einer Rettungshundestation in Spanien.

00:42:33: Ein deutscher Verein auch Bodegueru in Not e.V.

00:42:36: heißen die, die kümmern sich darum, dort eben diese Straßenhunde und auch eben vor allem die Bodeguerus in Auffangstation zu bringen, hier dann zu Pflegefamilien zu bringen und von den Pflegefamilien, wenn ihr dann weitervermittelt.

00:42:48: Okay, also wäre meine Gewichtsklasse auch, ich gedehne, könnte ich easy durch die Gegentehme.

00:42:52: Auf

00:42:52: jeden Fall.

00:42:54: Jetzt waren wir bei dem Thema Social Media, das ist ja ein großes Thema.

00:42:59: könnte man sehr viel dazu sagen?

00:43:01: und zum Thema Kommentare und so weiter.

00:43:03: Ja, dann hörst du ja natürlich auch oft mal den Kommentar, so viel Muskeln, das ist aber zu mänglich.

00:43:10: Ist es der dürfte Kommentar oder der häufigste, der dich also inzwischen ja total langweilen muss?

00:43:19: Wie stehst du zu dem Kommentar?

00:43:20: Ich begegnete dir auch im echten Leben.

00:43:23: oder ist es eher auf Social Media beschenkt?

00:43:26: Hauptsache auf Social Media im echten Leben schon ab und zu mal wieder bei Events.

00:43:29: Das ist einer der

00:43:32: du schlaufweiligst.

00:43:33: Genau.

00:43:34: Du bist schon so langbaart.

00:43:39: Muskeln machen nicht männlich, Muskeln sind einfach ein Attribut, was ein menschlicher Körper hat.

00:43:44: Muskeln können mehr ausgeprägt sein oder weniger ausgeprägt sein.

00:43:47: Ein Mann der Langstreckenläufer ist der weniger Muskelmaßheit als ich, der sieht ja deswegen auch nicht weiblich aus.

00:43:52: Und ich finde sowieso ein bisschen distanzieren von diesen Geschlechternormen.

00:43:57: So wie hat denn ein Geschlecht auszusehen?

00:44:00: Egal, ein Mensch kann aussehen, wer ein Mensch aussehen möchte.

00:44:02: So tragen die Klamotten, die du tragen möchtest.

00:44:04: Wenn man ein Rock tragen möchte und Nagelack tragen möchte und lange Haare haben möchte, dann go for it.

00:44:09: Also jeder soll sich doch selber so ausdrücken können, wie er möchte.

00:44:13: Das einschränkt doch mich nicht.

00:44:17: beeinflusst mein Leben nicht jeder, so was ich so ausdrücken können, wie er möchte.

00:44:20: Und nur weil ich jetzt Muskeln habe, bin ich deswegen nicht mehr männlich oder weniger männlich.

00:44:24: Wir alle tragen männliche und weibliche Energien in uns, die immer mehr oder weniger präsent sind.

00:44:28: Und alles kann man in bestimmten Situationen positiv nutzen.

00:44:33: Man braucht ein bisschen mehr weibliche Energie, man muss sich ein bisschen mehr männliche Energie channeln.

00:44:36: Und nun wie?

00:44:36: meine Muskeln machen mich jetzt deswegen nicht mehr oder weniger weiblich.

00:44:41: Genauso wenig wie... Du stehst

00:44:41: inzwischen drüber.

00:44:42: Ja, total.

00:44:43: Was ein bisschen blöderer Kommentar ist, das dann teilweise hört man.

00:44:46: ist bei den Steinen, den ich gehoben habe in Islern, waren total viele Kommentare drunter so, das geht ja gar nicht, dein Uterus fällt raus.

00:44:56: Der ist noch dimmer als der Muskelkommentar.

00:44:58: Nein, mein Uterus wird dabei nicht rausfallen.

00:45:01: Ich wollte ja wissen, ob es noch dünnere Kommentare gibt oder noch nervigere.

00:45:07: Das ist der dünnste, nervigste Kommentar, ist definitiv, hebt nicht so schwer, dann fällt dein Uterus raus.

00:45:13: Keine Sorge, das kann nicht passieren.

00:45:16: Du ziehst dir aber auch gerne mal Abendkleid an, oder?

00:45:18: Habe ich auch schon mal gesehen.

00:45:19: Ja,

00:45:19: doch

00:45:20: auch, ne?

00:45:20: Ja.

00:45:21: Ja, wenn es dann anders sehr gibt, so auf jeden Fall, gerne.

00:45:24: Deswegen auch, ich finde, man sollte sich ausdrücken, wie man sich ausdrücken möchte.

00:45:30: Und das kannst du jedem anlassen, kann ich einfach.

00:45:32: dann, ich kann mal sagen, okay, heute habe ich jetzt Lust auf weite Jeans und weites Shirt.

00:45:35: Heute habe ich jetzt mal Lust, mich richtig raus zu putzen und eine Diva zu sein und ein Abendkleid zu tragen, dann ist das auch voll okay.

00:45:41: Macht auch Spaß.

00:45:44: War Pippi Langstrumpf dein Vorbild als Kind?

00:45:47: Und die muss man natürlich ein bisschen denken, weil die hat ja mal schnell ihr Pferd durch die Gegend um.

00:45:52: Wie cool eigentlich, oder?

00:45:53: Also als Kind ist es mir gar nicht so, war es mir gar nicht so bewusst.

00:45:57: Natürlich als Erwachsene reflektiert man das dann anders, dachte ich mir, wow, eigentlich was für super.

00:46:03: Vorbild, was für eine super Figur, die da geschaffen wurde.

00:46:06: Ja,

00:46:06: total.

00:46:07: Also, auf jeden Fall.

00:46:08: Ich fand es immer faszinierend, dass halt Pippi einfach so selbstständig war, ihr Leben einfach gelebt hat und ihr war das auch völlig egal.

00:46:14: So, sie hat einfach das gemacht, worauf sie Lust hatte, stemmt ihr Pferd und lebt mit einem Affen zusammen.

00:46:18: Definitiv eine Inspiration.

00:46:20: und Pippi ist auch so ein bisschen, ich sag mal, europäischen Raum, unsere, eine Strongwoman-Legende.

00:46:25: Ja, total eigentlich.

00:46:29: Super.

00:46:30: Ist so.

00:46:30: Ähm, trotzdem... Zu deiner Ernährung, ja?

00:46:34: Wie muss man sich das vorstellen?

00:46:35: Ist du nur Hühnchen oder was?

00:46:38: Wie ernährst du dich?

00:46:40: Nee, super ausgewogen.

00:46:41: Ich würde sagen ganz normal wie die anderen auch.

00:46:43: Natürlich... Dementsprechend ein bisschen mehr Eiweiß, weil die Muskeln brauchen natürlich auch ein bisschen mehr Eiweiß.

00:46:48: Das heißt, ich versuche natürlich schon auf ein bisschen mehr Eiweißgehalt zu kommen, als jetzt der Autonomalverbraucher.

00:46:54: Aber meine Ernährung ist super ausgewogen.

00:46:56: Ich versuche super viel Gemüse und Obst zu essen.

00:46:58: Den Regenbogen, ich sage immer, ist den Regenbogen.

00:47:00: So viele Farben wie möglich.

00:47:02: Frisches Obst, frisches Gemüse.

00:47:03: Wir kochen frisch und schauen, dass wir eine gute Mischung haben zwischen verschiedenen Eiweißquellen.

00:47:08: Also wir essen natürlich auch Fleisch, aber ich versuche auch mal vegetarisch und mal veganes Gericht einzubauen.

00:47:13: Wir kochen super gerne, da ist auch mein Freund einer der treibenden Faktoren gewesen, weil der auch leidenschaftlich auch kocht ist.

00:47:19: Wir kochen gerne thailändisch, koreanisch, asiatisch.

00:47:22: Man versucht einfach gesund mit viel Gemüse, viel Ausgleich, da reinzubringen in die Ernährung.

00:47:27: In den

00:47:28: Jahren im Jahr zwei Jahrzehnte habe ich dich ja mal interviewt.

00:47:32: Deshalb duzen wir uns auch.

00:47:35: Da hast du mich sehr beeindruckt.

00:47:36: Du hast von deinem Meal-Prapping da berichtet.

00:47:39: Da hast du noch in deinem Job gearbeitet.

00:47:42: Du warst ja bei der Bereitschaftspolizei, Ausbilderin, glaube ich, zuletzt auch.

00:47:46: Und da hast du das alles so schön vorbereitet.

00:47:50: Machst du das noch so oder war das für den Job irgendwie?

00:47:52: Ne, mache ich immer noch, weil mir das einfach auch hilft im Alltag.

00:47:56: ... dabei zu bleiben, ... ... weil ich bin super beschäftigt, ... ... wenn man viele, ... ... die werden das kennen, die Zuschauer, ... ... man hört es von einem Timin zum anderen, ... ... und dann hat man zwischendrin, ... ... denkt man sich, ... ... oh jetzt müsste ich eigentlich noch kochen, ... ... oh ich habe eigentlich keine Zeit.

00:48:07: Ja.

00:48:08: Und dann ist man meistens schrot.

00:48:09: Mhm.

00:48:10: Oder man muss irgendwas zwischendrin schnell.

00:48:12: Ja.

00:48:12: Und ... ... um das halt zu vermeiden ... ... muss ich definitiv vorkochen.

00:48:16: Also wir kochen halt dann oft vor, ... ... frieren es dann ein, ... ... dass ich das einfach nur rausziehen muss, ... ... dann habe ich was aufgetaut, ... ... brauchst einfach nur rausziehen ... ... und kann es aufwärmen.

00:48:22: Mach ich immer noch, ... ... weil es einfach ein super ... ... man muss nur halt einmal in der Woche ... Zeit reinstecken oder manchmal sogar nur alle zwei oder drei Wochen, wenn wir da einfach mehr vorkochen, dann muss ich vielleicht maximal nur noch mein Frühstück und vielleicht mein Abendessen vorbereiten.

00:48:34: Aber es ist super, super time saver.

00:48:36: Toll.

00:48:36: Also, wenn ich groß bin, mach ich das auch mal.

00:48:39: Ja, das ist einfach eine feste Einplanung.

00:48:42: Ja, okay.

00:48:44: Du bist aber schon ein sehr disziplinierter Mensch.

00:48:46: Das muss mehr sein.

00:48:47: Ich mein, wie alle Leistungssportler.

00:48:49: Gibt es irgendwas, wo du total undiszipliniert bist?

00:48:53: Also irgendwas, wo du absolut schwach wirst, wo du sagst, Ah, ja, da, was weiß ich, ich binge-watche jetzt oder keine Ahnung, ich beruhig mich mit

00:49:02: irgendwas, weil was bist du undiszipliniert?

00:49:04: Also, binge-watching Anime ist zum Beispiel auch als ... oder manche Netflix-Serie ist dann so, ach ja, komm, guck mal noch eine.

00:49:11: Okay, cool, danke, beruhig mich mit

00:49:13: irgendwas.

00:49:13: Total, aber auch ich auch so ein bisschen, um so ein bisschen vielleicht dem ... auch wieder ein Tributhema ist so Neurodivergence.

00:49:22: Und jetzt auch, ich bin spätdiagnostiziert auch ADHS.

00:49:24: Okay.

00:49:25: Mir hilft Routine einfach.

00:49:27: Ich bin super schnell, bin ich im Prokrastinieren, auch mal so Dinge vor mir her schieben, weil ich funktioniere besser unter Druck und last minute.

00:49:34: Also in der Schule schon immer so gewesen, so auf den letzten Druck, dann kann ich auch dann keine Ahnung in meine Facharbeit, habe ich irgendwie in einer Woche geschrieben, drei Seiten, weil ich dann so bis zum letzten Minute aufgeschieben und dann aber Hyperfokus und dann geht's los und dann alles halt rausgeballert.

00:49:49: Also das ist definitiv auch so eine Schwachstelle von mir, aber deswegen funktioniere ich einfach auch besser mit Disziplin und mit Routine.

00:49:55: Auch so ungern, wie ich halt diszipliniert bin und routiniert bin, weiß ich, dass ich halt einfach machen muss, weil ich halt einfach dann besser funktioniere, weil sobald ich das nicht mache, und mir fällt es auch manchmal manchmal schwer mal so im Winter.

00:50:07: Also okay, im Winter ist man ein bisschen eher ... Nachlässiger, dann fällt man, ich fäll dann schnell mal in so eine Winterdepression und dann komme ich da schlecht wieder raus.

00:50:14: und es passiert immer, wenn ich aus meiner Routine ausbreche.

00:50:18: Und deswegen weiß ich einfach jetzt über die Jahre hinweg, ich muss einfach schauen, dass ich bei meiner Routine bleibe, auch wenn es schwierig ist, weil das einfach das Werkzeug ist, womit ich halt alles andere machen kann.

00:50:28: Weil wenn ich das nicht mache, dann grat ich ganz schnell in so eine Spirale rein, in der es dann ganz schnell nach unten geht.

00:50:36: Ja, super interessant.

00:50:37: Auch beruhigend, dass du diese Routine halt brauchst und du hast es gefunden.

00:50:43: wo mit du am besten funktionierst und kann sich dann ein bisschen auch selber austricksen.

00:50:49: Ja.

00:50:49: Weil du weißt, ah, ja, okay, ich würde jetzt vielleicht gern so, aber ich gebe mir auch so ein bisschen ein Krossett und halt Rituale und so und irgendwie brauchen das ja auch die meisten Menschen halt, ja.

00:50:58: Also die meisten flippen irgendwie aus, wenn sie völlig, hey, völlige Freiheit,

00:51:03: ja.

00:51:03: So halt.

00:51:04: Das ist auch

00:51:04: gar nicht so eine gute Idee, ja.

00:51:06: Ich mache jetzt dann eine viermonatige Auszeit und ich habe tatsächlich ein bisschen Angst vor, was ist, wenn die Strucke... Die Tour weg ist halt, ja.

00:51:14: Aber

00:51:15: es ist vielleicht noch gar nicht so schlecht, weil das ist auch mal gut.

00:51:18: die andere Seite mal zu sehen und nochmal zu gucken, wo ist denn das Pendel?

00:51:22: Weil das Pendel kann schon mal in beide Seiten ausschlagen.

00:51:24: Man muss halt einfach nur genug Selbstkenntnis oder Self-Awareness haben, um eben festzustellen, so, Moment, jetzt schlägt es gerade in die falsche Richtung aus, jetzt sollte ich mal wieder gucken, dass ich mal wieder eine Struktur

00:51:34: geben muss.

00:51:34: Dann muss ich mir wieder eine Struktur geben, sich mal Freiraum geben gucken, wie weit kann ich denn in den Freiraum testen, bis ich merke, da brauche ich wieder Struktur.

00:51:40: Ja, Freiheit aushalten.

00:51:41: So ein Schild habe ich irgendwo mal gesehen, in so irgendeiner Künstlerkolonie, da ist aber auch was drin und da muss man sich halt auch wieder selber eine Struktur... Struktur geben.

00:51:49: Mein Plan ist westbord.

00:51:51: Schwimmen.

00:51:51: Ich bin ja unsportlich, wobei das stimmt sogar nicht.

00:51:54: Das war irgendwie Schul-Sport.

00:51:56: Wir könnten ewig weiterspringen.

00:51:57: Ich schaue mal ganz kurz auf die Uhr, aber das interessiert mich.

00:52:00: was zu zum Thema.

00:52:02: Schulsport

00:52:03: auch sagst, das war für mich, also ich bin gar nicht so unsportlich, wie ich dachte, dass ich es bin, ja, aber damals ist ja schon ein paar Jährchen her, ja, war das echt nichts Erbauendes, ja, also nichts, was mich da, wie man heute sagen würde, empowern würde.

00:52:16: Ich habe jetzt eher festgestellt,

00:52:18: Ich

00:52:18: bin ja gar nicht so unsportlich, weil ich Menschen bei mir im Freundeskreis habe, die sportlich sind.

00:52:25: Und die konnten dann rausfinden.

00:52:29: Das geht ganz gut.

00:52:30: Ich

00:52:30: dachte auch immer, ich bin sehr unsportlich.

00:52:33: Ich dachte auch im Schul-Sport, ich bin nicht gut.

00:52:35: Ich habe zwei linke Füße.

00:52:37: Mein Weitwurf, mein Bundesjugenspiel-Traumasitz tief.

00:52:42: Oh, deins auch?

00:52:43: Ja, ja.

00:52:43: Das ist der

00:52:45: Hammer.

00:52:47: Ganz schnell kugeln.

00:52:48: Das Zeug war zu klein für dich, ein Verhalt.

00:52:50: Es war auch nicht das Richtige

00:52:52: da.

00:52:53: Ich war wirklich unsportlich im Sinne des Schul-Sportes.

00:52:56: Ich war nicht die beste Sprinterin, ich war nicht die beste Weitspringerin.

00:53:00: Ich war nicht toll im Schwebebreiken.

00:53:02: Ich hatte auch das Pech in meiner Klasse.

00:53:03: Damals war vor mir im Alphabet-Wersin natürlich dann auch immer bei Noten immer alphabetisch angetreten.

00:53:09: War vor mir eine Ballett-Tänzerin, Tochter von der Sportlehrerin.

00:53:13: Super!

00:53:13: Das war dann super bei Schwebebalken und bei hier die ganzen Gymnastik-Sachen und da kam immer ich.

00:53:18: Also das war eher demotivierend, aber ich habe mich damals halt einfach nicht demotivieren lassen, weil ich im Kraftsport halt das gefunden habe, worin ich halt Freude gefunden habe.

00:53:27: Da war ich auch nicht unbedingt in allen Sachen gleich super gut, aber mir hat es halt Spaß gemacht.

00:53:30: Und es ist auch, dass man muss halt einfach nur finden, was die eigene Leidenschaft ist und wenn es dir Spaß macht.

00:53:35: Den Mut dazu haben wir am Anfang auch einfach mal schlecht zu sein, weil man ist immer, wenn man was Neues anfängt, ist man erst mal jetzt nicht gut.

00:53:41: Man kann nicht gleich alles sofort perfekt, aber man stellt vielleicht auf den Weg dahin fest, so wie ich auch.

00:53:45: Vielleicht kann ich ja doch die eine oder andere Sache richtig gut.

00:53:48: Und mit der Leidenschaft kann man dann einfach auch Höhen erreichen, von denen man nicht gedacht hat, dass man das vorher erreichen könnte.

00:53:54: Find ich super ermutigend.

00:53:56: Tatsächlich, dass du auch ein Bundesjugenspieltrauma hast.

00:53:59: Und der Schwebeweichen, mein Gott, es hat halt keiner gesagt, Sandra, trag ihn einfach durch den Raum halt.

00:54:04: Oder werf ihn halt, oder stemmen

00:54:06: ihn halt.

00:54:07: Wie viele Medienmenschen hast du eigentlich schon über Kopf stemmen müssen?

00:54:11: Du hast mich, ja, über Kopf gestemmt.

00:54:16: Super Bild auch.

00:54:18: Wie viele Menschen hast du inzwischen schon gestemmt?

00:54:21: Das kann ich

00:54:22: jetzt gar nicht erzählen, aber den letzten, den ich mich auch erinnern kann, war der Krelltobi, der Checker.

00:54:27: Das war bei einer Fernsehserie für den Kinderkanal.

00:54:32: Und es hält sich sogar relativ in Grenzen mit den Leuten, die dich über Kopf drücken musst, weil die meisten ziehen sich so ein bisschen davor, ein bisschen Angst davor.

00:54:38: Ach so, echt?

00:54:39: Haben Sie Angst?

00:54:39: Ja.

00:54:39: Ja.

00:54:40: Jetzt hast du mir vorhin erzählt, ich war die erste, die ein Zeitungsartikeln über dich geschrieben hat und das hatte dann schon auch eine Wirkung irgendwie so.

00:54:49: Ja,

00:54:49: ja, total.

00:54:49: Also du hast es damals den Stein ins Rollen gebracht.

00:54:52: Ja, den Stein.

00:54:53: Den Stein, richtig.

00:54:54: Ja.

00:54:54: Den Husserfeldstein hast du dann gerollt, aber

00:54:57: das ist ins Rollen gebracht, ja.

00:55:02: Wie lange kann man das machen und was ist dein Plan für danach?

00:55:07: Also den Sport an sich kann man immer machen.

00:55:10: Ich habe auch eine Freundin in Norwegen, die ist jetzt Mitte Fünfzig.

00:55:13: In England gibt es auch eine Athletin, die ist jetzt Anfang Fünfzig.

00:55:18: unglaublich stark.

00:55:19: Diese stärkste Frau der Welt über fünfzig, die ziehen beide Lkws, die bekannte eben die über fünfzig ist, die hat jetzt einen Weltrekord in der Mastersklasse über fünfzig im Kreuzeben gemacht mit dreihundert Kilogramm.

00:55:32: Es ist absolut unglaublich, was Frauen auch in den alten Verleistungen bringen können.

00:55:36: Wenn man lernt auf seinen Körper zu hören und mit Sinn und Verstand trainiert und auch eben dann merkt, ich kann halt jetzt dann vielleicht eben mit Vierzig, mit Vierzig, mit Fünfzig nicht mehr so Gas geben, wie ich mit zwanzig Gas geben konnte, dann kann man den Sport sehr sicher sehr lange machen.

00:55:50: Auf dem Leistungsniveau, auf dem ich jetzt bin, irgendwann ist natürlich das Niveau mal erreicht, wo ich mein Maximum erreicht habe und dann geht das nicht mehr höher, dann kann man vielleicht das noch lange halten, aber dann wird es irgendwann wieder abnehmen.

00:56:00: Aber die Sportart an sich kann man sehr lange sehr sicher machen.

00:56:03: Wenn man möchte, dann

00:56:03: noch

00:56:04: weiß, kann ja auch sein, dass man dann irgendwann vielleicht mal sagt, okay.

00:56:08: Jetzt ist es irgendwie, ich brauche jetzt irgendwie was anderes und so.

00:56:11: Gibt es irgendwas, wovon du träumst oder was du gerne machen möchtest oder also muss auch gar nicht beruflich sein.

00:56:17: Vielleicht willst du irgendeine Reise machen oder was weiß ich, keine Ahnung.

00:56:21: Also ich möchte auf jeden Fall noch ein bisschen mehr weg von dem Strongman-Wettkampf geschehen und ein bisschen mehr in dieses Natursteine heben, weil ich das eben auch mit Reisen verbinden kann.

00:56:29: Ich war jetzt erst kürzlich in Japan.

00:56:31: Japan hat auch eine sehr... lange historische Geschichte mit eben auch so historischen Steinen, die schon immer benutzt wurden, um Kraft zu testen, die auch Sumo-Restler benutzt haben, die haben Steine, die datieren auch hunderte von Jahren zurück.

00:56:43: Das finde ich was wahnsinnig besonders, weil es für mich auch eine spirituelle Komponente hat, hinzureisen in ein anderes Land und einen Stein zu heben, wie zum Beispiel in Island, den schon seit hunderten von Jahren Menschen benutzt haben.

00:56:55: Und du fährst den Stein an und du bist da und du weißt an diesem Ort und diesem Stein.

00:56:59: ... waren unzählige Menschen in der Geschichte vor mir, die jetzt nicht mehr sind, die irgendwann mal waren und es werden in der Zukunft mehr kommen und man lässt so ein bisschen so ein Teil ... seiner Seele da.

00:57:10: Und man spürt auch so ein bisschen so den Teil der Seele, die vor einem da waren.

00:57:14: Und das ist einfach super cool, dass Kraftsport, meine Leidenschaft ist, Kraftsports in Steinehebens eben mit Reisen und anderen Kulturen zu verbinden, die Welt zu sehen, neue Menschen kennenzulernen, den Horizont zu erweitern.

00:57:22: Das macht wahnsinnig viel Spaß.

00:57:24: Ich will mich nicht super nur begrenzen auf eine Sache.

00:57:26: Die macht Kraftsport im Allgemeinen Spaß.

00:57:28: Ich werde immer stark sein wollen, weil mir einfach auch das Trainingspaß macht.

00:57:33: wird natürlich aber auch ein bisschen nur von dem Strongman-Wettkampf geschehen, so ein bisschen abweichen.

00:57:36: Also ich werde jetzt nicht nur mein Leben lang Strongman-Wettkampf machen, werde sicherlich immer wieder dahin zurückkehren, aber ist jetzt nicht aktuell jetzt auch schon nicht mehr so mein Hauptziel.

00:57:45: Was ich beruflich auf jeden Fall noch machen will, ist, ich will auf jeden Fall mal noch studieren.

00:57:48: Das kann ich aber erst machen, wenn ich jetzt sage, ich mache jetzt, hängen jetzt meine aktive Athletenkarriere an den Nagel, weil der Tag hat auch nur vierundzwanzig Stunden.

00:57:56: Dann habe ich noch mein Business, was weiterlaufen muss, dann das Training.

00:57:59: Muss ich Studium natürlich auch den Platz bekommen, den es verdient?

00:58:03: Ja klar.

00:58:03: Und was möchtest du studieren?

00:58:05: Psychologie oder Sporpsychologie?

00:58:06: damit anfangen.

00:58:08: Wir können noch ewig weiter sprechen.

00:58:10: Aber ich glaube, wir schmeißen jetzt einfach mal ein paar Gegenstände noch durch die Gegend.

00:58:15: Und ich freue mich und danke dir ganz herzlich für deine Zeit.

00:58:19: Und ja, dann schauen wir einfach mal, was du so als nächstes alles machst.

00:58:23: Und dann gehen wir vielleicht wieder miteinander plaudern.

00:58:26: Danke dir.

00:58:27: Dankeschön.

00:58:29: Mehr von uns gibt's auf Nordbayern.de und NNDE.

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