Folge 104: Like von Pink – Andreas Hellmann, Fotograf aus Forchheim, über Promis und Coming-Outs
Shownotes
Andreas Hellmann ist seinem Idol und Weltstar „Pink“ schon sehr nahe gekommen. Das hätte sich der 16-Jährige Andreas nicht träumen lassen, sagt der 33-Jährige heute. Selbstzweifel begleiten den jungen Mann aus Forchheim bereits sein ganzes Leben. Und er spricht ganz offen darüber. Auch, weil er anderen damit eine Stütze sein möchte. Sein Coming-Out ist für ihn längst kein Thema mehr: Heute steht der 32-Jährige selbstbewusst und schon mal im Regenbogen-Tanktop vor Markus Söder. „Ja, in gewisser Weise bin ich ein Rebell“, sagt Hellmann. In der aktuellen Podcast-Folge von „Mit.Menschen“ spricht der Forchheimer mit NN-Moderator Patrick Schroll nicht nur über Söder und Weltstar Pink, sondern über die schwierigen Phase seines Coming-Outs in der Schule. Vor wenigen Jahren durchlebte Hellman dann eine schwierige Phase, für die er sich professionelle Hilfe holte: Der junge Mann kämpfte mit Depressionen und sein Partner gegen Krebs. Die Therapie alleine holt den Fotografen jedoch nicht aus seinem Loch. „Ich habe über einen längeren Zeitraum Psychopharmaka genommen und in der Therapie viel über mich gelernt." Wie er seine Zukunft jetzt in die Hand nimmt.
Transkript anzeigen
00:00:02: Ja, herzlich willkommen bei Mitmenschen.
00:00:14: der Podcast vom Verlag Nürnberger Presse.
00:00:17: Und nach einem Relounge sind wir jetzt auch ganz frisch zurück am Mikrofon für euch heute.
00:00:22: Das bin ich Patrick Schroll und wir sprechen heute ganz offen.
00:00:27: wie es ist wenn Weltstar Pink dir ein Herzchen gibt?
00:00:31: Wie es ist, wenn man über Jahre mit Depressionen kämpft Und wie es ist, vor Markus Söder im Regenbogen-Tanktop zu tanzen.
00:00:39: Oder
00:00:40: wenn man sterben dem Menschen fotografiert?
00:00:42: Ich freue mich
00:00:43: sehr
00:00:43: auf das Gespräch heute hier bei uns mit Andreas Hellmann, Fotograf aus Vorheim aus dem schönen Oberfranken der aber eigentlich durch seine Arbeit mittlerweile in der ganzen Welt unterwegs ist.
00:00:53: Herzlich willkommen Andreas!
00:00:55: Vielen vielen Dank!
00:00:57: Ja Andreas würdest du dich denn selbst eigentlich als Rebell bezeichnen?
00:01:03: Ich in einer gewissen Weise glaube ich ja nicht, weil von meiner Seite aus sage ich, ich rebelliere so gerne.
00:01:08: Dann glaube ich einfach eine gewisse Art habe die von gewissen Parts der Gesellschaft einfach gerne als rebellisch angesehen wird.
00:01:16: also ich glaube ich gebe mir diesen Titel nicht selbst sondern er wurde mir so ein bisschen auferlegt und ich hab mir irgendwann gedacht dann ist es so da nehme ich den an und nehm's eher als ein Kompliment als irgendwas Negatives.
00:01:29: Was ist denn für dich oder was zeichnet den Dribbel Andreas aus?
00:01:33: Ich glaube, dass ich hauptig hoffentlich so sagen zu dürfen ziemlich authentisch.
00:01:39: Ich bin mit allem, was ich bin, mit meinen Meinungen, dass sich wenig Plattformen im Mund nehmen, egal ob privat- oder geschäftlich und das ist natürlich ein Thema, was nicht immer unbedingt verbreitet ist gerade auch im Geschäftlichen glaub ich.
00:01:53: es ist manchmal so ein bisschen verhöhnt Meinungen zu laut zu äußern Und da ticke ich aber anders, weil ich immer sage... Ich möchte wissen mit wem ich arbeite.
00:02:03: Auch wenn ich mir Dienstleister und Dienstleiserinnen arbeite!
00:02:06: Und ich glaube das es wichtig ist auch im geschäftlichen Aspekt ein Mensch zu bleiben.
00:02:12: Das ist für mich so die Überschrift.
00:02:13: Mensch bleiben ist für meich so das allerhöchste und damit rutscht man halt schon ganz gerne mal so mit gewissen Aussagen und Meinungen auf eine rebellische Anführungszeichen-Schiene ab.
00:02:24: Auf Instagram zeigst du auch sehr viel aus deinem Privatleben.
00:02:27: Was bekommst du da an Rückmeldungen?
00:02:29: Die, die ich kriege, muss ich sagen.
00:02:31: Toi, toi, toi!
00:02:32: Klopfe auf Holz sind sehr positiv und natürlich weiß ich nie was Menschen sagen, die das anders sehen aber häufig nicht darauf reagieren.
00:02:40: Bestimmt sind mir Menschen entfolgt oder schauen meine Stories nicht mehr oder finden da irgendwas doof dran.
00:02:47: Aber die Menschen, die mir schreiben ... glaube ich, sehen häufig recht gerne dass jemand einfach authentisch auftritt.
00:02:53: Dass jemand auch über Themen spricht die vielleicht unschön sind aber auch sehr ehrlich sind einfach dazugehören.
00:03:00: Wir haben es jetzt schon angeteasert gerade am Anfang das du im Regenbogen Tanktop vor Markus Söder unterwegs warst vor ihm vielleicht gesagt mal getanzt hast und den Cliffhänger noch ein bisschen höher zu hängen erzählt doch mal wie kannst denn dazu?
00:03:15: Das war oh Gott ja.
00:03:17: also ist jetzt zwei Jahre her mittlerweile, glaube ich.
00:03:22: Und Annafest in Forchheim ist den meisten Begriff.
00:03:26: Ich darf in meiner Selbstständigkeit viel für die Stadt Vorherrm arbeiten und war da eben auch gebucht für den Auftakt, für den Anstieg am Annafest.
00:03:35: Und ich habe mir damals selbst so geschworen aufgrund des politischen Klimas zu sagen, nee, ich finde es wichtig sichtbar zu sein.
00:03:42: Und dieses Annafest gehe ich nur da hoch im irgendeinem sichtbaren Regenbogen bereitgelegt.
00:03:50: Dann war ich aber gebucht für diesen Job und dann kam die Ansage, dass eben Markus wieder am Anstich dabei sein wird.
00:03:56: Und ich habe kurz überlegen müssen bleibe der Sache jetzt wirklich treu oder ist das vielleicht ein bisschen... Ich bin zum Arbeiten da natürlich!
00:04:03: Ist es ein bisschen provokativ?
00:04:05: Dachte mir dann aber warum?
00:04:07: wer sagt mir, dass es provokativ ist?
00:04:09: Es ist ein Regenbogen fertig.
00:04:12: was man da rein interpretiert ist jetzt mal jedem selbst überlassen hab das durchgezogen und bin dann tatsächlich immer im Regenbogen-Tanktop vor.
00:04:20: Und am Ende auch auf der Bühne gestanden, vor und neben Markus wieder zum Fotografieren des Anstiegs... ...und wurde ja auch diverse Male darauf angesprochen und konfrontiert auf das Thema.
00:04:32: Was sagen denn die Leute?
00:04:33: Einige fanden es super!
00:04:35: Also einige fanden das eine coole Aussage oder einfach keine Aussage was auch vollkommen legitim ist.
00:04:41: Natürlich gab's da wiederum schon ein paar Leute, die gesagt haben muss das sein in dem geschäftlichen Aspekt so aufzutreten.
00:04:48: Für mich ist ein Regenbogen aber eine neutrale Aussage und deswegen empfinde ich ihn jetzt auch nicht unbedingt als provokativ, das bin einfach ... Ich!
00:04:57: Du hast grad was ganz Schönes gesagt wie ich finde du hast gemeint, du wolltest dir selbst irgendwo auch treu sein hat ja auch ne größere Geschichte im Hintergrund.
00:05:09: hätte sich denn der Andreas von Vor, sag ich mal, fünfzehn Jahren, zehn Jahre sich das getraut.
00:05:16: So aufzutreten in der Öffentlichkeit?
00:05:18: Vor fünfzehnt Jahren glaube ich nicht.
00:05:20: Da habe ich noch möglichst versucht so wenig wie möglich aufzufallen.
00:05:24: Einfach weil ich in der Position war wo ich ... Ich hatte Angst davor zu fallen.
00:05:29: Zu dem Zeitpunkt und war lieber undercover vor zehn Jahren, da war ich vielleicht wirklich rebellisch.
00:05:36: Da waren so ein bisschen meine Pubertät zwei Punkt Null vielleicht, wo ich erst Mal Vollgasten geben hab.
00:05:42: Vor zehn Jahren warst du wie alt?
00:05:43: Da
00:05:43: war ich zweiundzwanzig.
00:05:44: Okay, also jetzt
00:05:45: zweiunddreißig.
00:05:46: Genau
00:05:46: ja genau!
00:05:48: Da war vielleicht wirklich mal auf einer Schiene wo ich dachte so nachdem ich jetzt zu lange alles innen gehalten habe Jetzt bricht es auch mal irgendwo raus.
00:05:55: Aber vor fünfzehn Jahren wäre das für mich unvorstellbar gewesen sowas zu machen.
00:05:59: da war ich froh wenn mich niemand bemerkt.
00:06:03: Hat's denn für dich eine Rolle gespielt dass Du in einer kleinen Stadt einer fränkischen Kleinstadt aufgewachsen bist?
00:06:12: Ich würde sagen Ja Natürlich habe ich wenig Vergleich, wie es jetzt wäre.
00:06:16: Hätte ich in Berlin gelebt mit fünfzehn und sechzehn.
00:06:20: Aber ich weiß halt schon noch ziemlich genau ... als ich mich dann geoutet hab irgendwann... Ich war schon so ein bisschen der auffällige Typ einfach weil ich von dem ich zumindest luste damals die einzige Queerperson, zumindest die geoutete Queer-Person an dieser Schule war.
00:06:37: Ich war sechszehn, ich war in einer Klasse mit zweiunddreißig Jungs.
00:06:41: Das ist natürlich so'n bisschen Raum wo man schon Auffällt, wenn man plötzlich sagt hi.
00:06:47: Ich bin übrigens schwul.
00:06:48: Da kommen auf einmal sehr viele Themen hoch vom Klassenzimmer über die Umkleidekabine und die Abschlussfahrt.
00:06:53: Wer möchte dann da noch im Zimmer mit schlafen?
00:06:56: Also ich glaube schon dass es damals noch viele Vorurteile gab gegen Menschen wie mich.
00:07:02: Ich hoffe wir sind heute weiter!
00:07:03: Ich weiß es nicht, ich bin nicht mehr fünfzehn.
00:07:05: Ich weiß nicht wie's heute ist.
00:07:06: Ich hoffe er ist leichter.
00:07:07: aber anderes Thema aber auch da tut sich ja vieles.
00:07:12: Vielleicht wäre es schon in der Stadt etwas leichter gewesen, weil ich nicht ganz so alleine gewesen wäre.
00:07:17: Vielleicht hätte ich noch da eher Leute gehabt die sind wie ich oder hätte auch eher Vorbilder gehabt, in denen ich mich gesehen hätte.
00:07:25: das hatte ich damals halt sehr wenig so in der kleinen Stadt.
00:07:28: Wie lief denn dann dein coming out?
00:07:32: Es war anfangs ein sehr schleichender Prozess.
00:07:34: also ich habe das wirklich.
00:07:36: Ich sag immer, ich hab das lange mit mir rumgetragen.
00:07:38: Aber ich war es nicht so lange, aber gefühlt war das eine Ewigkeit und man hat trotzdem Jahre vom Merken bis zum Aussprechen ... Hab mich damals bei meiner damaligen besten Freundin über ICQ, glaub ich, war's noch zu der Zeit?
00:07:53: Das gab's noch, müsste man fast erklären.
00:07:54: Nee, das ist okay.
00:07:55: Genau,
00:07:56: ich kann gerne.
00:07:56: Vielleicht kennen's einige von ihnen Zuhörerinnen.
00:08:01: Da habe ich mich damals eines Nachts ... Ich hab die Nachricht geschrieben und eine halbe Stunde angestarrt, bis ich irgendwann auf Absenten geklickt hab.
00:08:09: Und meine beste Freundin hat damals gedacht es ist ein Witz ... Ich hab geschrieben und so, hey, ich bin übrigens schul!
00:08:15: Und sie war so, ha?
00:08:16: Ich bin lesbisch.
00:08:18: Ja nee wirklich, also meines Ernstes, ich Bin schul.
00:08:20: Ja klar hier sind wir beide ein bisschen queer und ... Stopp, wirklich nicht ernsthaft.
00:08:26: Dann hat sich erst verstanden dass das wirklich mein Ernst ist und hat aber zum Glück super reagiert.
00:08:32: dann gab's noch einen kleinen Kreis der relativ schnell erfahren
00:08:36: hat.
00:08:37: Hab danach erst mal so ein bisschen die Hand drauf gehalten und es war eher noch so'n Geheimnis, was halt ein gewisser Kreis wusste.
00:08:43: Und dann gab's aber irgendwann einen Punkt wo ich gesagt hab dieses Versteckspiel und diese wer weiß was mit wem kann Ich wie reden?
00:08:50: Wo kann ich wie sein?
00:08:53: Warum?
00:08:54: Was ist der Grund dafür?
00:08:55: warum nicht einfach jetzt sagen Ich laufe nicht rum und schreiß in die Welt Aber wer das weiß der weißes einfach.
00:09:00: und wenns zur Sprache kommt Kommt zu sprache und dann stehe ich auch dahinter Und das habe ich damals gemacht.
00:09:05: Es wussten dann halt immer mal mehr Leute, mehr Freunde.
00:09:09: So was spricht sich natürlich mit sechzehn an so einer Schule in der kleinen Stadt schnell rum.
00:09:15: Irgendwann wussten sehr viele Menschen nicht alle fanden es jetzt toll.
00:09:20: Damals kam schon durchaus viel Gegenwind aber ich hab irgendwann wirklich für mich gesagt wenn ich einfach authentisch dazu stehe wie soll mich irgendwer treffen?
00:09:29: Wenn alles was die Person mir sagen kann mir ja schon bewusst ist Mit was willst du mich, wie man so schön sagt, verarschen oder treffen?
00:09:37: Wenn ich sag ... Es ist kein Geheimnis.
00:09:40: Ich hab's öffentlich gemacht.
00:09:41: Was du mir jetzt sagst, kann mir eigentlich nix.
00:09:44: Gab
00:09:44: es dann auch Momente, wo du gezweifelt hast, dass du das öffentlich gemacht hast und überhaupt öffentlich machen willst in diesem Prozess?
00:09:51: Also, ich hab's glaub ich nie bereut im Nachhinein.
00:09:56: Gezweifelte habe ich vorher noch lange danach nicht mehr.
00:10:00: Was für mich aber lange Zeit noch ein Thema war, war das ich mich gefühlt habe als würde ich immer dieser Kanarienvogel bleiben.
00:10:09: Diese eine Person über die Leute reden, die alle anschauen wenn er irgendwo entlangläuft ... Über diesen einen Fakt einfach kennen und dafür auch nur dafür kennen.
00:10:21: Das war langsam mein Gefühl dass es so ist, wenn man queer ist und geoutet ist Und hab da erst zum Glück Irgendwann dann ja merken dürfen, dass es eben nicht so ist.
00:10:30: Dass das vielleicht in dem Alter noch ein großes Thema ist Das ist aber mit der Zeit wenn man einfach authentisch und offen mit umgeht Auch da wieder klar geht's Menschen die da bis heute ein Thema mit haben Aber zumindest in meinem Arbeitsumfeld im privaten Umfeld Es immer weniger thema wurde Und ich musste immer weniger beweisen und habe mich immer weniger deswegen irgendwie anders gefühlt.
00:10:52: Es wurde einfach normaler mit der zeit Und das hab ich mir damals noch nicht vorstellen können.
00:10:56: Dass der Punkt mal kommt, wo ich mich nicht mehr anders fühl.
00:11:00: Wie fühlt es sich jetzt an für dich?
00:11:04: Ich sag immer ... Also, ich fühle mich nicht anders.
00:11:07: Klar ist auch eine Umfeldssache.
00:11:09: Jetzt kenne ich deutlich mehr queer Menschen um mich rum im Freundeskreis in beruflichen Umfeld.
00:11:14: aber ich sage immer, ich probier's positiv zu sehen.
00:11:19: gibt es vielleicht mal noch Rückfragen, wenn ich eingeladen werde von Menschen die mich nicht kennen und sagen hey bring doch deine Freundin mit.
00:11:25: Ich muss halt sagen meinen Freund bringe ich natürlich gerne mit aber die Reaktion ist in der Regel eine sehr kleine Reaktionen Und ich probiere eher zu sagen Hey dafür habe ich.
00:11:34: zum Beispiel bin ich aufgewachsen in der Welt Die deutlich weniger dieser vorgegebenen Linie hatte.
00:11:42: Wenn ich jetzt mit meinem freund zusammen bin werde ich nicht zb wie vielleicht hetero Paar das leider an und dauernd, glaube ich, hören.
00:11:49: Ah, es hat schon länger zusammen!
00:11:51: Wann gibt's denn das erste Kind?
00:11:52: Das sind so Sachen, das sind so Klischees sag' ich mal die sehr gefährlich sind finde ich auszusprechen weil da viele empfindliche Themen drinstecken können gerade bei Hetro-Panen.
00:12:01: Also was kriege ich nicht dauerend ab.
00:12:02: also ich habe dafür auch vorzuüge dass sich durch diesen einen Tabubruch mir so ein bisschen meine eigene Spur formen konnte und mir mein Leben wirklich komplett zomalen konnte wie ichs wollte grade weil vielleicht so ein bissel Vorbilder gefehlt haben.
00:12:17: Hab war mein Blatt wirklich weiß.
00:12:20: Und ich hab's komplett von null auf malen dürfen, und das für mich ein riesiges Positiv ist in meinem
00:12:27: Leben.".
00:12:28: Diejenigen, die uns zuhören oder vielleicht auch zuschauen ... Werbeblock-Achtung!
00:12:32: Man kann uns als Videopodcast anschauen.
00:12:35: Die denken sich jetzt vielleicht, kann es manche geben?
00:12:37: Boah, schon wieder so eine Geschichte über Coming Out.
00:12:41: Wir haben im Jahr zwanzig fünfundzwanzig.
00:12:42: Warum macht überhaupt noch ein Thema daraus?
00:12:45: Wie würdest du darauf reagieren?
00:12:47: Wenn das jemand sagt.
00:12:48: Ich glaube, dass dieses Thema Coming Out so lange wichtig bleiben wird wie das Thema Queerness ein Thema in der Gesellschaft ist und das ist jetzt leider heute... ich weiß nicht ob ich sagen möchte mehr als damals aber ich glaube der Diskurs verändert sich die Art zu sprechen verändert sich wieder auf eine gewisse Art und deswegen glaube ich, dass es heute eigentlich umso wichtiger ist über das Thema zu sprechen und einfach sichtbar zu sein.
00:13:16: Ich glaube, dass sehr viele Menschen... Einfach auch weil es menschlich ist sich über Themen Meinungen bilden vielleicht aber gar nicht immer die großen Berührungspunkte damit haben.
00:13:24: Vielleicht haben Menschen sich ein Bild gemalt über die Jahre von queeren Menschen kennen.
00:13:30: da war eigentlich ganz wenige zumindest bewusst kennen sie weniger Und deswegen finde ich es wichtig, sichtbar zu sein und klarzumachen.
00:13:37: Hey du kennst durchaus queer Menschen.
00:13:39: Dein Fotograf ist einer davon!
00:13:40: Die Kindergärtnerin ist eine davon!
00:13:43: Deine Nachbarnen ist eine von uns!
00:13:45: Wir sind hier und wir sind ganz normale Menschen.
00:13:47: mit uns kann man reden.
00:13:48: Uns kann man Fragen stellen.
00:13:49: wenn man unsicher ist fragt uns.
00:13:52: Ich glaube die meisten von uns haben kein Thema damit einfach ehrliche Fragen zu beantworten.
00:13:57: Deswegen glaube ich dass einfach Sichtbarkeit oft so ein bisschen klischiermäßig abgetan wird Aber eigentlich eine ganz wichtige Sache ist.
00:14:07: Du bist ja schon seit mehreren Jahren mit deinem Partner zusammen und ihr habt ja auch schon die ein oder andere schwierige Zeit überstanden, das hat man uns mal im Vorgespräch darüber unterhalten.
00:14:16: Was hat denn das in eurer Partnerschaft verändert?
00:14:20: Ich glaube es hat manche Sachen bewusster gemacht.
00:14:22: also um das mal kurz so
00:14:24: einzuordnen was passiert ist oder was los war.
00:14:26: Das war dann zwanzig, das war damals allgemein nicht ganz einfache Zeit einfach weil ... Ich als Fotograf natürlich in der Pandemie schauen musste, wo ich bleibe.
00:14:36: Natürlich ist mir vieles weggefallen an Jobs.
00:14:38: Ich bin seit jetzt bald vierzehn Jahren selbstständig und mit einem Mal war über Nacht alles anders.
00:14:42: Man musste sich wieder neu sortieren und hatte viele Existenzängste.
00:14:46: Und mein Freund ist in der Eventbranche auch da sehr betroffen gewesen von der Situation.
00:14:52: Er wussten beide nicht so richtig was die Zukunft bringt.
00:14:57: Dann hat das eh schon einiges ausgelöst.
00:14:59: zu Ihnen uns Ja, und dann gab's Tag X. Damals, im Anfang des Jahres irgendwann als mein Freund damals zum Arztheim kamen und mir erklärt hat er hätte jetzt eine Krebsdiagnose.
00:15:11: Er war gerade beim Arzt und kam zurück und es hieß, er hatte Hodenkrebs und musste auch wirklich sofort eigentlich am selben Tag noch möglichst ... Wir haben es dann auf den Tag drauflegen können in die Klinik zur OP danach Chemotherapie Und das war natürlich schon eine Ansage damals.
00:15:32: War keine einfache Zeit, so am Top zu allem das irgendwie zu handeln emotional wie auch natürlich wirklich die eigentlichen Sachen die zu tun waren zu händeln.
00:15:40: aber ich glaube dass die zeit uns Vieles wieder bewusst gemacht hat.
00:15:44: es hat viele themen wieder ein bisschen mehr ins Jetzt gerückt Es ist alles guten gang das vorweg.
00:15:50: also ihm geht's gut.
00:15:52: Er hat seine untersuchen regelmäßig Aber es ist jetzt eben jahre her.
00:15:56: Es kam nie wieder irgendwas zum glück Aber es hat schon so ein bisschen wieder mehr ins jetzt, glaube ich.
00:16:02: Uns geholt und auch ein bisschen klarer gemacht das nicht jedes Thema was man immer so im Kopf rum schwirren hat ist so ernst und so wichtig wie es einem vielleicht in der Sekunde vorkommt.
00:16:13: Manche Sachen sind nervig sind manchmal nicht ganz einfach brauchen aber auch nicht den größten Platz im Kopf.
00:16:20: da gibt's andere Themen die für die man vielleicht solche Kapazitäten abheben sollte und den Rest auch nicht immer zu ernst nehmen muss.
00:16:30: Man entwickelt sicherlich eine andere Sicht auf das Leben und wie man so schön sagt, auf die wirklichen Probleme im Leben.
00:16:36: Was dann wirklich zählt am Ende?
00:16:38: Absolut, genau ja!
00:16:40: Lass uns doch mal ein bisschen zurückreißen.
00:16:42: noch einmal weil du auch die Kopfsache angesprochen hast.
00:16:44: Auch da ist nochmal so'n kleiner Cliffhanger.
00:16:47: Ich hab dich gebeten mal in deinem Fotoalbum zu stöbern bevor du hierher kommst Bild mitgebracht, dass er eine Bedeutung für dich hat.
00:16:59: Kannst du mir das mal zeigen?
00:17:01: Uns das mal zeigen?
00:17:03: Sehr gerne!
00:17:06: Jetzt wird es spannend.
00:17:09: Also ich glaube man kennt mich schon aber es ist definitiv ein Unterschied.
00:17:14: Das ist das Foto.
00:17:16: Okay, krass oder geht das, siehst Du?
00:17:18: Ja genau ich sehe es gut.
00:17:19: ja also man sieht Dich.
00:17:22: Es wäre eine ganz andere Person tatsächlich, also mit Brille auch.
00:17:24: Genau!
00:17:24: Und die Hade natürlich noch ganz anders ... Wie alt warst du da?
00:17:27: Da war ich damals fünfzehn.
00:17:29: Ich bin ja doch fünfzehnt noch genau, ja... Ich bin in dem Jahr sechszehn geworden.
00:17:33: Krass, man erkennt dich kaum wieder ehrlich gesagt.
00:17:36: Also ich finde es tatsächlich auch, ich habe die Bilder mal rausgesucht vor einer Weile eigentlich für die Therapie ursprünglich Mal und ich muss aus sagen mir ist es total einerseits schwer gefallen weil das klingt so dramatisch aber es war Spannend.
00:17:49: Es war interessant, diese Bilder die ich wirklich nie wieder angeschaut habe seitdem weil das eine Phase in meinem Leben ist, die ich einfach so probiert hab eigentlich eher abzuschließen und da würde ich lange Zeit nicht mehr zurück... Achso Bildschirme es wieder aus!
00:18:03: Nicht mehr zurück geschaut habe Und dann diese Bilder raus zu suchen und ein bisschen zu merken.
00:18:09: was fühle ich wenn ich mit dieser Person in die Augen schau?
00:18:13: Wie war der damals?
00:18:16: Das war ein ganz spannendes Gefühl nicht nur ... positiv.
00:18:21: Aber ich probiere mir halt so einen positiven Twist draufzusetzen und zu sagen, das ist lange her.
00:18:26: Seitdem es viel passiert.
00:18:28: Vieles war nicht leicht aber du bist ein anderer Mensch geworden seitdem... Und das glaube ich, hoffe ich, nicht im Negativen.
00:18:36: Seit dem ist glaube ich vieles an Lebenserfahrungen passiert und viel an Selbstbewusstsein, an Selbstkenntnis um die ich wahnsinnig froh bin.
00:18:45: Auch wenn der Weg dahin vielleicht nicht ganz einfach war dass sich jetzt das Bild anschauen.
00:18:48: wir denken okay Ja, das war ein Kapitel was nicht einfach war aber vermutlich auch sein musste.
00:18:55: Dann werde ich heute da hinkommen wo ich bin.
00:18:58: Wie würdest du denn diesen alten Andreas beschreiben?
00:19:01: warum hast du speziell dieses foto ausgewählt?
00:19:04: Ich habe das photo ausgesucht weil ich glaube es fast ziemlich gut zusammen Genau wie ich die sind an dich von damals eben sehen weil ich finde Ich glaube dass das was man Heute am ehesten in mir liest mein Auftreten und so weiter Hier noch ein völlig anderes Wahl.
00:19:19: Das Bild schaue ich an und hab das Gefühl, dieser Mensch ist so... ...schüchtern und so ruhig!
00:19:25: Und wie es vorne an sich gesagt hat, möchte er möglichst gar nicht auffallen.
00:19:28: Unscheinbar in jeder Hinsicht, egal ob jetzt optisch oder einfach die Körpersprache.
00:19:33: Wie ich mein Getränk auch nur um Klammer ist schon so... Oh Gott, da steckt zu viel Unsicherheit für mich in dieser Person.
00:19:42: Und das glaube ich beschreibt diesen Anliefern damals sehr gut.
00:19:46: Der hat unfassbar viel gefühlt.
00:19:49: Damals tut er heute noch, aber heute, glaub ich mehr nach außen als nach innen.
00:19:53: Der Andi damals hat alles mit sich selbst ausgemacht.
00:19:55: Der andi damals hatte effektiv kein ... wirkliches Umfeld.
00:19:59: Das war ne Phase in meinem Leben, als ich kaum eine Freundin hatte um mich rum.
00:20:05: Es war auch so um meine Schulwechsel rum.
00:20:07: Ich hatte einen Geburtstag, das weiß ich noch.
00:20:09: Da kamen eigentlich nur Freunde von meinem Bruder, weil ich in diesem Jahr ... eigentlich niemanden um mich herum hatte, den ich hätte einladen können.
00:20:16: Und das war tatsächlich auch so diese Zeit hier.
00:20:19: Ähm... und das ist... wie gesagt lange her?
00:20:25: Aber es hat sich wahnsinnig viel getan!
00:20:28: Das war genau, glaube ich, die Beruchphase.
00:20:31: Es war so ein Jahr vor dem Coming-Out.
00:20:33: Als ich immer mehr gemerkt habe,... ..."Es muss irgendwie
00:20:36: raus!".
00:20:37: Du frisst alles nach innen.
00:20:39: Du frist dich irgendwann auf, du traust dich gar nicht mehr reden, weil du immer Angst davor hast was irgendwer drüber denken könnte.
00:20:45: Ob er irgendwas merken könnte, ob er dich deswegen doof findet und das Leben schwer macht.
00:20:49: Und irgendwann hab ich gesagt ... Stopp, Grenze!
00:20:53: Das ist zu viel und ich muss was ändern.
00:20:56: Wenn ich so weitermache, geht es nicht gut aus.
00:20:59: Das ist für mich kein Leben, wo ich älter werden sehe.
00:21:02: Deswegen muss sich etwas ändern.
00:21:05: Ich stoße jetzt irgendwo an und mach mich unbeliebt.
00:21:08: Dann ist es so.
00:21:09: Ich hatte damals keinen Umfeld.
00:21:12: Was soll passieren?
00:21:13: soll mich noch weniger Menschen cool finden.
00:21:16: Und in der Praxis, wie es glaube ich oft so ist, passiert eigentlich das Gegenteil ab dem Punkt wo ich gesagt habe, kein Bock mehr auf dieses Versteckspiel, immer geduckt und das trefft sich auch sehr gut wortwörtlich geduckt auf dem Foto.
00:21:30: Am durchs Leben gehen, das ist nichts mehr was ich machen möchte.
00:21:32: Ab den Punkt wo Ich das gelassen hab, auf einmal hatte ich Menschen um mich herum die gesagt haben ... Ab dem Punkt hatte ich wieder einen Umfeld und hab mein Leben wirklich komplett neu aufgezogen, von null auf.
00:21:50: Ich glaub ... das große Wort, dass dahintersteckt ist, einfach authentisch zu sein?
00:21:56: Und ich glaube, wer authentisch isst der auch selbst irgendwo befreit und geht an seinen Weg oder bzw.
00:22:05: der Weg, der zeigt sich dann, wo man entlang gehen wird.
00:22:10: Absolut!
00:22:10: Das ist sehr wichtig ja.
00:22:12: Du hast ja auch erwähnt Du hast das Bild herausgesucht für die Therapie.
00:22:17: Willst du kurz erklären, was genau du da gemacht hast?
00:22:22: Ja, gerne!
00:22:23: Also Therapie allgemein.
00:22:24: so kurz für den Zusammenhang... Ich bin jetzt seit etwas über dreieinhalb Jahren in Psychotherapie und Gesprächstherapie, weil ich damals, wie gesagt, in dieser Coronazeit ist bei mir vieles auf einmal weggebrochen nicht nur die Arbeit auch allgemeinen Gewohnheiten, die Rhythmen, die mich lange Zeit beschäftigt haben.
00:22:46: Ich war früher so ein Mensch der ... sieben Tage die Woche irgendwo in Aktionen war.
00:22:50: Der immer unter Menschen war, der immer irgendwas zu tun hatte und mit einem Mal war quasi alles davon weg und anders.
00:22:57: Und da hab ich ... psychisch nicht so gut drauf reagiert auf diese Veränderung auf einmal?
00:23:03: Man hat dann gemerkt, irgendwas passiert da.
00:23:06: Irgendwas ... irgendwie glaub ich verliere eine gewisse Kontrolle.
00:23:09: grade hab dann auch ein bisschen auf Raten von Freunden hin.
00:23:16: Auf viel Raten, genau genommen.
00:23:19: Angefangen mir einen Therapieplatz zu suchen.
00:23:20: Hab das x-mal aufgegeben weil ich keinen gefunden habe und irgendwann die Kraft nicht mehr hatte.
00:23:26: Hab letzten Endes doch zum Glück im quasi letzten Versuch einen gefunden bin in Therapien gegangen.
00:23:32: Bin auch bei meiner ersten Therapeutin geblieben bis heute.
00:23:34: Die ist die Beste, die ich hätte treffen können.
00:23:37: Da kam dann ziemlich schnell raus dass ich eben Depressionen hab Und dass wir da auf jeden Fall daran arbeiten müssen, das war damals ironischerweise der gleiche Tag von der Krebsdiagnose.
00:23:49: Ich hatte mal ein erstes Therapiegespräch.
00:23:52: Vormittags bin dahin gefahren.
00:23:53: mir wurde irgendwie gesagt oh Das ist immer auf jeden fall im Bereich Depressionen unterwegs.
00:23:58: Auf jeden Fall müssen wir Therapie weiter machen wenn nicht sogar Medikamente Wenn nicht sogar Klinikaufenthalt.
00:24:05: und ich bin heimgekommen und zwei Stunden später hatte mein Freund eine Krebs Diagnose was natürlich dann das Thema mit mal eben so Jetzt mal auf mich konzentrieren, jetzt mal alles andere runterfahren.
00:24:16: Natürlich sehr schwer gemacht hat, wofür niemand irgendwas kann.
00:24:19: Aber das war ein spannender Tag, da ist viel passiert und seitdem bin ich eben in Therapie dort.
00:24:26: Dreieinhalb Jahre sind's genau ja.
00:24:30: Ich war davon anderthalb Jahre auf Psychopharmaker weil ich eigentlich anfangs ohne klarkommen wollte.
00:24:36: Ich hatte immer so eine Hürde Und dann kam natürlich aber halt von meinem Freund die OP, die Chemotherapie und ich hab da viel ... Ich hab meine Arbeit währenddessen weitermachen müssen.
00:24:46: Ich war weiterhin im Tierheim, wo ich endamtlich gearbeitet habe usw.
00:24:50: Hab da viel stemmen müssen parallel und hab irgendwann gemerkt, ich kann nicht mehr.
00:24:54: Aber ich kann mich ja grad eben auch nicht rausnehmen.
00:24:55: Ich kann meinen Freund jetzt nicht sagen, tschau, mach mal alleine!
00:24:59: Ich bin mal weg, ich brauch mal Zeit für mich.
00:25:01: Und hab dann irgendwann beschlossen, dann nehm ich die Medikamente.
00:25:06: Auch wenn ich anfangs eine Riesenhörde hatte für mich eine Riesenhilfe und ich glaube, ich hätte die Zeit damals ohne auch nicht gepackt.
00:25:13: Hat mir aber immer gesagt, ich nehme so lange wie ich es brauche.
00:25:16: Es ist jetzt einfach gerade ne Krücke und die ist okay.
00:25:19: Aber ich möchte sie ja auch nicht für immer.
00:25:21: Wenn das andere anders handhaben vollkommen fein?
00:25:23: Ich hab mir damals gesagt nur solange ich muss!
00:25:26: Und habe ziemlich genau glaube ich.
00:25:28: ein Jahr später habe ich mir gesagt, dass ist der Punkt.
00:25:31: Ich beginne jetzt quasi so die Ausschleichphase.
00:25:33: man kann hier nicht von heute auf morgen absetzen dann musst du's ja noch wirklich über Monate ausschleichen lassen und war dann ziemlich genau anderthalb Jahre, nachdem ich damit angefangen habe.
00:25:42: Wieder weg davon!
00:25:43: Therapie mache ich weiter... aber Medikamente waren eben diese anderthalfjahre.
00:25:48: Kannst du mal beschreiben was macht denn eine Depression mit einem?
00:25:51: Also du hast jetzt auch ein bisschen den Vergleich, du hast dich da ja rausgearbeitet im Vergleich vor der Therapie und stand jetzt.
00:25:58: Was hat sich dafür verändert?
00:26:00: wo kann man da Unterschiede feststellen?
00:26:02: Ich glaube ich hab sehr viel mehr zum einen über mich gelernt, über mich als Person.
00:26:08: Ich habe viel mehr verstanden, warum ich bin wie ich bin.
00:26:10: Im Impositiven wie im Anführungszeichen Negativen.
00:26:14: Was sind meine Stärken die ich hab?
00:26:16: Was sind Schwächen die?
00:26:17: ich habe auch da Anführung Zeichen was sind so meine Macken?
00:26:21: wo sehe ich selbst auch Bedarf einfach an mir als Person zu arbeiten weil ich damit vielleicht anderen wirklich auf den Nerven gehe weil ich vielleicht wirklich mal Grenzen überschreite.
00:26:31: Da habe ich viel viel viel über mich gelernt aber auch viel gelernt mir zu verzeihen um mir auch klar zu machen, du kannst nicht immer irgendwas dafür, dass du so bist.
00:26:42: Aber es ist deine Verantwortung daran zu arbeiten, dass es in Zukunft anders
00:26:45: wird.".
00:26:47: Das hat mir wahnsinnig viel geholfen aber eben auch vor allem wirklich das Verständnis von mir selbst.
00:26:51: Mir müssen zu verzeihen und zu sagen okay... Es ist gerade eine schwierige Phase.
00:26:56: Nicht deine Schuld!
00:26:57: Wir arbeiten da jetzt gemeinsam dran rauszukommen und auch viel mehr zu lernen.
00:27:01: was ist eigentlich Depression?
00:27:04: Genau, weil das war mein Gedanke.
00:27:06: Also Depressionen ... Das bring ich immer in Verbindung mit.
00:27:09: Man ist irgendwie schlecht gelaunt aber das ist ja offensichtlich weit mehr als das.
00:27:13: Genau, also es kann sich natürlich auf sehr verschiedene Arten zeigen bei Menschen.
00:27:18: Aber ich persönlich sag immer, Depression fühlt sich, wenn ich einen Eimsatz zusammenfassen muss, ist es das Gefühl von Es war nicht gut?
00:27:28: Es ist nicht gut und das wird nie wieder gut sein!
00:27:30: Das ist wie so ein Mantel der sich über alles legt Und auf einmal dir klar macht, alles wahr ist und wird immer schlecht sein.
00:27:38: Was natürlich nicht stimmt!
00:27:39: Aber das ist für mich immer so.
00:27:40: der Paar der Depression ist... ...und der einen dann wirklich regelrecht einfach lähnen kann.
00:27:45: Der einen wirklich ausgefecht setzt, der körperlich sich ziemlich hart auswirken kann,... ...der auswirkenden Menschen auch Gedächtnis hat.
00:27:53: Ich habe zum Teil wirklich Phasen.
00:27:55: die sind für mich heute wie ein Film weil ich einfach in diesen Akutphasen... Wir nennen's immer Survival Mode.
00:28:01: Also wenn quasi alle Funktionen vom Hirn abschalten, die nicht laufen müssen um irgendwie die letzte Kraft zu kriegen, um den Alltag zu schaffen so gut es halt geht und dafür aber einfach im Gedächtnis dann Sachen passieren und ich heute Bilder sehe mir denke was bin ich auf dem Bild?
00:28:17: Ich hab keine Erinnerung daran dass das passiert ist.
00:28:21: Das sind Phasen in deinem Leben, die du quasi vergessen hast?
00:28:24: Quasi zumindest ausschnittsweise also wo ich zumindest eine sehr schlechte Erinnerungen nur noch habe.
00:28:28: also das fand ich auch sehr spannend zu merken, wie der kopf wirklich arbeiten kann und wir.
00:28:35: Eigentlich habe wundernswert, wer sagt okay?
00:28:37: Wir fahren alles andere runter hauptsache das wichtigste schaffen wir noch.
00:28:41: so gesehen etwas positives aber schon auch für mich damals eine krasse erkenntnis gewesen zu merke Wie man eben halt wirklich einfach durch den kopf gesteuert ist und dass der auf alle Auswirkungen hat und eine gewisse kontrolle hat.
00:28:55: Und wie gesagt, das geht natürlich weiter mit Arbeit.
00:28:57: Mit Konzentrationsthemen und Schlafstellungen.
00:29:01: Da hängen so viele Sachen dran!
00:29:03: Aber für mich ist immer dieser Haupt gegen den Mantel.
00:29:07: Der sich drüber legt, der auch mal im Schub kommt von heute auf morgen... ...sich über alles legt was gestern noch gut war, ist heute auf einmal schlecht.
00:29:16: Man hat das Gefühl es wird immer sein bis dieser Schub sich ein bisschen legt und dann merkt man wieder okay Das war wieder mal so eine Phase.
00:29:25: Und das ist für mich wichtig gewesen, das zu lernen und zu sagen nee Natürlich muss man sagen im Kopf irgendwo vertrauen Vielleicht aber nicht.
00:29:33: wenn ich gerade einen Schub hab Dann ist mein kopf vielleicht nicht unbedingt der auf den ich hören sollte weil dass es dann eben nicht meinen kopf an sich.
00:29:39: das ist Depression.
00:29:41: da spricht grad ne andere stimme als die die eigentlich Ich wirklich bin.
00:29:46: diese stimme sagt jetzt zum beispiel du andi Du bist nicht gut als fotograf Deine Partnerschaft hat Probleme, du verhältst dich gegenüber anderen schlecht.
00:29:57: Du bist zu viel oder wie kann man sich das vorstellen im Detail?
00:30:00: Genau so eigentlich.
00:30:01: also ich fange an allem zu zweifeln.
00:30:03: Ich habe auf einmal das Gefühl dass mein komplettes Umfeld mich eigentlich nur erträgt nicht mag und dann toleriert.
00:30:11: Ich hab das Gefühl meine Kundinnen und Kunden Buchen mich eher aus Mitleid weil naja oder wussten vorher ja nicht, wie ich arbeite und am Ende finden die bestimmt alles total schlecht was ich mach.
00:30:23: Und bestimmt sagen die jetzt auch nur das ist ganz toll, wenn wir zu arbeiten und eigentlich sind sie nur höflich.
00:30:28: Und auf einmal formt sich derst dann eben halt auch in Angst um.
00:30:32: Auf einmal will ich gar nicht mehr rausgehen unter Leute weil ich ja denk... Die mögen mich eh nicht, die wollen mich ehnig dabei haben!
00:30:39: Und ich werde auf einmal super nervös vor dem nächsten Shooting, weil ich mir denke Ich kann nie im Leben erfüllen Wünsche und Anforderungen an diesen Job haben.
00:30:48: Da bin ich überhaupt nicht gut genug
00:30:49: für.".
00:30:51: Und das legt sich auch über jede Logik, mir kann niemand danach ins Gesicht sagen wenn ich so eine Phase hab' und sagen es war so geil!
00:30:57: Es war so schön mit dir zu arbeiten und die Bilder sind hammer.
00:31:00: Und ich lächel, drehe mich um und denk mir... War nur höflich.
00:31:05: Das sind so diese Phasen, die wirklich dann nicht einfach sind... ...zu sortieren und dem Kopf dann wirklich klarzumachen.
00:31:12: Nee auf dich hör ich gerade nicht Weiß, dass das ehrlich gemeint war.
00:31:17: Ich weiß, dass die Stimme gerade einfach Depression ist.
00:31:20: Du magst da drinsitzen?
00:31:21: Ist okay!
00:31:22: Aber wir schenken dir grad nicht die Aufmerksamkeit.
00:31:25: Mhm.
00:31:26: Schönes Bild ja
00:31:28: ...
00:31:28: Inwiefern hat dir da die Psychotherapie geholfen?
00:31:32: oder mit welchen Ansätzen versucht man dann auch dran zu arbeiten?
00:31:34: Weil letztlich ist es ja das was du sagst dieser Mantel der dann plötzlich kommt oder diese Schwere im Kopf, die kommt ja dann plötzlich und jetzt nicht grade in der Therapiesitzung sondern alleine vielleicht daheim irgendwo
00:31:46: Genau, ja.
00:31:47: Also für mich war ganz wichtig überhaupt erst mal genau das zu erkennen und lernen in solchen Momenten.
00:31:54: Das ist jetzt Depression eben nicht blind draufzuhören dass das Leben einfach schlecht ist sondern zu sagen nee ich habe gerade einen Schub!
00:32:01: Das ist für mich schon einmal das erste.
00:32:03: Und ein Ansatz den jedem hilft wahrscheinlich.
00:32:05: was anderes aber den ich sehr spannend fand war eben wirklich zu sagen es klingt immer so ein bisschen abgespaced aber man hat verschiedene innere Stimmen die einem irgendwas sagen.
00:32:16: Die einen sind so ein bisschen die Motivierenden, die anderen sind eher vielleicht ein bisschen ruhiger, ein bisschen selbstkritischer, stückweit auch normal.
00:32:23: Aber für mich war es wichtig dann genau diese Depressionsstimme rauszufiltern – die zu erkennen und das ist eben wirklich das Stichwort für mich – erkennen überhaupt zu merken dass ich gerade einen Schub hab!
00:32:35: Das war für mich ganz ganz wichtig.
00:32:37: und da aber auch zu lernen was kann ich trotzdem machen?
00:32:39: in welchen Situationen ist es trotzdem wichtig rauszugehen?
00:32:44: Mich zu überwinden drüber zu reden, auch wenn ich mich gerne verkriechen möchte.
00:32:48: Und wo brauche ich vielleicht einfach mal Ruhe?
00:32:51: Wo kam ein Schub aus Überlastung?
00:32:54: Weil mein Kopf und Körper sagen ... Stopp!
00:32:56: Ende!
00:32:57: Wir brauchen jetzt Ruhe.
00:32:58: Auch das kann halt mal passieren.
00:33:01: Da zu lernen, wann brauch ich was?
00:33:04: Was kann ich mir selbst sagen oder tun?
00:33:06: Wie kann ich kommunizieren?
00:33:08: Gerade in diesen Depressionsphasen ist es oft sehr schwierig.
00:33:11: Zumindest für mich aber auch viele andere drüber zu sprechen.
00:33:15: Und dann ist man nur auf Rückzug und wenn einem irgendwie so nahe kommen, wird man fast noch am Ende ein bisschen pissig, weil man einfach in diesem Einiegel-Modus ist... ...und dann auch zu lernen, zu sagen Ich glaube ich habe heute psychisch keinen guten Tag.
00:33:29: Es ist nichts gegen dich!
00:33:31: Ich brauche
00:33:32: heute vielleicht einfach Ruhe oder ich bin heute dafür nicht ganz so zu haben.
00:33:36: Das war für mich auch ganz wichtig, darüber zu sprechen, zu kommunizieren was dann wieder diese Ängste gesenkt hat.
00:33:44: Weil ich dann wusste, Menschen wissen davon.
00:33:46: Wenn ich mal einen schlechten Tag hab, denken die nicht ... Was ist das für ein komischer Typ?
00:33:51: Die wissen, der hat halt ein Thema und heute ist vielleicht mal so'n Tag.
00:33:56: Ist okay!
00:33:59: Du hast im Vorgespräch auch zu mir gesagt ... Wahnsinn eigentlich wie viel Glück ich in meinem Leben habe.
00:34:06: Ist es etwas was du erst wieder gelernt hast zu sehen durch die Therapie?
00:34:12: würde ich sagen, ja.
00:34:13: Ich habe jetzt kurz überlegt weil eigentlich vor, also seit meinem Bistro-Zweitausend zwanzig glaube ich bevor ich dann wirklich so abgestürzt bin.
00:34:20: psychisch war mir das noch bewusst und da gab es eben wirklich eine Phase wo mir das nicht mehr bewusst war wo ich wirklich diese Depression hab laut werden lassen in meinem Kopf Und da war mir dieses ganze Glück nicht mehr bewusst.
00:34:36: und mittlerweile habe ich das wieder gelernt.
00:34:38: sozusagen Es können immer zwei Sachen wahr sein.
00:34:41: Es kann durchaus sein, dass in einem Leben manche Sachen schwierig sind.
00:34:45: Und trotzdem kann ich ganz viel Glück haben.
00:34:47: Dass diese zwei Sachen parallel existieren können und das dürfen sie auch.
00:34:51: Beides hat seine Existenzberechtigung, beides ist wichtig aber eben auch wie du schon sagst sich bewusst zu machen Ich hab wahnsinnig viel Glück!
00:35:01: Ich habe ein Umfeld was nicht besser sein könnte.
00:35:04: Ich habe einen Partner.
00:35:05: genau das gleiche könnte nicht besser seien.
00:35:07: Ich hab den Therapieplatz gefunden der super ist So viele Menschen kämpfen damit.
00:35:11: Ich hab meinen Job, der schon so viele Jahre mir so viel gibt, der bis heute läuft und wo ich drinnen aufgehe.
00:35:18: Ich habe meine Hunde, ich hab sovieles was positiv ist ... dass ich halt versuch diese andere Stimme möglichst nicht darüber entscheiden zu lassen.
00:35:29: Also ich hab es wieder gelernt durch die Therapie ja das so mehr zu sehen, was alles auch gut ist in meinem Leben
00:35:36: Auf so einer Dezibel-Skala von eins ganz leise bis zehn ganz laut.
00:35:41: Wie laut oder wie leise ist die Stimme heute, diese dunkle Stimme in deinem Kopf?
00:35:47: Jetzt gerade eben, jetzt wo wir so im Gespräch sind würde ich sagen, die ist relativ leise.
00:35:51: Jetzt ist das alles gut!
00:35:53: Ich muss sagen die letzten Tage war sie durchaus lauter da waren mehr Zweifel um uns auch einfach ganz transparent zu reden natürlich auch weil man ja über so einen Termin wie heute vorher nachdenkt.
00:36:04: und dann kommt schon eine zweifelnde Stimme die sagt Was hast du eigentlich zu sagen?
00:36:09: Wer bist du, dass du glaubst.
00:36:10: Du könntest dich da hinsetzen und hättest irgendwen was mitzuteilen wie ... Was glaubst du, warum du so besonders bist?
00:36:17: Das ist natürlich quatsch weil es geht nicht um Besonderes sondern es geht nichts um dies und das.
00:36:22: aber die Tage vorher war das schon wieder lauter.
00:36:25: Aber es ist halt wie so oft und das habe ich auch gelernt dass es ganz oft wenn ich dann Sachen trotzdem einfach mache wenn ich mir sage Ich mach's vielleicht Mit Angst aber ich machs Dann wird die Stimme auch wieder leise.
00:36:37: Dieses Aufraffen ist für mich dann was ganz Wichtiges, zu sagen ne ich lass diese Stimme trotzdem nicht die Kontrolle übernehmen.
00:36:44: Die habe immer noch ich und ich mache es einfach trotz Themen.
00:36:49: Und wir haben dich ja auch heute eingeladen weil du eben auch so offen über viele Themen sprichst, die vielleicht doch auch viele Menschen da draußen bewegen... sich auch irgendwo eine Hilfe suchen oder das hast du vorhin gemeint hat, dass wenn du vielleicht damals schon mal so ein Art Vorbild gehabt hättest oder jemanden der offen mit bestimmten Themen umgeht.
00:37:06: Das würde vielleicht helfen.
00:37:08: Du sprichst ja sehr offen wie gesagt über dein Thema Coming Out, Queer zu sein die Depressionen, die dich bis heute noch beschäftigen.
00:37:17: Hilft dir das?
00:37:19: Wenn du so offen darüber sprich in der Öffentlichkeit oder gibts dann vielleicht auch mal, sag mal doofere Kommentare, die Dichtern eigentlich wieder eher nach unten ziehen.
00:37:27: Es gibt doofe Kommentare, das schon.
00:37:29: Also es gibt immer Menschen die bei beiden Themen sage ich jetzt mal.
00:37:33: Ich nehme zum Beispiel dieses Queer-E-Thema aber auch das Depressionsthema sind beides Themen wo's einfach manche Menschen gibt, die sagen Ah, schon wieder das!
00:37:41: Das ist ja jetzt auf einmal bei jedem so ein riesen Thema und da macht man sich ja nur wichtig mit.
00:37:46: Natürlich gibt solche Stimmen.
00:37:48: Aber zum einen muss ich sagen dass ich dies selten persönlich höre.
00:37:51: Das sind meistens Stimmen über Ecken erfahr, die wenigsten sagen mir so was ins Gesicht.
00:37:58: Dann denk ich mir sowieso okay wenn ich es nicht persönlich gehört hab ist das mir auch nicht die Aufmerksamkeit wert dann gebe ich da auch nicht viel drauf.
00:38:05: Es gibt auch persönliche Stimmen die sowas sagen aber ich habe mittlerweile für mich genau das gelernt.
00:38:10: Das ist in meinen Augen wichtig Nicht für jeden Ich will nicht jedem vorschreiben geht genauso mit diesen Themen um.
00:38:17: Ich glaube es ist mein Umgang damit zum einen weil wir eben diese Vorbilder gefehlt haben bei diesen Themen um irgendwo schon früher zu erkennen, hey ich seh mich da drin.
00:38:25: Vielleicht hilft mir das auch wenn ich mich oute, wenn ich einen Therapieplatz such und es hilft aber auch wirklich mir.
00:38:33: Es ist trotz allem ein schönes Gefühl Wenn man über solche Themen spricht Und dann genauso was hört mit einem Leute auf einmal schreiben oder persönlich sagen und sagen Hey Mir geht's total ähnlich und Ich finde es schön dass es irgendwo eine Plattform kriegt und Ich habe mich vielleicht gerade aufgerafft und hab jetzt mal eine Mail geschrieben Und hat mir einen Therapieplatz versucht zu suchen und dachte mir, wenn es dir hilft ... Vielleicht hilft's mir auch.
00:38:59: Das ist was, wo von allen dann was haben?
00:39:02: Also das tut mir gut so etwas zu hören, dass man offenbar in meiner kleinen Bubble oder auf meiner winzigen Plattform die ich vergleichsweise hab trotzdem Menschen erreichen kann, die irgendwie profitieren.
00:39:13: Das lässt mich aber auch wieder gut fühlen um zu sagen ja... Dann ist das vielleicht für mich der richtige Weg!
00:39:18: Dann ist es das auch wert.
00:39:20: Und wenn negative Kommentare kommen, sind die im Vergleich zu dem, was Positives dabei rausspringt.
00:39:25: Eigentlich völlig nebensächlich!
00:39:27: Get up and try steht bei dir auf den Fingern tätowiert und das ist nicht das einzige Get-a-two, dass du hast.
00:39:36: Jetzt mal kurz erklären welche Get-A-twos sonst noch klar zu sehen sind?
00:39:39: Ja.
00:39:39: Was sie vielleicht bedeuten?
00:39:42: Nicht alles in so...deep shit wie ich denken mag.
00:39:45: Kannst du dich
00:39:46: vielleicht ein bisschen höher halten und die Kamera vielleicht in dieser glaube ich da übers Eck Genau,
00:39:51: also das hier gehört so rum.
00:39:53: Ist gerade ein bisschen verdreht hier auf den Händen da habe ich ... Ich muss mehr ertragen!
00:39:59: Ich hab hier eben meinen Get Up and Try über die Finger.
00:40:01: Das ist der komische Handhaltung.
00:40:05: Das war für mich ein Zitat von Pink aus dem Song Try was ich mir abstechen lassen weil mir die Message wichtig war und ich habs auch bewusst auf der Hand weil ich sehen wollte und die Erinnerungen haben wollte von es ist manchmal schwierig Aber aufstehen ist das Wichtigste.
00:40:23: Einfach weitermachen, egal wie!
00:40:24: Es muss nicht immer alles rundlaufen, Hauptsache weiter.
00:40:27: Das ist für mich so eine ganz wichtige Message.
00:40:29: Ich hab mein I am here noch auf der Hand.
00:40:32: Ähnliches Thema auch bewusst auf der hand.
00:40:35: Auch ein Songzitat ...
00:40:36: Hab was gesehen?
00:40:37: Kurze Frage an die Regie.
00:40:38: Achso.
00:40:39: I'm Here?
00:40:40: Sieht man das?
00:40:41: Ja.
00:40:42: Sehr gut.
00:40:42: Okay.
00:40:44: Genau, das habe ich mir dahin stechen lassen um's zu sehen weil es für mich auch so eine Erinnerung ist im Sinne von Du hast deine Momente gehabt.
00:40:53: Deine Tiefs sind okay, aber du stehst noch.
00:40:56: Also stehst du morgen auch noch.
00:40:57: Du gibst nicht jetzt auf!
00:40:59: Du hast es bis hierhin geschafft und bist immer noch da.
00:41:02: Jetzt machst du auch weiter... Das ist eher so die Diebstittabteilung.
00:41:09: Ich habe Zelda meinen Hund, einen von meinen zwei Hunden, auf dem Unterarm ein Porträt quasi als Mashup weil sie eben Zelda heißt nach der Spielfigur mit dem Schmuck von der Prinzessin Zelda aus dem Spiel.
00:41:26: Ich habe ...
00:41:27: Einen Help-Knopf?
00:41:28: Genau, ich hab meinen Help-Button am Arm.
00:41:31: Da war ich einfach betrunken in Prag.
00:41:34: Beim Stechen!
00:41:35: Ja, tatsächlich ja.
00:41:37: Ich war fünf Tage in Prag mit Freunden und da sammeln alle erstes Tattoo.
00:41:40: Ich hab es aber nie bereut.
00:41:41: Ich liebe mein Help-button also das Vorweg.
00:41:44: Und ja, der Help-Botten ist so ein Running-Gag für mich geworden.
00:41:48: Das ist so mein ... Wenn ich mal mit Freunden zusammensitze und denke, was wird denn das morgen?
00:41:55: Okay.
00:41:56: Will ihr wieder mal drücken?
00:41:57: Vielleicht hilft's.
00:41:58: Selbst die Kinder im Umfeld, wenn sie mal gestolpert sind, sich wehgetan haben, selbst da ist es ein Ding geworden zu sagen, hey, willst du mal drück'n?
00:42:07: Es tut gleich weniger weh!
00:42:08: Das ist der Hilfe-Knopf, dann ist es besser.
00:42:11: Der ist null ernsthaft aber für mich auch so ein bisschen ein Symbol geworden irgendwie.
00:42:17: Das
00:42:18: finde ich echt eine gute Idee.
00:42:20: Ich muss gestehen, mit Tattoos hatte ich immer so ein bisschen mein Befremden damit, weil ich mir dachte gut wie schaut das aus?
00:42:26: Wenn ich dann mein älter bin, während die Haut nicht mehr so straff ist, dann entwickelt sich ja einen Motiv vielleicht ganz anders.
00:42:33: aber ich habe mich jetzt in der letzten Zeit erwischt zu sagen ich glaube ich hätte auch Lust irgendwie auf den Tattoo und hab mal was gesehen bei jemandem hinten im Nacken da hat er wie so'n Art Barcode Diese Strüche halt, ne?
00:42:45: Und unten drunter dann diese Zahl auch.
00:42:48: Das war das Geburtsdatum mit Urzeit der Geburt und so.
00:42:51: Das fand ich ganz schön, weil es was sehr individuelles ist.
00:42:54: Aber dieser Help-Button finde ich irgendwie auch ganz witzig!
00:42:58: Gerade die, die jetzt an so kommen sind nicht so ernst gemeint wieder... Ich hab da auch immer nachgedacht.
00:43:04: aber ich persönlich habe mir damals gesagt und bis jetzt vertrede ich's auch wirklich ganz konsequent, dass sind für mich einfach Kapitel.
00:43:12: Ich fand in dem Moment eine geile Idee und dazu stehe ich auch.
00:43:16: Ich muss es nicht in zwanzig Jahren wieder genauso stechen wollen würden, aber damals war's geil!
00:43:23: Und da steh' ich dahinter.
00:43:24: für damals war das genau das Richtige und das ist eher so ne Erinnerung einfach an gewisse Phasen, an Kapitel die vielleicht dann auch irgendwann lange her sind.
00:43:32: Aber ich stehe echt dazu... ...ich hab noch meinen Shy Guy mit Kamera also Shy Guy aus der Super Mario-Welt quasi Das haben zwei Freunde von mir.
00:43:44: Also das hat fast alles ein guter Freund für mehr gestochen, der im Tätowierer ist, der hier eigentlich Amerikaner ist aber seinen Tattoo-Shop hier in Forchheim hatte für ein paar Jahre.
00:43:52: Das haben wir quasi alle drei, seine Frau Ehe und ich mit Kamera eher mit Tatoo-Gern und sie mit Mikrofonen, weil sie Musik
00:43:59: macht.".
00:43:59: D.h.,
00:44:00: ist es dann vielleicht der schüchterne Andreas von vor zehn Jahren?
00:44:05: Ja, es kann natürlich ... Wir kamen tatsächlich damals drauf Auf dem anderen Weg, aber ich finde auch, es hat eine gewisse Doppelbedeutung.
00:44:11: Die Schallgeist ... Ich hab hier noch mal einen Kurs aussehen.
00:44:14: Okay, jetzt haben wir noch drei.
00:44:16: Jetzt wird's freizügig?
00:44:16: Ja, jetzt
00:44:17: wirds freizwägig genau!
00:44:18: Ich
00:44:21: hab noch mehr drei Schall-Guys.
00:44:22: Ich war damals bei den beiden zum ersten Mal daheim eingeladen und wir haben irgendwann früh um drei total voll Mario Kart gezockt und jeder hat ja so seinen Charakter, den er halt immer auswählt.
00:44:32: So diesen GoTo-Character, find ich, bei solchen Spielen.
00:44:36: Und wir hatten alle drei diesen Schalgei und waren so, ich nehm den immer.
00:44:39: Ja auch!
00:44:41: Und ab da waren diese SchalGEI unser Ding, irgendwie unser Symbol für uns drei.
00:44:46: Deswegen haben wir eben alle einen individuell mit irgendeiner Gerätschaft die für uns spricht.
00:44:51: Wir haben dieses Polaroid von uns drei als Undercover-Freundschafts-Tattoo.
00:44:55: Das haben wir alle drei genau so irgendwo am Körper mittlerweile aus zwei Kontinenten verteilt.
00:45:02: Einfach so ein Undercoverfreundschaftstatschuh jetzt nicht irgendwie so nen Namen gestochen, sondern einfach Wenn man es weiß, cool.
00:45:09: Wenn nicht ist das einfach ein Motiv.
00:45:10: Das war mir damals wichtig ... Ich hab eine Ente mit Regenschirm.
00:45:14: Es
00:45:15: hat einen
00:45:15: Freund geträumt, der mich angeschrieben hatte und meinte, hey Andi ich hab geträummt, lass dann ein Tattoo stechen lassen.
00:45:20: Okay Wild Was?
00:45:22: Eine Ente Mit Regenschirmen.
00:45:24: Also okay.
00:45:26: Und irgendwann nach ein paar Monaten dachte ich mehr warum eigentlich nicht.
00:45:29: Wenn ich
00:45:31: dich morgens anrufe und sage, nach unserem Podcast-Gespräch ist mir so ein Traum gekommen.
00:45:36: Du und das Tattoo XY ... Könnte sein, dass es dann soweit ist.
00:45:40: Im Viergochen
00:45:41: hab ich's genau.
00:45:42: Sehr gut.
00:45:43: Schauen Sie mich ausdenken oder was halt unterbewusst sei.
00:45:46: Mach etwas Cooles?
00:45:48: Genau!
00:45:49: Dann sehen wir uns wieder und sprechen noch mal über das Tattoo.
00:45:52: Sprechen wir uns.
00:45:52: Dann habe ich alle deine Träume irgendwo am linken Arm.
00:45:57: Ich hab meinen zerbrochenen Kompass unter dem ... Groß steht, lost the fuck.
00:46:02: Das ist auch eher so ein zynisches Bild für mein Leben zu sagen... Ich hab nicht immer den geraden Plan vor mir.
00:46:11: Ist aber auch okay.
00:46:12: bis jetzt hat es mich irgendwo hin geführt und das darf auch so bleiben.
00:46:15: Halt eher auf eine etwas zynische sarkastische Art irgendwo hier so oben oberarmt Und im Nacken habe ich noch meinen Renegade, dass man gerade jetzt natürlich wahrscheinlich nichts sieht.
00:46:26: Aber
00:46:26: du kannst dich gerne mal kurz vielleicht drun drehen Ohne dabei zu sprechen, sonst würden wir uns nicht hören.
00:46:31: Du gehst irgendwie?
00:46:34: Ah ja okay.
00:46:34: Ja
00:46:35: also hier
00:46:37: irgendwo?
00:46:38: Ich glaub man sieht's ja genau.
00:46:43: Wieder ein.
00:46:43: ich hätte es auch wegschieben können wäre vielleicht leichter gewesen aber so war es ein bisschen akrobatik.
00:46:47: ähm was gut Renegade war damals.
00:46:50: das war mein zweites Tattoo und das erste was damals Larry eben meinen Kumpel gestochen hat.
00:46:55: Das war für mich so'n bisschen eigentlich mit etwas was wir anfangs besprochen haben dieses rebellische dieses.
00:47:02: Ich hab mich oft als Außenseiter gefühlt in meinem Leben.
00:47:06: So ein bisschen der Abtrünnige, als der, der nicht so reinpasst und seh's aber heute als eine Stärke ... Als was Positives!
00:47:13: Und deswegen habe ich diesen Renegade wie einen Stempel im Nacken, so ein bisschen davon abgestempelt.
00:47:20: Das ist so'n Typ halt.
00:47:22: Aber an dieser Stelle eben mit einem gewissen Stolz Sag ja, ich bin da stolz drauf Dass ich vielleicht nicht immer reingepasst hab Was aber auch für mich heißt, dass ich mich auch nicht angepasst.
00:47:32: Ich hab mein Ding halt gemacht und wenn ich mal wo angeeckt bin, war so.
00:47:37: Es sind genug Menschen hängen geblieben zum Glück die mich wertschätzen und damit bin nicht deswegen auch fein.
00:47:43: Ja ich find ehrlich gesagt das Bild oder die Idee mit dem Kompass als Tattoo ganz schön weil ein Kompasse der muss sich ja immer wieder neu ausrichten und die Nadel wackelt ja auch immer mal ab und zu ne?
00:47:54: Genau!
00:47:54: Bis
00:47:54: er sich wieder einordet aber das gehört dann einfach dazu.
00:47:57: Genau!
00:47:58: Wenn es unterwegs ist im Leben.
00:48:00: Zeig's dir nach Norden
00:48:05: Ja.
00:48:06: War's auch gedacht?
00:48:07: Genau, wir werden weniger ... Es ist ein Riesenbruch hier drin, er ist eh nicht mehr ganz da oben fehlt ein Stück.
00:48:11: aber das war so eine Sache zu sagen, genau so dieses bisschen Orientierungslose.
00:48:16: Aber vielleicht kommt man ja auch mit kaputten Kompass irgendwo an weil ihr vielleicht gar nicht Norden immer die eine Richtung sein muss.
00:48:22: Vielleicht gibt es ja auch anderen Richtungen einen schönen Weg.
00:48:24: Vielleicht ist der einfach das Süden schöner Weil man könnte dann danach laufen.
00:48:32: Du hast ja nicht nur die Tattoos mitgebracht, die einfach Teil von dir sind.
00:48:36: Sondern auch an einem speziellen Gegenstand.
00:48:39: Auch da bitten wir unsere Gäste immer darum eine Gegenstand mitzubringen, der eine besondere Bedeutung für sie hat.
00:48:44: Ich weiß es tatsächlich noch nicht was du dir ausgesucht hast und bin schon ganz gespannt, was du jetzt hinter deinem Stuhl so hervorzaubern wirst.
00:48:52: Wirst du bereit?
00:48:53: Ja
00:48:54: ich bin bereit und ganz gespannt.
00:48:58: Ah!
00:48:59: Ich hab mitgebracht das Halsband von Seldar.
00:49:03: Kannst du es hören?
00:49:04: Dann können
00:49:05: wir's auch noch mal sehen, genau
00:49:06: ja.
00:49:06: Von einer meiner beiden Hunde.
00:49:09: Ja jetzt sag ich mal symbolisch nicht weil jetzt nur einer meiner Hunde mir wichtig ist sondern einfach weil Seldarr halt mein erster in Anführungszeichen ein eigener Hund war.
00:49:19: Ich bin mit Hunden groß geworden, ich bin mit Tieren groß geworden.
00:49:22: allgemein war für mich schon immer ein riesen Thema im Leben Und da hab ich das Heizband eingepackt, weil ich dachte es ist für mich so ein Sinnbild.
00:49:31: Für sehr viele Sachen.
00:49:33: Für die Liebe zu Tieren allgemein aber gerade auch in meinen schlechten Phasen wenn ich mit Menschen mir schwerer getan habe?
00:49:40: Weil vielleicht nicht wusste wie ich Sachen formulieren soll wann für mich wirklich von teenager Jahren an von Kindheit an immer so meine Tiere für mich dass wo ich gesagt habe dann muss Ich nicht reden da kann ich einfach ich sein Die mögen mich trotzdem und wenn ich mich irgendwann outen sollte damals Und wenn ich sonst wie irgendwer bin, meine Tiere sind da.
00:49:59: Die lieben mich halt so wie ich bin.
00:50:01: Das ist für mich ein bisschen ein Sinnbild für dieses ... Ja, Liebe ohne Kriterien.
00:50:07: Bedingungslos!
00:50:08: Mhm.
00:50:09: Ja, sehr schön zusammengefasst ja.
00:50:11: Das finde ich ganz gut.
00:50:12: Du hast ja während großer Liebe zu Tieren.
00:50:16: Du bist auch viele Jahre ehrenamtlich gewesen im Tierheim in Vorheim und ich glaub was man an dieser Stelle Erwähnen muss, damit man diese Liebe zu den Tieren versteht.
00:50:26: Du hast ja auch schon mal Heiligabend im Tierheim verbracht?
00:50:29: Hast du sogar übernachtet oder wie war
00:50:31: das?
00:50:32: Übernachtete nicht.
00:50:32: Ich bin damals erst nachts irgendwann raus.
00:50:34: Also waren wir einmal.
00:50:35: Ich hab jetzt ein paar Jahre ... ich kann gar nicht mehr sagen, wie viele ... habe mich immer eingetragen für den Heilig-Abend-Spätdienst.
00:50:44: Wir haben immer so einen Frühdienst von acht bis dreizehn Uhr und dann wieder einen Spätdienz von vierzehn bis neunzehnt Uhr Und ich habe mich da als eigentlich immer eingetragen für Heiligabend, für diesen Spätdienst.
00:50:56: Weil ich es einfach immer total schön fand.
00:51:00: also Ich hab dann wirklich meinen Eltern wo ich eigentlich zum Abendessen bin immer geschrieben hey ess schon mal ohne mich weil... ...ich werde wahrscheinlich länger als neunzehn Uhr bleiben.
00:51:08: Also ich bleibe eben auch noch.
00:51:09: ich bin dann echt erst deutlich später oder irgendwann raus wirklich nachts Weil ichs immer geliebt habe an Heilig abend einfach Zeit ganz in Ruhe mit meinem Tieren dazu verbringen Und dann einfach auch noch nach eigentlich Feierabend, wenn da die Arbeit getan war.
00:51:25: Mich noch in die Box reinzulegen damals zum Mira zu meinem Schlützling dort im Tierheim und einfach noch ein bisschen Dineel zu genießen, einfach die Ruhe zu geniessen.
00:51:35: Das hat für mich immer sowas unfassbar beruhigendes.
00:51:39: Wenn das so im Tier heim was ja tagsüber oft relativ laut ist und ein bisschen hektisch sein kann Wenn man dann ganz alleine auf einmal mit den Tieren ist und es kommt eine Ruhe Und dann legt so ein Sechzig Kilo Kangalmix, so seinen Kopf auf deinen Oberschenkel und genießt einfach die Nähe.
00:51:55: Das war für mich eigentlich immer das Schönste an Weihnachten.
00:51:59: Ich hätte es mir nicht schöner vorstellen können, einen heiligen Abend zu verbringen.
00:52:04: Weil das so ruhig und entspannt und so ehrlich war.
00:52:12: Du fotografierst ja auch Tiere?
00:52:14: über viele Jahre Tiere fotografiert, auch fürs Tierheim.
00:52:17: Die dann zu vermitteln waren.
00:52:19: also da ist ja eine starke Verbindung und logischerweise kommen wir jetzt ein bisschen draufzusprechen was eigentlich so dein Job als Fotograf ist also einerseits wie gesagt die Tiere aber eben auch Menschen die du fotografierst Tiere, Menschen aber auch Silikon-Nasen.
00:52:34: Also bei dir war irgendwie schon alles dabei und das spezielle glaub ich was du ja auch magst was Menschen jetzt betrifft ist dass du Menschen fotografierst, so wie sie von Gott oder von wem auch immer geschaffen wurden.
00:52:46: Also nackt aber auch sterbende Menschen schon fotografiert hast will zusammen ein bisschen mal erklären ja Wie man sich das vorstellen kann vielleicht den punkt nackte menschen und sterben der menschen zunächst
00:52:58: gerne hier.
00:52:59: also dieses thema ich fange es mal mit mit nackten also mit allen was richtung acht fotografie irgendwie geht finde Ich persönlich einfach einen sehr sehr spannenden bereich weil ich Man kann wahrscheinlich jetzt parallel ziehen zu dem, was ich vorher schon so über mich als Person gesagt habe.
00:53:16: Weil ich einfach finde im Alltag und es ist normal aber im Alltag haben wir alle so ein gewisse Masken Wir spielen alle vielleicht eine gewisse Rolle weil wir es auch beruflich vielleicht müssen weil die Gesellschaft oft so ein bisschen etwas vorgibt Und gewisse Themen und gewisse Seiten und Gesichter von uns Die haben vielleicht im alltag oft relativ wenig Platz und das ist auf dieses ungeschönte dieses ganz ehrliche dieses wo man einfach nichts mehr verstecken kann.
00:53:42: Und das finde ich in der Fotografie einfach wahnsinnig spannend, genau das rauszuarbeiten.
00:53:47: Jemanden wirklich darzustellen ohne irgendeinen Versteck.
00:53:51: Einfach wirklich als der Mensch, der er oder sie ist und da eine Seite zu zeigen, wo es aber gar nicht zwingend um den Körper an sich geht?
00:54:00: Das sind dann dadurch wirklich eine Persönlichkeitsseite herauszuarbeiten die verletzlich ist, die angreifbar ist weil wir alle nur Menschen sind unter dem Strich trotzdem irgendwie alle gleich sind.
00:54:12: Wir tun oft im Alltag so, als gäbe es diese Seiten vielleicht nicht und wir machen da auf stärker als wir sind.
00:54:18: aber ich finde in der Aktfotografie kann man sowas sehr spannend rausarbeiten.
00:54:23: Menschen von einer super-erdischen Seite zu zeigen.
00:54:27: das find' ich sehr, sehr spannend und sehr wertvoll Und ist natürlich auch was ganz Intimes Auch ein sehr intimes Arbeiten mit den Menschen die ich fotografier.
00:54:34: Es ist eine ganz große Vertrauensbasis die ich aber auch sehr schön finde, auf der zu arbeiten.
00:54:39: Für mich ein Riesenvertrauensbeweis.
00:54:40: Das mache ich sehr gerne?
00:54:43: Vielleicht
00:54:44: wenn ich da noch mal einhaken darf ... Weil es für mich untypisch ist oder ... Ich kenn's nicht, wie man sich das vorstellen kann, wenn man Menschen akt fotografiert, nackt fotografiert.
00:54:54: Man kommt zu dir ins Studio, logischerweise erst mal angezogen und dann kommt der Punkt.
00:55:00: Und jetzt könntest du dich so langsam ausziehen!
00:55:04: Häufig ja, wir machen zum Teil noch so ein bisschen einen Zwischenschritt.
00:55:08: Dass wir mal noch irgendwie anfangen und sagen, wir fangen mal oben ohne an.
00:55:11: Wir fangen immer noch, machen noch einen Unterwäschepart oder irgendwas vielleicht mit.
00:55:14: Wir hangeln uns Stück für Stück in die Richtung.
00:55:18: Das mache ich z.B.
00:55:19: auch bei meinen ... Ich mach auch diese Regen-Shootings.
00:55:22: Wo meine Models wirklich komplett durchnässt im bestürmenden Regendarstell.
00:55:28: Mit verwischten Makeup, nasser Kleidung
00:55:30: usw.,
00:55:31: da mag es ähnlich, dass ich häufig ... trocken anfangen, um so ein bisschen die Leute warm zu kriegen.
00:55:36: Erstmal so ein bischen... Ja diese Basis weiter aufzubauen und dann irgendwann zu sagen so wenn du dich jetzt wohl fühlst... ...wird das jetzt der Punkt wo wir sagen könnten Wir könnten jetzt umsteigen.
00:55:47: Also ja wir fangen angezogen meistens an.
00:55:49: Vielleicht machen wir auch wirklich erst mal noch ein paar ganz angezogene Porträts.
00:55:53: Die sind immer nicer half Und arbeiten uns dann so nach Gefühl dahin.
00:55:58: Und da gehe ich vor allem aber auch wirklich viel nach Gefühl der Personen.
00:56:03: Probiert dann möglichst wenig Stress und Druck zu machen.
00:56:07: Häufig kommt es auch wirklich von den Leuten selbst, dass sie irgendwann sich bereit fühlen und sagen so ... Ich finde jetzt dem Part haben wir.
00:56:13: Jetzt wär ich eigentlich bereit.
00:56:14: Und sollen wir?
00:56:16: Dann geht's quasi mit dem Aktpart weiter.
00:56:19: Du hast gesagt, das sind deine Models.
00:56:20: Das sind aber auch Privatpersonen, also jeder, der ist irgendwie ...
00:56:23: Genau, genau.
00:56:26: Also die Menschen, die mich dafür buchen.
00:56:28: Häufig halt auch Menschen mit einer gewissen Vorgeschichte, ganz viele von meinen Kunden und Kundinnen buchen mich auch.
00:56:35: Weil sie vielleicht irgendeine Vorgeschicht haben und weil es für sie fast so ein therapeutischen Aspekt oft kriegt.
00:56:41: Genau diese Seite die Sie nicht immer akzeptieren können jetzt zu zeigen und deren Plattform zu geben und sich bewusst darzustellen ist für viele davon eine Stück weit Verarbeitung.
00:56:53: Manche Irgendeine Geschichte hinter sich, ein Erlebnis hinter sich sind gerade in der schwierigen Phase.
00:57:00: Und beschließen dann.
00:57:01: genau deswegen möchte ich jetzt damit bisschen auch Frieden finden mit dieser in Anführungszeichen schwachen Seite von mir.
00:57:10: Ich halte auch jede Schwäche als eine Stärke.
00:57:11: wieder sehe aber ja so kommen Leute häufig dann zu mir und wir reden häufig auch ganz oft drüber und besprechen erst mal was die Beweggründe sind eigentlich warum wir heute hier sind was der Beweggrund war und dann bauen wir dadurch häufig ja allgemein schon so eine gewisse Basis auf, dass auch das Ausziehen gar nicht mehr auf das Thema ist.
00:57:31: Wenn ich dann schon so intime Geschichten von jemandem kenne ... Von solchen schwierigen Zeiten, dann ist meistens der Körper nur noch so ein Nebending.
00:57:39: Sind aber dann auch Fotosti logischerweise ... Ich geh mal davon aus, unter Verschluss bleiben?
00:57:44: Also hat er dann die Person jetzt nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.
00:57:48: Wobei du ja doch manche Fotos zumindest oben ohne.
00:57:51: von manchen Models nenn ich jetzt auch Zeugs bei dir auf Instagram.
00:57:55: Genau,
00:57:55: man sieht ein bisschen was davon.
00:57:57: es gibt vereinzelt Aufnahmen natürlich aber halt Aufnahmen wo man jetzt nie irgendwie alles sieht.
00:58:03: Es gibt manche die auch mir ganz konkret sagen nee glaubst du gerne benutzen.
00:58:07: also Ich bin auch stolz drauf wenn diese Bilder irgendwo veröffentlicht werden dann Natürlich nehme ich's dann auch dankend an und weil ich sie ja auch wirklich eine wertvolle Sache auch finde und das vielleicht auch anderen Leuten so einer Idee gibt dass sowas vielleicht auch wertvoll sein kann.
00:58:22: Und dass es auch Spaß machen kann und auch therapeutisch sein kann, aber in der Regel sind das Fotos, die zumindest bei mir unter Verschluss bleiben.
00:58:32: Wenn dann die Person selbst irgendwo im engen Umfeld mal zeigen würde ... Manche hängen sich sowas in die Wohnung eher ins Schlafzimmer, weil sie sagen hey, das ist für mich auch so ein Reminder.
00:58:43: Aber in der Regel sind die öffentlich nicht zu finden.
00:58:47: Du hast ja auch gerade davon gesprochen bei solchen Shootings enges verhältnis oder sehr atmosphärisches intim ist fast schon verhältnis aufbaut.
00:58:56: in diesem moment im fotostudio gab es da auch schon mal momenten wo du sagst Das war dann sehr emotional.
00:59:04: plötzlich auch weil du ja sagst die leute trauen vertrauen dir oder trauen dir Ja, also trauen wir noch einmal ganz kurz von neu machen an dieser stelle richtig fast wird weil du gesagt hast wenn ihr jetzt so ein so eine Aktfotografie macht.
00:59:23: Das hat natürlich ne besondere Atmosphäre auch im Fotostudio zur Folge, also ihr sprecht darüber vorher erst mal warum kommen die Leute hierher?
00:59:31: Sehr was sehr Intimes.
00:59:32: gab es dann schon einmal einen Moment wo dann irgendwas sehr emotional war wenn man sich da öffnet.
00:59:39: Ja ich denke vor allem an Einshooting und darf ich auch drüber sprechen weil die Person damals gesagt hat sie geht mit diesem Team selbst offen um.
00:59:48: Ich hatte vor einigen Jahren eine eigentliche Businesskundin, für die ich viel gemacht habe.
00:59:53: Weil sie Firmenchefin war und die kam damals privat zu mir.
00:59:58: Die war schwanger und wollte damals einen Babybauchschutigen machen.
01:00:03: Und sie hat aber damals ... Ich glaube im achten Monat ist ihr Mann und der Vater vom ungeborenen Kind an einem Herzinfarkt gestorben.
01:00:12: Sie hat noch versucht ihn Hochschwange wiederzubeleben, erfolglos.
01:00:15: Da war leider wirklich nichts mehr zu machen.
01:00:19: Wie gesagt kurz vor der Geburt von dem gemeinsamen Kind.
01:00:22: Und sie kamen damals dann trotzdem zu mir ins Studio und meinte, diese Bilder will ich trotzdem
01:00:27: machen.".
01:00:27: Also wirklich ganz kurz nachdem Todesfall kam sie zu mir... ...und das war für mich zum einen eine riesige Ehre!
01:00:34: Also so ein Shooting auf die Art war für sich wirklich krass, vor allem weil wir uns ja eigentlich hauptsächlich über diesen Business Aspekt bisher kannten.
01:00:42: Es waren nicht komplett arg, es war ein Teilakt-Shooting damals, typisch Babybauch sag' ich mal noch halt mit natürlich untenrum noch was an aber vielleicht mal oben ohne oder nur leicht bedeckt dann.
01:00:53: Und wir haben damals noch in einem Kleid angefangen, das weiß ich noch.
01:00:56: und dann hat sie aber gesagt, sie hat jetzt noch eins von seinen Hemden dabei Sie hat sein Ehring als Kette um den Hals und sie ist an Lieblingsplume hatte sie dabei quasi noch frisch vom Floristen damals eine Schwertlile war das glaube ich damals und hat schon gesagt pass auf wir machen jetzt die im Kleid zuerst Das kriege ich emotional hin und dann machen wir dieses zweite Set.
01:01:20: Und da war ich aber vor, das kann sein, dass sich da wirklich emotional wäre.
01:01:25: Das ist jetzt sehr schwer für mich.
01:01:26: Aber es ist okay, weil ich der Meinung bin, das gehört dazu.
01:01:29: Es ist Teil der Geschichte auch von diesem Kind.
01:01:33: Da stehen wir einfach dahinter und das haben wir dann gemacht.
01:01:37: Sie hat dich umgezogen in dieses Hemd mit dem Ring um den Hals, mit der Blume ... Wir haben Musik angeschalten.
01:01:44: Es kam damals noch auf Schaffel gestanden, aber es kam zuvor eine sehr traurige Song.
01:01:50: Der mit Piano anfängt und in dem Moment, wo dieses Piano anfing ist hier vor meiner Kamera komplett in Tränen ausgebrochen hat ihren Ring um den Hals im Klammert.
01:01:58: Hat die andere Hand an den Bauch gehalten und stand da einfach um die Träne singelaufen und... Da hats es natürlich über mannt logischerweise.
01:02:06: also ich fand's wahnsinnig stark dass das überhaupt gemacht hat.
01:02:10: Und dann habe ich aber wirklich wir haben vorher darüber gesprochen Einfach stillschweigend weitergemacht.
01:02:16: Also wir haben dann wirklich mit diesem Training, da sind meine natürlich auch gelaufen hinter der Kamera.
01:02:20: Wir waren beide am Weinen und haben einfach diese Bilder gemacht.
01:02:23: Und die ... Da kriege ich Gänsehau wenn ich heute dran denke.
01:02:26: Die Bilder hab' ich bis heute.
01:02:28: Und dies sind mir auch wahnsinnig wertvoll weil das so eine Sache ist.
01:02:31: Das war für mich ein unfassbarer Vertrauensbeweis aber auch so ein gutes Beispiel dafür wie wertvoll meine Arbeit eigentlich sein kann.
01:02:42: Also wie ich mir auch selbst vor Augen halten sollte, dass es manchmal mehr als Bilder sind.
01:02:47: Das war so ein Shooting, das waren mehr als einfach Bilder.
01:02:49: Es war ein Teil von der Geschichte, von der wahnsinnig emotionalen Geschichte und also da war ich damals einfach dankbar, dass ich einen Job habe wo ich... Auch wenn's natürlich schwer war aber wo ich sowas erleben darf, wo ich so nah an solchen Geschichten dran sein darf ist für mich eine riesige Ehre und die Bilder werde ich immer in riesigen Ehren halten.
01:03:11: Also das war so'n Beispiel Klar, eines von mehreren, wo ich zuerst dran denke.
01:03:15: Weil das wirklich einfach ... sind viele Tränen geflossen und die waren aber okay!
01:03:20: Und wir haben wirklich diese Bilder von ihr mit den Träen im Gesicht.
01:03:25: Das ist für mich heute wirklich einfach besonders.
01:03:29: Ja ja also es kann ich mir gut vorstellen ein sehr intensiver Moment.
01:03:33: Ich hatte auch gerade eben ganze Haut als du das erzählt hast wenn man sich diese Situation vorstellt.
01:03:41: Wir kommen da jetzt wieder raus aus der Sache.
01:03:44: Willkommen
01:03:44: beim Leben!
01:03:45: Du
01:03:45: hast so einen Shooting an zwei Stunden später, weiß ich nicht, fotografierst du in der Hochzeit?
01:03:51: Das ist das Leben, also das gehört auch irgendwo mit dazu.
01:03:53: Genau, das klingt gut.
01:03:55: Ich
01:03:55: glaube, ich will noch gar nicht wirklich weg von diesem schweren Thema aber... Für die Zuhörerinnen und Zuhörer verspreche ich, wir werden auch gleich noch ein bisschen positiver.
01:04:04: Aber wenn ich richtig recherchiert habe, hast du auch sterbende Menschen fotografiert?
01:04:09: Kannst du mal kurz erklären was man sich darunter vorstellen kann?
01:04:12: Ja
01:04:12: also das ist tatsächlich auch eher entstanden aus einem ... Ich würde es fast zufallen nennen.
01:04:19: Gerade auf den Hochzeiten, die ich halt schon sehr lange ja mache... Es ist natürlich normal dass man da gewisse Menschen hat, die älter sind, die da anwesend sind aber halt schon wie gesagt ein gewisses Alter haben und vielleicht leider in einer gewissen Zeit danach nicht mehr am Leben sind.
01:04:37: Und da kam es halt einfach irgendwann über die zeit vor, dass dann auf einmal meine Bilder... ...auf einer Beerdigung aufgetaucht sind weil halt dieses Fotofon der Hochzeit in der Traugung zum Beispiel oder halt armen arm mit wem auch immer auf einmal das letzte Foto von dieser Person war, das ist eher durch Zufall entstanden.
01:04:55: Darüber kam dann aber mit der Zeit auch wirklich, kamen Leute auf mich zu.
01:05:00: Die gesagt haben hey ich hab vielleicht nicht meinen Opa als Beispiel Der ist schwer krank und wir hätten einfach gerne noch mal Bilder von ihm.
01:05:07: Aber auch mit ihm Können wir das zeitnah machen weil jetzt kriegen was noch irgendwie hin.
01:05:14: Ja und das sagen wir dann echt schon mehrmals durchgezogen dass Ich dann meistens zu den Personen heimgangen bin.
01:05:19: Und da so ein letztes Porträt Shooting quasi gemacht habe alleine, aber eben auch noch mal mit der Familie zusammen um nochmal genau diese Andenken zu haben.
01:05:29: Ganz häufig entstehen halt einfach im Alltag weniger Fotos und im Nachhinein gibt es glaube ich viele die dann für die Beerdigung zum Beispiel da sitzen und sagen welches Foto nimmt man dafür jetzt?
01:05:41: Jetzt irgendwie... Man hätte nochmal eins machen sollen eigentlich!
01:05:44: Und ja darüber schaffen wir quasi nochmal so letzte gemeinsame Erinnerungen.
01:05:49: Es ist auch schon echt vorgekommen dass dieses Shootings die letzte Zusammenkunft wirklich war von der ganzen Familie in der Runde, die dann sagen wir machen jetzt Bilder und dann gehen wir noch zusammen Kaffee trinken und machen wirklich nochmal bewusst.
01:06:02: Ohne dass es so ein negatives Thema im Raum steht eher als so ein positiver Aspekt.
01:06:08: Wir machen uns jetzt bewusst das wir nochmal zusammen Zeit verbringen.
01:06:11: Wir machen nochmal Bilder, wir schaffen Erinnerungen, verbringen ganz bewusst Zeit miteinander.
01:06:17: Und da sind diese Fotos fast schon ein Nebenaspekt.
01:06:20: Die werden natürlich erst meistens wieder umso wertvoller, wenn die Person eben nicht mehr am Leben ist.
01:06:27: Vorher geht's eigentlich fast noch mehr, finde ich, um das Erlebnis nochmal zusammen was zu machen mit der Person nochmal.
01:06:33: Egal ob jetzt altersbedingt oder krankheitsbedingt, ist es für mich einfach auch eine ganz große Ehre, nochmal Erinnerungen schaffen zu dürfen.
01:06:44: Dafür sind ja Fotos da?
01:06:46: Genau!
01:06:47: Ähm,
01:06:49: wir haben's... Also ich hab es vorhin jetzt angeteasert.
01:06:52: Müssen mal ganz kurz dann noch mal erklären die Silikon-Nasen oder auf sich das bezieht?
01:06:57: Wahrscheinlich Produktfotografie für Firmen.
01:06:58: Genau, das waren
01:06:58: Produkte genau.
01:06:59: Ich mach eben auch Produkte und so weiter neben allem was irgendwie Porträts sind Hochzeiten mache aber auch viele Firmenssachen ob Events oder Porträtes von wie macht immer Aber eben auch Producte Und da habe Füße, Nasen.
01:07:16: Ich weiß gar nicht was noch alles mit dem Studio stehen gehabt.
01:07:19: Dann auspackt man und dachte mir ... Okay!
01:07:23: Behandeln wir wie jedes andere Brot natürlich auch?
01:07:25: Aber erst mal, wo man sich denkt... Was mach ich daraus?
01:07:29: Was mach' ich jetzt aus einer Nase?
01:07:31: Wie setzt sich jetzt die Silikon-Nase?
01:07:33: Genau ja.
01:07:34: Ja ins rechte Licht?
01:07:36: Genau, ja.
01:07:37: Spannend da.
01:07:39: Wir hatten das vorhin auch schon mal angesprochen.
01:07:41: Instagram nutzt über sehr stark auch privat, aber eben auch logischerweise für deine Arbeit und deinen Arbeitsalltag den du dort zeigst.
01:07:52: Und über Instagram gab's ja ein ganz großes ... Wow!
01:07:57: Also einen Herzchen von Velster Pink also wirklich der Sängerin Pink.
01:08:03: die hat ihren Herzchen hinterlassen.
01:08:06: Wie kam es denn bitte dazu?
01:08:08: Das war oh Gott willkommen in meinem Leben.
01:08:10: das ist wild manchmal irgendwie was so passiert.
01:08:13: Wie gesagt, ich hab selten so einen geraden Plan in meinem Leben.
01:08:16: Aber trotzdem lande ich immer irgendwo, wo ich mir nachdenk ... wie ist das jetzt passiert?
01:08:20: Und dazu kam ich ... es hat eigentlich angefangen auch im Lockdown.
01:08:25: Ich hatte ja auch mal bessere Tage in der Zeit und ich glaub, ich saß damals mit meinem Freund, glaube ich, mit einem Glas Weißwein abends am Sofa.
01:08:35: Wir hatten nicht so viel zu tun in derzeit.
01:08:37: War auf Instagram und hab damals ... Storys glaube ich angeschaut von Rainer Hidalgo.
01:08:44: Das ist eine Tänzerin, die ist mittlerweile... Oh Gott!
01:08:48: Ich glaube es sind siebzehn Jahre oder so mit Pink schon auf Tour und ich bin bekanntlich halt ein ziemlich großer Pink-Fan.
01:08:54: Ich war glaube ich zwei tausendundneun glaub ich zum aller ersten mal auf dem Pink-Konzert.
01:08:59: hab da Rainer auch schon auf der Bühne live gesehen stand damals zweite Reihe ganz vorne dran Genau, voll.
01:09:05: Teenager-Fanboy volle Breitzeite war total baff, was da auf so einer Bühne passieren kann.
01:09:11: Das hat mich damals wahnsinnig grad in dieser Outingphase echt abgeholt.
01:09:15: Es hat mir ganz viel gezeigt, dass die Welt einfach bunter ist und auch schriller sein darf als man vielleicht denkt.
01:09:20: War für mich auch als Lektion sehr wertvoll.
01:09:23: Und bin deswegen auch ein krasser Hardcore Fan geblieben.
01:09:26: Hab Pink aber auch Rainer mittlerweile über die Jahre schon x mal live gesehen immer wahnsinnig beeindruckend, weil sie für mich so eine superkrasse Ausstrahlung hatte.
01:09:39: Einfach optisch aber auch wie es sich bewegt fand ich immer bewundernswert.
01:09:42: Ich habe die immer auf der Bühne irgendwie gesucht, hab' ich gemerkt.
01:09:45: Ja und damals dann über Instagram.
01:09:47: Solche Media macht's möglich.
01:09:49: Habe ich damals in meiner Langeweile ohne Arbeit quasi... Sie angeschrieben und meinte hey, sag mal, ich hab dich nix mal live gesehen eben!
01:09:57: Ich finde ich da immer super stark.
01:10:02: ein paar Beispiele geschickt und meinte, hey wenn du wieder irgendwann in Deutschland bist.
01:10:06: War nach immer das natürlich gerade eben jetzt das schwerste Plan.
01:10:09: War noch immer das Sein-Markt.
01:10:11: Und du Bock hast?
01:10:12: Meld dich!
01:10:13: Ich hätte echt Bock mit dir zu arbeiten.
01:10:15: Und dachte aber damals dass die wahrscheinlich nicht mal antworten wird mit ihren oh Gott paar dreißig tausend Followern.
01:10:20: und oh Gott hat für ihr gefühlt jeden schonmal gearbeitet der irgendwie in den Charts weltweit irgendwo war.
01:10:29: Ja, eine überraschende Weise kam nach einer halben Stunde in der Antwort und Rainer meinte voll gerne.
01:10:33: Habe ich Bock drauf?
01:10:34: Coole Bilder!
01:10:36: Ich bin dabei.
01:10:37: Okay was ging denn da durch den Kopf?
01:10:39: Total barf...
01:10:40: Ich saß daheim mit dem Handy in der Hand und war so... Was sie überhaupt geantwortet hat.
01:10:44: Ich hätte mich auch bei Nein gefreut weil es hätte geheißen sich jetzt überhaupt gelesen.
01:10:48: Stattdessen kam die Reaktion.
01:10:49: Genau,
01:10:50: ja genau.
01:10:51: Stuttdessen sagt sie wirklich ne geile Arbeit.
01:10:53: Gefällt mir.
01:10:54: Lass machen.
01:10:55: Hab mich damals total gefreud.
01:10:57: dann kam natürlich wie wir es vorhin drüber hatten.
01:10:59: Die Depression wieder so ein bisschen mit rein, die mir halt gesagt hat ... Na ja, die ist halt höflich!
01:11:03: Was sagt ihr jetzt?
01:11:04: Weil jetzt ist natürlich auch keine Tour geplant gerade eben und nichts.
01:11:07: Jetzt ist natürlich mitten im Lockdown sowas ja ganz weit weg, dass wir der Konzerte stattfinden mit irgendwie achtzigtausend Menschen.
01:11:12: Das ist ja... Oh Gott, grade so weit weg.
01:11:16: Und dann hatten wir eine Weile wieder Funkstille bis eben also wieder das Ganze sich ein bisschen gelöst hat um wieder mal so in Aussicht war hey, es wird wieder Konzert geben und wir gehen wieder ein bisschen zurück zu diesem Leben.
01:11:28: Und dann hat Pink damals die Tour angekündigt.
01:11:31: Ich habe mir damals Tickets gekauft mit meiner besten Freundin und Dann dachte ich mir das ist jetzt den moment und hab ihn noch mal geschrieben meinte hey also, ich weiß jetzt ja ihr seid in deutschland Wie sieht es aus?
01:11:43: haste Bock wenn es angeboten auch steht meinst steht noch Ja und sofort kamen würde ich auch wieder.
01:11:48: total schnell kam zurück.
01:11:50: Hey pass auf cool!
01:11:51: Ich habe voll Bock.
01:11:51: wir haben off days hier und da.
01:11:53: diese Optionen würden sich anbieten.
01:11:55: was passt denn dir?
01:11:57: Ja, und dann haben wir wende laufenden tour haben wir das shooting geplant immer so aus dem hotelzimmern und aus dem backstage raus irgendwo wenn sie in anderen zeit zonen unterwegs war Haben uns damals in berlin verabredet.
01:12:09: da hatte die komplette crew damals drei oft er ist.
01:12:11: Die hatten köln damals glaube ich konzert und sind nach berlin gefahren weil sie meinten Nicht gegen kölnen aber die dm-zitat man hat da mehr spaß an drei auf der es waren damals ja waren dann dreitage dort.
01:12:24: Ich bin hingefahren, wir haben ein Studio gemietet.
01:12:25: Wir haben das Konzept ausgearbeitet und dort getroffen.
01:12:29: Haben ein paar Stunden zusammengeschutet.
01:12:32: Ich war völlig überrumpelt von der Situation.
01:12:36: Ich sage mal eigentlich, ich werde vor Jobs nicht mehr nervös, sag ich immer.
01:12:40: Ich hab viele schon gemacht und habe meine Routinen.
01:12:45: Da hatte ich wirklich Herzklopfen bis sonst wohin?
01:12:48: Weil ich überhaupt nicht einschätzen konnte wie ist jetzt so'n Mensch, besten der Besten weltweit mit Stars arbeitet.
01:12:56: Aber natürlich auch vor Pink, genau!
01:12:58: Und dort natürlich auch ... Genau ja also ganz viele Jahre schon mit ihr on Tour gewesen ist eine ihrer besten Freunde und auch privat aber eben auch natürlich.
01:13:08: die steht für andere Kameras die steht natürlich auch für Musikvideos von Pink und Co und Rihanna und Marius Cyrus Die hat Produktion und diese sind ein anderes Level.
01:13:17: und dann dachte ich mir dann komme ich so da an einen One-Man Show Mit meiner Kamera irgendwo in Berlin war so, oh Gott wie wird das?
01:13:26: Und es hat sich in den ersten fünf Sekunden gelegt.
01:13:28: Ich hatte mega Herzrasen und hab sie aber gar nicht reinkommen hören.
01:13:33: Mit einem mal drehe ich mich um und Renner steht vor mir, fällt mir am Hals und meint so hey Andy you look good!
01:13:39: Umarmt mich und ab dem Punkt war ich so okay.
01:13:42: Es ist eigentlich nicht anders als mit jedem anderen Shooting.
01:13:46: auch Das hat echt gepasst bei uns.
01:13:48: Wir haben es total gut verstanden, wir haben das erste Shooting gemacht ... Die Bilder waren gefühlt überall und ja am Ende eben auch auf Instagram.
01:13:58: Sie hat's glaub ich dann die Bilder geteilt?
01:14:01: Genau, sie hat ganz schnell angefangen, die zu teilen, so auch noch wenn der Laufen der Tour was super abgefahren war, dann so durchzuschauen wer da alles so geliked hat oder kommentiert hat wo man dann so meint
01:14:12: wow!
01:14:13: Das ist die Person, das ist doch der aus von der Tour und das ist noch der Star.
01:14:17: Und das ist auch die Person... Oh Gott!
01:14:20: Die kommentieren gerade irgendwie mein Foto.
01:14:21: also auf ihrem Profil haben wir uns eben noch Da ist dann auch schon mal das erste Like eben halt von Pink da um uns gekommen Aber wir haben es ja eben nicht bei dem einen Shooting belassen.
01:14:31: Wir haben sehr die Tour wurde verlängert nochmal mit einem Ausreiß nach Deutschland für ein paar Tage.
01:14:37: Ich habe, wir hatten ja weiterhin Kontakt, wir haben uns echt gut verstanden.
01:14:40: Wir haben Kontakt gehalten weiterhin, wir Haben uns echt mögen gelernt und haben uns dann wieder getroffen, diesmal in Stuttgart am Tag vorm Konzert.
01:14:49: Hatten noch mal einen Shooting, dieses Mal war es direkt noch freundschaftlicher, noch entspannter.
01:14:53: wir haben zusammen gelacht, wir hatten zusammen nasse Augen und emotionale Momente.
01:14:59: Wir haben zusammen ein Sister Act gesungen beim Shooting Und haben uns einfach echt gut verstanden.
01:15:05: Sie hat mir auch wirklich viel mitgegeben auf so einer wie ich immer wiederholen, so auf der Diebstittebene an die ich noch viel denke, also habe mir auch menschlich viel mitten geben.
01:15:16: Am Tag darauf ist das Konzert angeschaut nochmal dann nach kurz am Tourbus draußen getroffen.
01:15:20: man konnte sich noch mal einen ganzen Freunden vorstellen wieder die Bilder gepostet diesmal aber auch immer noch als Partner post und dann auf mein Profil.
01:15:28: ja irgendwann kam ich online und dann war da auf einmal halt wieder ein Like von Pink dieses Mal auf meinem Profil und auf einmal war dann Kommentar von Pink und ich bin aufgewacht.
01:15:37: Ist das
01:15:39: ein Traum oder ist es ... Genau.
01:15:42: So, die Instagram aufzumachen und so zu sehen diese Nachricht von Blah-blah-Blah gefällt dein Bild dann steht da halt Pink.
01:15:49: Pink hat deinen Foto kommentiert und der Andi in Vorheim wacht grad rauf.
01:15:54: Genau.
01:15:55: Schaut
01:15:55: sich das an?
01:15:55: Der Andi, der damals vor dieser Bühne stand und dachte wow!
01:15:59: Das ist eine Welt, die ist soweit weg aber so krass.
01:16:02: Und ah, das hat mich so inspiriert damals.
01:16:04: Hatte damals immer ne allererste Kamera von meinem Konfirmationsgeld gekauft.
01:16:08: Ich hab so ein bisschen Bilder halt mal geschossen, von der Blume oder einer besten Freundin wenn's hochkommt Mal... Ja und jetzt auf einmal stand ich dann da so in Berlin und in Stuttgart und am Handy und war so damn!
01:16:21: Auf einmal kennt man diese Menschen irgendwie persönlich und hat da Kontakt hin und hat diese Bilder und die WhatsApp-Nummer und sagt danach noch kurz am Tourbus ... den ganzen Pink-Leuten so, hey übrigens!
01:16:35: Das sind meine Freunde.
01:16:37: Sag mal kurz hallo.
01:16:38: So surreal... wie ich da gelandet bin irgendwie?
01:16:46: Aber ich freue mich einfach drüber, ich hinterfrags nicht.
01:16:48: Ja genau, einfach mal genießen und dass der Kompass oder der Weg dich dahin geleitet hat.
01:16:54: oder eben jetzt bist, was dann möglich geworden ist.
01:16:57: Wir waren ja schon mal mit dem Austausch zu diesem Thema und ich bin immer noch wahnsinnig neugierig ... ähm ... und gespannt!
01:17:05: Ich mein, Rainer is die beste Freundin, sagst du auch?
01:17:08: Oder eine der besten von Pink?
01:17:11: Die Wege sind ja sehr kurz so pink.
01:17:13: Man ist es soweit, dass du Pink kennenlernst.
01:17:15: Wenn's so weit ist, nehm' mich mit, weil irgendjemand muss drüber berichten.
01:17:18: Sehr gerne, Deal.
01:17:19: Bin voll dabei.
01:17:21: Gute Frage tatsächlich also... Einerseits bin ich immer jemand, der sagt ... Ich nehm mir gar nicht so viel vor.
01:17:26: Ich bleib offen für alles und schau was passiert.
01:17:30: Andererseits denke ich mir parallel erzählt dem Andi von damals, was seitdem passiert ist.
01:17:36: Seit diesem allerersten Konzert in Nürnberg.
01:17:39: Als wenn er noch in Nuremberg gespielt hat.
01:17:41: Lange her!
01:17:43: Was seitdem passierte ist beruflich wie privat.
01:17:46: Es ist Wahnsinn, was sich alles im Leben gewandelt hat.
01:17:51: Warum jetzt hier aufhören?
01:17:53: Warum jetzt sagen, ich bin damit zufrieden.
01:17:57: Aber warum nicht weiter dran glauben und offen für sein?
01:18:01: Ich bin sonst niemand der sagt, ich mannifestiere Dinge, aber am Ende glaube ich, manifestieren ist auch nicht mehr als einfach ein Ziel im Auge zu behalten und Wege zu erkennen dahinzukommen.
01:18:13: Die Bilder sind geliked da.
01:18:15: es gibt diesen Kommentar ... Sie weiß offenbar, es gibt mich in irgendeiner Form.
01:18:20: Das ist sehr viel näher dran, als ich noch vor fünfzehn Jahren dachte, dass ich jemals kommen würde.
01:18:24: Und so viel nähe, als viele wahrscheinlich pink jemalers kommen
01:18:27: werden?
01:18:27: Stimmt ja!
01:18:28: Von daher denke ich mittlerweile echt so... Ich oh Gott, ich bin nicht enttäuscht von meinem Leben wenn es nicht passiert ist.
01:18:35: aber warum nicht mal einfach abwarten was passiert?
01:18:39: Warum nicht mal offen wir bleiben und zu sagen einfach mal zu sagen hey warum soll's jetzt hier aufhören?
01:18:47: weiter in die Richtung arbeiten und schauen, was passiert.
01:18:50: Der nächste Tour kommt!
01:18:51: Die Kontakte bestehen ... Why not?
01:18:56: Du schlägst quasi die Brücke zur Zukunft.
01:18:58: Schlagen wir doch zum Ende auch noch mal die Brücken zur Vergangenheit.
01:19:02: Denken uns noch mal dieses Bild, das du uns vorhin gezeigt hast der fünfzehnjährige Andi mit seiner Brille, der das Glas unsicher umklammert.
01:19:09: Was würdest du diesen fifteen-jährigen Andi heute sagen aus deiner Perspektive aus den Wissen... wie sich das Leben weiterentwickelt hat.
01:19:19: Ich glaube, ich würde ihm einerseits sagen steh zu dir mach dein Ding Mach weiter allem voran dass also auch das war eine phase die psychisch damals im nachhinein vermute nicht schon ziemlich kritisch war.
01:19:34: Also wir vermuten dass diese depressions thema auch nicht erst da kam es und dann schon immer wieder mal im leben voren kommen ist.
01:19:39: Und das damals war wohl rückblickend.
01:19:42: so eine fase macht weiter lasst dich nicht unterkriegen steht zu dem was du bist und wer du bist, aber zeig gleich.
01:19:50: Und das finde ich eigentlich genauso wichtig.
01:19:52: Nimm dir auch die Zeit dafür!
01:19:54: Es muss nicht heute sein.
01:19:55: Wenn heute nicht der Tag ist wo du dich hinstellst und sagst so bin ich und da stehe ich jetzt zu dann ist es fein man kann sowas auch nicht erzwingen.
01:20:04: deswegen glaube ich einfach sei offen für den richtigen moment Dann nutze ihn.
01:20:09: glaub dran dass es besser wird.
01:20:11: Aber es ist okay wenn's nicht heute ist.
01:20:13: Das ist ok dass du noch zeit brauchst dass du dich erst mal sortieren musst, finden muss.
01:20:18: Dass das was du vor dir hast viel Kraft kosten wird und viel selbstbewusst sein erfordern wird dass du vielleicht gar nicht noch wirklich hasst aber es vorgeben musst als hättest du's ums irgendwie hinzukriegen?
01:20:35: Und wenn der Moment da ist... Fuck it!
01:20:38: Dann mach dein Ding.
01:20:40: Wie Rainer mir damals mitten gegeben hat beim zweiten Shooting fand ich einen sehr schönen Satz Live Happens.
01:20:48: Life will keep on happening and you can't wait for it to stop.
01:20:51: So Leben wird immer passieren, Leben ist in Bewegung, du kannst es nicht kontrollieren und das ist okay!
01:20:56: Das ist Leben, du wirst es nie kontrollieren können.
01:20:59: Das macht's aber auch spannend.
01:21:01: Es gibt nie für irgendwas den perfekten Zeitpunkt, es gibt nie einen Moment wo du sagst jetzt habe ich alles in der Hand so funktioniert Leben nicht Und das ist manchmal schwer.
01:21:13: Aber that´s life, life happens.
01:21:18: Und da würde ich ihm sagen, nehm dir das ein bisschen vor Augen.
01:21:22: Du musst nicht alles kontrollieren und nicht alles in der Hand haben.
01:21:26: Du kannst einfach du sein und Sachen auch mal passieren lassen.
01:21:29: Es ist okay!
01:21:31: Ja, wow, herzlichen Dank.
01:21:32: Das waren perfekte Abschiedsworte.
01:21:35: Ich weiß jetzt schon, dass meine folgenden paar Worte gar nicht so toll werden wie deine letzten.
01:21:40: Ich
01:21:40: glaube, da kann man wirklich sehr viel rausziehen.
01:21:42: Deswegen herzliche Dank, Andreas, dass du heute bei uns da warst für deine Zeit Und so hast du tief blicken lassen.
01:21:50: Wie gesagt, das kann auch eine Hilfe für andere sein, die vielleicht in einer schwierigen Phase gerade stecken.
01:21:56: und wenn es euch gefallen hat, was ihr gehört und gesehen habt, dann kommentiert gerne, abonniert uns gerne, denn dann gibt's die Garantie, dass auch die künftigen spannenden Talks ihr mit dabei seid und keinen davon verpasst.
01:22:09: Herzlichen Dank dir!
01:22:11: Alles Gute weiterhin.
01:22:12: Vielen
01:22:12: Dank dir und dir ebenfalls.
01:22:14: Danke bis bald.
01:22:18: Mehr von uns gibt's auf Nordbayern.de und NNDE.
Neuer Kommentar